The Kooks Listen
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21. Jun 2016

Entertainment

UNICUM Plattenkritik: The Kooks "Listen"

Drei Jahre nach "Junk of the Heart" melden sich The Kooks mit ihrem vierten Studioalbum zurück

Typischer Sound trifft neue Töne

70's-Funk, frischer Pop, verzerrte Gitarren, Gospel, elektronische Beats, Synthies und R'n'B-Smoothness: The Kooks zeigen sich auf ihrem nunmehr vierten Studioalbum experimentierfreudig - wie etwa die erste Single-Auskopplung "Down" schon im Vorfeld unter Beweis gestellt hat. Sänger Luke Pritchard und seine Mannen spielen auf "Listen" mit einer spürbaren Liebe zur Musik und frischer Energie auf.

Das mag sicherlich zum einen daran liegen, dass man sich mit dem jungen Londoner HipHop-Produzenten Inflo unverbrauchte Unterstützung ins Studio geholt hat, größtenteils aber an einer Abkehr von gewohnten Verhaltensmustern: "Die Art und Weise, wie das Album entstanden ist, hat sich frisch angefühlt. Wir waren nicht einfach eine Band in einem Raum, die Gitarre spielt und dann den Gesang drüberlegt, wie wir es vorher immer gemacht hatten. Wir haben wirklich auf das gehört, was um uns rum passierte und so sind neue Ideen entstanden," so Pritchard.

The Kooks waren auf der Suche nach "unverfälschtem Ausdruck" – eine Mission, die geglückt ist. Der typische Sound des Quartetts aus Brighton vermischt sich mit neuen Einflüssen. Die Klangbreite siedelt sich dabei irgendwo zwischen Funk, Retro und guter Laune an.

Trotz der allumfassenden Lässigkeit greifen die Texte auf "Listen" durchaus tief in die Emotionalität hinein. So ist etwa die Ballade "See me now" letztendlich ein Musik gewordener Brief von Frontmann Luke Pritchard an seinen früh verstorbenen Vater. Ein toller Höhepunkt eines durchweg gelungenen Longplayers.

Listen

The Kooks

Universal Music

VÖ: 05.09.2014

Anspieltipps: Album reinlegen, auf Start drücken, komplett durchhören. Glücklich sein.

Mehr Infos: www.universal-music.de/the-kooks & www.facebook.com/thekooksofficial

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