Storm Hunters Film
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09. Aug 2016

Entertainment

UNICUM Filmkritik: Storm Hunters

-ARCHIV-

Ab dem 18. Dezember wirbelt der Katastrophenfilm durch die DVD- und Blu-ray-Regale

Storm Hunters jagen den Monstertornado

Im Mittelpunkt der Handlung steht eine Gruppe um die Sturmjäger Pete (Matt Walsh) und Allison Stone (Sarah Wayne Callies). Um Filmaufnahmen von Tornados zu drehen, versuchen sie, diesen auf die Spur zu kommen. Allison ist als Meteorologin dafür verantwortlich den Entstehungsort von Tornados zu berechnen. Allerdings verlief die Suche zuletzt ziemlich erfolglos, so dass die Stimmung im Team angespannt ist. Schließlich will Pete mit seinem gepanzerten Fahrzeug namens Titus ins Auge eines Tornados vordringen, um diesen von innen zu filmen.

Währenddessen steht an der örtlichen Highschool von Silverton die Abschlussfeier an. Die Söhne des stellvertretenden Schulleiters Gary Morris (Richard Armitage, bekannt aus der "Hobbit"-Trilogie) Donnie (Max Deacon) und Trey (Nathan Kress) sollen die Veranstaltung mit ihren Kameras filmen. Anstatt dies zu tun, erhofft sich Donnie mehr davon, einer Mitschülerin bei ihrer filmischen Abschlussarbeit zu helfen und so ihr Herz zu gewinnen.

So kommt es, wie es kommen muss: Im Gegensatz zu den Wettervorhersagen der Fernsehexperten sucht ein Unwetter mit Tornados Silverton heim. Dabei wird nicht nur die Zeugnisverleihung unterbrochen und das Schuldach abgedeckt, sondern auch Donnie und seine Mitschülerin in einem alten Fabrikgebäude verschüttet. Noch dazu drohen die beiden zu ertrinken, weil sich ihr "Gefängnis" mit Regenwasser füllt. Dabei ahnt noch niemand der Filmfiguren, dass dieser erste Tornado noch der harmloseste war und sich eine Reihe von weiteren, wesentlich stärkeren bilden wird.

Special-Effects retten den Katastrophenfilm

Dieser typisch amerikanische Film – natürlich darf trotz aller Verwüstungen am Ende eine noch wehende US-Flagge nicht fehlen – lebt vor allem von den Special Effects. Denn wirklich Tiefgang kann die Story nicht vorweisen. Dafür bleibt aufgrund des recht großen Figuren-Ensembles und der Laufzeit von 89 Minuten zu wenig Zeit, die Charaktere mehr als nur oberflächlich darzustellen. Zumal die Hauptrolle vielmehr die Tornados innehaben und eben nicht die Sturmjäger.

Der Star des Films sind die computeranimierten Tornados, die die Kraft der Naturgewalten eindrucksvoll verdeutlichen. Dabei ist die bereits im Trailer verarbeitete Zerstörung des Flughafens noch die schwächste Szene. Abgesehen davon stellt sich die Frage, weshalb die Kleinstadt Silverton einen solchen Flughafen haben sollte. Weiterhin überzeugt die akustische Umsetzung des Sturms im Dolby-Atmos-Soundsystem, die den Zuschauer in das Auge der Tornados versetzt.

Wer mit "Storm Hunters" auf einen Katastrophenfilm mit gelungenen Bildern, bombastischen Special-Effects und mitreißendem Ton setzt, kommt voll und ganz auf seine Kosten. Eine tiefgründige und unvorhersehbare Handlung darf man bei diesem Genre dahingegen nicht erwarten. Auch verwundert die Message des Films nicht: Je schlimmer die Katastrophe, umso mehr müssen die Betroffenen zusammenhalten. Wer für Filme dieser Art ins Kino geht, weiß jedoch, was ihn erwartet.

Storm Hunters

Katastrophenfilm, USA 2014

Darsteller u.a.: Richard Armitage, Sarah Wayne Callies, Matt Walsh, Max Deacon, Nathan Kress

Verleih: Warner Bros. Pictures

Heimkinostart: 18. Dezember 2014

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