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21. Jun 2016

Entertainment

UNICUM hört: Agnes Obel "Aventine"

Das zweite Album der Dänin ist seit dem 27. September erhältlich

Intime Musikmomente mit Gänsehaut-Garantie

Ganz zart nimmt "Aventine" seinen Anfang, mit einem wunderbar melancholischen Piano-Intro entführt es uns in eine andere Welt. Erst bei Track Zwei, "Fuel to Fire" setzt Agnes Obels Gesang ein, der sofort für Gänsehaut sorgt. Das zweite Album der gebürtigen Kopenhagenerin besticht durch seine ruhigen Momente, durch eine ganz persönliche Zurückgenommenheit.

Mehr als Stimme, Piano und Streicher braucht Obel nicht, um filigrane Klanglandschaften zu erschaffen, um wunderschöne Bilder hervorzurufen. "Aventine" ist ein Album ohne Hektik – in dieser Welt kann man verweilen, seinen Gefühlen nachgehen, versinken. Dabei wird das Gerüst der zwölf Tracks nie brüchig, Eintönigkeit kommt nicht auf: vielmehr fügen sich alle Songs zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen.

Neben der tollen Produktion und den ausgefeilten Arrangements bestechen auch die Texte: "You carried my Heart in the Night, to bury the Wave in the Tide, you carried me onto the Fields" heißt es etwa im titelgebenden "Aventine". Die Lyrics werden mit viel Hingabe und spürbarer Liebe vorgetragen: mitreißend.

Agnes Obels zweiter Longplayer ist der perfekte Soundtrack für den Herbst, ein genussvolles Hörerlebnis für das man sich Zeit nehmen sollte. Bei all der Entrückung bleibt "Aventine" stets greifbar und spürbar. Ein tolles Album einer talentierten Künstlerin – die im übrigen alle Stücke selbst geschrieben, arrangiert und produziert hat.

Aventine

Agnes Obel

PIAS Germany

VÖ: 27.09.2013

Für Fans von: Gänsehautmomenten, zarten Piano-Tönen, Herbsttagen, Entrückung & Entzückung

www.agnesobel.com

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