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21. Jun 2016

Entertainment

UNICUM hört: Arctic Monkeys "AM"

Das fünfte Album der Briten ist ab dem 05. September erhältlich

Die neue Evolutionsstufe der Arctic Monkeys

"Wenn jemand fragt, ob dies ein West Coast-Album sei, hätte diese Frage normalerweise eine andere Konnotation, aber das ist genau das, was es für uns bedeutet," erklärt Frontmann Alex Turner seinen ganz eigenen Bezug zu "AM". In der derzeitigen Arctic Monkeys-Wahlheimat Los Angeles mit dem Langzeit-Produzenten James Ford aufgenommen, strotz der Longplayer vor rotziger Leichtigkeit und feinem Esprit. Dabei schafft es die Band, das Gleichgewicht zwischen düsteren Beats, poppigen Hooks und energetischen Riffs auszubalancieren.

Die zwölf Tracks klingen unverwechselbar nach den Arctic Monkeys, was nicht nur Turners charismatischer Stimme geschuldet ist. Dennoch ist eine weitere Evolutionsstufe deutlich spürbar. Auf "AM" werden noch einmal die besten Elemente der beiden Vorgängeralben "Humbug" (2009) und "Suck it and see" durch den kreativen Fleischwolf gedreht. Dabei schreckt das Quartett vor musikalischen Spielereien nicht zurück. Auf Songs wie "R U Mine" wird mit schnellen Gitarren dem Rock gefrönt, während z.B. "No. 1 Party Anthem" an einen retromäßigen Engtanz erinnert. Auf "Mad Sounds" erklingt gar ein melodisches "Uhhh lalala".

Ausgeklügelt, durchdacht, dabei sehr catchy und verführerisch - so lässt sich der Indie-Garage-Sound der Arctic Monkeys im Jahr 2013 beschreiben. Alex Turner beweist sich auf "AM" einmal mehr als grandioser Songwriter, der eine betörende Nummer wie "I wanna be Yours" ebenso gekonnt schreiben kann wie einen poppigen Ohrwurm á la "Snap out of it". Eines haben alle Tracks auf "AM" dann gemein: Als Zuhörer wippt man automatisch mit, lässt man sich schnell gefangen nehmen.

Übrigens: "Queens of the Stone Age"-Frontmann Josh Homme singt ein wenig bei den Songs  "One For the Road" und "Knee Socks" mit, ebenso haben Schlagzeuger Pete Thomas und Ex-"The Coral"-Gitarrist Bill Ryder Jones Gastauftritte auf "AM". Und beim schon erwähnten Track "I wanna be yours" sind die  Lyrics des britischen Poeten John Cooper Clarke zu hören.

Nach dem Festivalsommer kommen die Arctic Monkeys im November für einige Termine nach Deutschland:

  • 04.11.2013: Stadthalle, Offenbach
  • 05.11.2013: Columbiahalle, Berlin
  • 11.11.2013: Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf
  • 12.11.2013: Zenith, München

Arctic Monkeys

AM

Domino Records

VÖ: 06.09.2013

Anspieltipps: R U Mine, Do I wanna know, Why'd You Only Call Me When You're High?, Fireside, Snap out of it

www.arcticmonkeys.com

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