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21. Jun 2016

Entertainment

UNICUM hört: Lindsey Stirling "Lindsey Stirling"

Klassik meets Dupstep: Ab dem 08. Februar im Handel erhältlich

Längst kein Geheimtipp mehr

Virtuoses Geigenspiel, leidenschaftliche Tanzschritte: Die 26-jährige Lindsey Stirling ist ein Energiebündel. In ihren Videos und vor allem auf der Bühne weiß die zierliche Musikerin das Publikum zu begeistern. Ihr Youtube-Kanal Lindseystomp verzeichnet bereits über 1,5 Millionen Abonnenten, die Konzerte sind bereits im Vorfeld ausverkauft. Ein Geheimtipp ist Lindsey schon lange nicht mehr.

Den "Violin-Electronic-Dubstep", wie die Amerikanerin ihren Stil selbst bezeichnet, hat Lindsey nun in Form von zwölf Songs auf einen Longplayer gebannt. Doch kann das, was live vor Fans oder als Video fasziniert, auch auf CD gebannt funktionieren? Die Antwort lautet: Jein.

On Stage und auf Youtube setzt ja gerade der akustische und visuelle Mix aus klassischen Kompositionen, elektronischen Beats und modernen Tanzeinlagen eine gewisse Euphorie frei. Doch auf einem Album stehen die Songs für sich – und da wird es für Musikhörer, die sonst nichts mit Klassik am Hut haben, schwierig. Sicherlich wird Lindsey Stirling mit ihrer Musik viele neue Fans für die Musikrichtung gewinnen können, aber ebenso viele werden ihren Longplayer nach der Hälfte der Songs etwas leiser stellen.

Handwerklich und künstlerisch ist an dem Werk der Violinistin aber nichts auszusetzen. Lindsey hält sich nicht mit Genregrenzen auf und experimentiert mit Trance, Electro, Dance und Dupstep. Daraus entsteht an manch einer Stelle ein großartiges Lied (Anspieltipp: "Crystallize"), an anderer aber nur seichte Esoterikrhythmen (z.B. "Song of the caged Bird"). Lindsey Stirling versteht etwas von Komposition und Arrangement, ihr Geigenspiel für sich genommen ist in allen Songs bemerkenswert.

Im Großen und Ganzen ist das, was Lindsey Stirling musikalisch anbietet ein Kracher auf der Bühne und ein Vergnügen auf Youtube. Wer die Gelegenheit findet, die Musikerin auf Tournee zu erleben, sollte es sich nicht entgehen lassen. In Reinform auf CD bleibt der "Klassik meets Electro"-Stil Geschmackssache: die einen werden die zwölf Songs in einem Stück verschlingen, die anderen werden ausgewählte Tracks anspielen und wieder andere werden einfach die Finger davon lassen.

Lindsey Stirling

Lindsey Stirling

Universal Music

VÖ: 08.02.2012

Für Fans von: klassischer Musik mit einem besonderen Twist, außergewöhnlichen Künstlern, Genreüberschreitungen, beeindruckenden Live-Shows

lindseystirlingviolin.com

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