Wolf Creek 2
Foto:

09. Aug 2016

Entertainment

UNICUM Filmkritik: Wolf Creek 2

-ARCHIV-

Touristen, verlassene Highways und verrückte Hinterwäldler: Das kann nicht gutgehen!

Rucksackreisende aufgepasst!

Nach einem kurzen Prequel mit zwei Polizisten, das an eine Szene des ersten Teils anknüpft, sehen wir das deutsche Touristenpärchen Katarina (Shannon Ashlyn) und Rutger (Philippe Klaus), das per Anhalter auf dem Weg zum Meteoritenkrater "Wolf Creek" ist. Beim Zelten in der Wildnis treffen die Zwei auf Mick Taylor (John Jarratt) und seinen Abschleppwagen. Während Rutger recht bald mangels Fluchtreflex dem gewetzten Messer des Serienkillers zum Opfer fällt, kann Katarina ihm entkommen und sich zur nächsten Straße retten. Hier wird sie vom britischen Surfer Paul (Ryan Corr) aufgelesen. 

Der Killer ist den beiden allerdings schon auf den Fersen und los geht die Verfolgungsjagd, die einen zeitweise glauben lässt, man schaue ein Roadmovie und keinen Horrorfilm: Der Psychomörder jagt den britischen Touristen zu Fuß, zu Pferd und im Lastwagen durch die Einöde des australischen Nordens und hat in einer der besten Szenen seine helle Freude, im Truck mit Höchstgeschwindigkeit auf die kreuzende Känguru-Herde draufzuhalten, während der Gejagte panisch versucht, den Tieren auszuweichen.

Es ist wohl der Dramaturgie des Films geschuldet, dass Paul in seinem fabrikneuen Jeep dem tonnenschweren Laster nicht davonfahren kann. Und so kommt es, wie es kommen muss: Paul landet gefesselt im finsteren Folterkeller des durchgeknallten Australiers, muss mit ihm zunächst einen bechern und australische Volkslieder zum Besten geben ("Tie Me Kangaroo Down, Sport"), um sich daraufhin einem besonders sadistischen Quiz mit Fragen im Stil des australischen Einbürgerungstests zu stellen. Zehn Fragen, zehn Finger – bei jeder falschen Antwort kommt die Flex zum Einsatz. 

Solide Slasher-Kost

Regisseur Greg McLean gelingt es in "Wolf Creek 2", die Menschenfeindlichkeit des australischen Outbacks einzufangen und durch stimmige Inszenierungen eine beklemmende Atmosphäre der Angst zu erzeugen –  leider nicht ganz so eindrucksvoll wie im Vorgänger. Dafür wurde die Rolle des psychopathischen Touristenschlächters Mick Taylor ausgearbeitet und von John Jarratt überzeugend gespielt. Das ebenso überraschende wie unlogische Ende des Films legt die Vermutung nahe, dass ein dritter Teil folgen wird.

Horror-Fans, die über einige logische Schwächen des Films hinwegsehen können, wird mit "Wolf Creek 2" solide Backwood-Slasher-Unterhaltung mit einigen gelungenen Schockmomenten geboten.

Wolf Creek 2

Horror, AU 2013

Mit u.a.: John Jarratt, Ryan Corr, Shannon Ashlyn, Phillipe Klaus

Verleih: NewKSM Cinema

VÖ: 20. Oktober 2014

FSK: Ab 18 Jahren

www.facebook.com/Wolf-Creek-2-Der-Film

Artikel-Bewertung:

3.07 von 5 Sternen bei 85 Bewertungen.