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21. Jun 2016

Entertainment

UNICUM hört: Finn Martin "Change"

Das Debüt des Globetrotters ist seit dem 01.03. im Handel erhältlich

Track by Track

  • So good it hurtsDer Opener zu Change ist zwar nicht so gut, dass es schon weh tut, der Einstieg entpuppt sich aber dafür als sommerlicher Popsong, der perfekt die Richtung des Albums vorgibt.
  • Everybody wantsMit elektronischen Beats gespickt geht es im zweiten Song etwas düsterer zu – kein Wunder bei der Thematik: es geht um Liebeskummer. "If I can't have you now, I never wanna love again" lässt uns Finn Martin im treibenden Refrain wissen. Leider ist der Sound etwas zu austauschbar.
  • ChangeDer Titelsong ist eine echter Gute-Laune-Knaller! Ein toller Popsong mit einer schönen Message, der uns gerne im Radio begleiten darf. Hier spielt Finn Martin nicht nur alle Trümpfe seines Gesangs und des Arrangements aus. Der gebürtige Deutsche, den es in auf seinem Lebensweg um den halben Globus und letztendlich in ein Stockholmer Studio getrieben hat, ist ein talentierter Songwriter. Tatsächlich sind alle Tracks auf Change  auch von ihm selbst verfasst.
  • Life gets in the WayLied Nummer 4 schließt gelungen an "Change" an. Der Refrain kommt allerdings etwas rockiger und schneller daher. Ein Song, der motivieren will – und es schafft.
  • Save meNach dem ruhigen Einstieg entfacht Martin im Refrain einen Hilferuf: "All the lonly Boys and all the lonly Girls singing save me". Ein durchaus berührendes Lied, in dem die Stimme des Sängers eindrucksvoll zum Vorschein kommt. Trotz Balladen-Charakter wird es in "Save me" nie zu dramatisch, ein positiver Grundvibe schwingt auch hier mit.
  • Army of TwoDie Synthies wummern im Hintergrund, düster soll es zugehen: Doch das steht Finn Martin irgendwie nicht so gut. Leider muss er sich hier nicht nur der Grundstimmung, sondern auch seiner Duettpartnerin Ana Diaz geschlagen geben, die den leicht morbid-sehnsüchtigen Touch besser wiederzugeben weiß.
  • You are the MusicDie dunklen Wolken werden schnell von einem Glockenspiel weggescheucht. Nach "Change" ein weiterer mitreißender Mitsing-Song. Dem Stil darf Finn Martin gerne treu bleiben.
  • Stripped OutIn Track 8 zeigt uns Finn wieder seine etwas dunklere Seite, diesmal aber wesentlich besser gelungen als in "Army of Two". Ein starker Popsong.
  • Away from meZweistimmiger Gesang, Folk-Sound, stimmige Gitarrenparts, gelungener Flow. "Away from me" geht ins Ohr – und entfacht die Vorstellungskraft: Sonnenschein, ein einsamer Weg durch die Wüste, Musik und Liebe im Herzen.
  • CrossfireHoppla! Finn Martin will nun endlich mal zeigen, was Electro-technisch alles bei ihm möglich ist. Durch den leichten Dance-Anklang wird's aber leider irgendwie austauschbar.
  • Everything you wished forAm Lagerfeuer erzählt uns Finn Martin vom Ende einer Liebe: "I'd tell you I'm sorry, but you're looking down with nothing left to say and that's killing me" oder "So I know I fucked it up this Time, still I really hope you'll find everything you wished for." Schön und schön traurig.
  • PromisesAm Ende gibt Finn Martin noch ein Versprechen ab: "Ich komme wieder, keine Frage" scheint der letzte Track in den Zwischenzeilen zu beinhalten. "Promises" geleitet den Hörer mit einer gewissen Sehnsuchtsstimmung in den Alltag.
  • Fazit

    Dem ehemaligen "Asher Lane"-Bandleader ("New Days") ist ein beachtenswertes Debüt gelungen. Kein Wunder, immerhin ist Finn Martin eigentlich schon ein alter Hase im Musikbusiness: Mit 14 Jahren fing er an eigene Songs zu schreiben, mit 17 erhielt er mit seiner ersten Band einen Plattenvertrag. Nach dem Abitur folgten ein Musikstudium sowie die Arbeit als Songwriter für verschiedene Künstler. Mit dieser Vorgeschichte im Hintergrund ist es fast schon logisch, dass Martin auf seinem Solo-Erstling spürbar eine eigene Vorstellung von Sound verfolgt und deutlich mit einem eigenen Stil auftrumpft. Kurzum: Ein erwachsenes, aber dennoch sehnsüchtiges Popalbum mit Anspruch und Leidenschaft.

    Finn Martin

    Change

    EMI Music

    VÖ: 01.03.2013

    Für Fans von: Gute-Laune-Songs, musikalischen Reisen, sommerlicher Pop-Folk-Musik, frischen Sounds

    www.finn-martin.com

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