FatBoy Slim
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21. Jun 2016

Entertainment

UNICUM Plattenkritik: Fatboy Slim – Halfway between the Gutter and the Stars

Das legendäre Album in der Neuauflage

Der Funk Soul Brother

Irgendwo zwischen Acid House, Trance, Trip Hop und Big Beat hat sich Norman Cook aka Fatboy Slim seinen unverwechselbaren Stil geschaffen. Eingängige Vocal-Samples, treibende Drums und eine gehörige Portion Rawness zeichnen diesen aus.

Ebenso unverwechselbar wie seine Musik sind die kongenialen Videos, für die er mit Spike Jonze, dem Gottvater des Musikvideos, zusammenarbeitete: Der Clip zu "Weapon of Choice" mit einem gnadenlos abtanzenden Christopher Walken wurde vom US-Musiksender VH1 dann auch folgerichtig zum besten Musikvideo aller Zeiten gewählt.

Mit "Halfway Between the Gutter and the Stars" gibt der "Pizzaman", wie er sich in jüngeren Jahren nannte, dem Hörer auf 11 Tracks einen Eindruck von der Breite seiner musikalischen Schaffensfähigkeit. Vom atmosphärischen "Sunset (Bird of Prey)" mit Jim-Morrison-Schnipsel bis zum technoiden "Song for Shelter" tänzelt Fatboy Slim durch die Historie der elektronischen Musik. Unterstützung bekommt er dabei von zwei Schwergewichten der Soul-Musik: Macy Gray und Bootsy Collins.

Wer in der neu aufgelegten Deluxe-Edition des Albums auf neue Songs gehofft hat, wird leider enttäuscht – dafür finden sich die Dancefloor-erprobten Remixes von X-Press 2 ("Star 69") und den Chemical Brothers ("Song for Shelter") sowie bislang unveröffentlichte Remixes von Künstlern wie Josh Butler ("Love Life") und Autograf ("Mad Flava").

Wenn das Album nicht schon längst im Regal steht, sollte jeder, der sich auch nur ansatzweise für Elektro-Musik interessiert, hier zugreifen!

Halfway between the Gutter and the Stars

Fatboy Slim

Skint Records

VÖ: 29. Mai 2015

Anspiel-Tipps: Track 1 bis 11

Mehr Infos: www.fatboyslim.net

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