Foto:

21. Jun 2016

Entertainment

UNICUM hört: Robin Thicke "Blurred Lines"

Das Album zum Sommerhit, seit dem 12. Juli auf CD erhältlich

Track by Track

  • Blurred Lines (feat. T.I. & Pharrell)Los geht's direkt mit dem titelgebenden Überhit des Jahres, einem Anbagger-Song vor dem Herrn. So genau kann man schwer in Worte fassen, was "Blurred Lines" unwiderstehlich macht, aber dem Beat kann man sich als Hörer nur schwer entziehen. Pharrell Williams von den Neptunes ist hierauf nicht nur zu hören, er hat den Track auch produziert. Gutes Ding.
  • Take it easy on meDie Thematik bleibt gleich, der Produzent wechselt. "Take it easy on me" trägt die unverkennbare Handschrift von Timbaland, wobei sich dieser diesmal zum Glück nicht allzu sehr in den Vordergrund drängt. Bei dem treibenden Beat kann man sich sicherlich gut auf dem Dancefloor antanzen. Robin Thicke ist eben ein Checker. Aber ein cooler.
  • Ooo La LaMit ein wenig Retro-Feeling geht's Richtung Miami Beach. Der Soundtrack fürs entspannte Cruisen mit einigem musikalischen Glitter und Glitzer versehen.
  • Ain't no Hat 4 thatJames Bond-Coolness trifft auf Retro-Lässigkeit. Robin Thicke ist in erster Linie ein Soul- und R'n'B-Sänger, der auch schon für Michael Jackson und Mary J Blige komponiert hat. Eine Gute-Laune-Song, wie man sich ihn auch auf der neuen Platte von Justin Timberlake gewünscht hätte.
  • Get in my WayIn die gleiche musikalische Kerbe wie "Ain't no Hat 4 that" schlägt auch Song Nummer 5. Ein Track mit Verve und Trompeten. Doch jetzt könnte es auch mal wieder in Richtung "Blurred Lines" gehen ...
  • Give it 2 uKaum hat man bei "Get in my Way" den Wunsch nach mehr Beats und Electro-Vibes ausgesprochen, schon wird er erfüllt. Zusammen mit Rap-Durchstarter Kendrick Lamar wird das Wort wieder an die Girls gerichtet. Ziemlich cheesy und ziemlich lässig.
  • Feel GoodNach einem "gefühligen" Piano zu Beginn, setzen relativ schnell die Dance-Beats ein. Insgesamt ist der Track ganz okay, wenn man aber bedenkt, dass ihn will.i.am produziert hat, wirkt er doch etwas enttäuschend.
  • 4 the Rest of my LifeSmoothe Ballade, mit der man das Objekt der Begierde ziemlich schnell in Romantik-Stimmung bringen kann. Spätestens wenn die Streicher einsetzen, dürfte die oder der andere dahinschmelzen. Ein Track für die Kerzenschein-Momente im Leben.
  • Top of the WorldMit etwas mehr Schmackes und Rap geht's weiter. Die Grundstimmung bleibt entspannt, der Song geht ins Ohr. Kein Lied für die Ewigkeit, aber eines, das gute Laune verbreitet.
  • The Good LifeRobin Thickes Abschluss-Song klingt wie die unvermeidliche Goodbye-Nummer bei einer großen Show. Die positive Message wird irgendwie nicht recht überzeugend rübergebracht. Immerhin zeigt der Musiker uns noch einmal, dass er wirklich gut singen kann.
  • Fazit

    Seit über zehn Jahren ist Robin Thicke als Sänger, Komponist und Songwriter im Musikbusiness tätig – nicht nur mit der Single, auch mit dem Album "Blurred Lines" kann er sich nun endlich den internationalen Erfolg sichern. Zur Eintagsfliege im kollektiven Musikbewusstsein des Mainstream wird er sicherlich nach seinem Sommer-Hit nicht werden, dafür ist der Longplayer zu rund, dafür sind die zehn Tracks darauf zu gut. Das insgesamt schon sechste Album des US-Amerikaners ist durchweg gelungen und präsentiert Soul, R'n'B und Hip-Hop für die Jetztzeit. Kurzum: Das Ding macht Laune – und weckt sicherlich die eine oder andere Leidenschaft. 

    Robin Thicke

    Blurred Lines

    Universal Music

    VÖ: 12.07.2013

    Anspieltipps: Blurred Lines. Take it easy on me, Give it 2 u, 4 the Rest of my World

    www.robinthicke.com

    Artikel-Bewertung:

    3.01 von 5 Sternen bei 187 Bewertungen.