Tove Lo mit "Queen of the Clouds"
Foto:

21. Jun 2016

Entertainment

UNICUM Plattenkritik: Tove Lo "Queen of the Clouds"

Am 23. Januar erschien das Debütalbum der schwedischen Sängerin

Electropop für Wolkentänzer

"The Passion in the Beginning is always gonna be the best Part of it": Mit diesen Worten startet Tove Lo ihr persönliches Electropop-Manifest aka Debütalbum. Der 27-Jährigen aus Stockholm merkt man auf ihrem ersten Longplayer die Anfangs-Euphorie an, ebenso wie die Leidenschaft einer Künstlerin, die sich endlich selbst verwirklichen kann.

Dabei macht Ebba Tove Elsa Nilsson, so der bürgerliche Name der Schwedin, schon seit vielen Jahren Musik, besuchte etwa mit den "Icona Pop"-Mädels ein Musik-Gymnasium. Kein Wunder also, dass die Songs auf "Queen of the Clouds" durchweg professionell und perfektionistisch komponiert und arrangiert sind. Fast scheint es so, als wüsste Tove Lo, dass ihre Stunde gekommen ist und es Zeit wird, die Chancen zu nutzen.

Auf den 17 Tracks zeigt die Sängerin und Songwriterin daher so viele Facetten wie möglich: Tove Lo ist laszive Verführerin, freches Party-Girl und melancholische Wolkenkönigin in einem. Vor allem auf Ehrlichkeit legt sie wert. "I can get a little drunk I get into all the dont's / But on good days I am charming as fuck" heißt es etwa in "Moments". Diese Haltung offenbart Tove Lo auch in Interviews, wenn sie Sätze wie "Ich bin grad total selbstzerstörerisch drauf und es ist mir völlig egal" von sich gibt.

Mit ihren Texten und Sound trifft die Musikerin den Nerv der Generation. Ihr dreigeteiltes Album (Sex, Love, Pain) präsentiert atmosphärischen Electropop, der sich nicht vor der internationalen Konkurrenz verstecken muss. Das beweisen auch täglich über eine Million Streams auf Spotify oder über 80 Millionen Youtube-Klicks auf das Video von "Habits (Stay High)". "Queen of the Clouds" ist ein rundes Ding: Tove Lo kitzlet einfach ihr Maximum aus dem Genre heraus, spielt dazu gekonnt mit Versatzstücken der Pop-Geschichte.

Die bereits erwähnte Singel-Auskopplung "Habits (Stay High)", ein Trennungsepos mit Ohrwurmqualität, bietet definitiv einen guten Vorgeschmack auf die anderen Tracks des Longplayers. Mitreißend besingt Tove Lo hier die chaotische Beziehung zu ihrem Ex-Freund. Für Tove Lo ist "Queen of the Clouds" "eine Reflexion dieser Momente,wenn Du hinaufschwebst und dein Leben betrachtest und das große Gesamtbild anschaust. Ich fühle mich so, als würde ich auf Wolken tanzen, es ist alles so wundervoll." Merkt man.

Queen of the Clouds

Tove Lo

Universal Music

VÖ: 23.01.2015

Anspiel-Tipps: Habits (Stay High), Moments, My Gun, The Way That I Am

Mehr Infos: www.tove-lo.com & www.facebook.com/toveloofficial

Artikel-Bewertung:

2.85 von 5 Sternen bei 135 Bewertungen.