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09. Aug 2016

Entertainment

UNICUM schaut: Das verlorene Labyrinth

-ARCHIV-

Den zweiteiligen Mittelalter-Thriller zeigt Sat.1 am 14. und 15. Januar, einen Tag später gibt’s die Romanverfilmung dann auf DVD und Blu-ray

MAL WIEDER EINE GRALSSUCHE

Zwei Frauen, drei heilige Bücher und ein Gral – soweit die Kurzzusammenfassung von Das verlorene Labyrinth. Das zweiteilige TV-Abenteuer spielt auf zwei Zeitebenen, die stellenweise kunstvoll miteinander verwoben sind. In der Gegenwart stößt Alice Tanner bei Ausgrabungen im südfranzösischen Carcassonne in einer Höhle auf zwei ineinander verschlungene Skelette sowie einen Ring mit einer Labyrinth-Gravur. Durch ihren mysteriösen Fund gerät sie ins Visier einer Sekte, die besessen von der Suche nach dem legendären Heiligen Gral ist. Parallel dazu werden die Erlebnisse einer jungen Frau zu Beginn des 13. Jahrhunderts erzählt. Alaïs Pelletier du Mas Vater ist einer von drei Gralhütern. Als er bei einem Kreuzzug stirbt, überträgt er seiner Tochter die Verantwortung. Somit vereint Alaïs und Alice nicht nur ein ähnlicher Name, sondern auch ein ähnliches Schicksal: beide Frauen werden zur Zielscheibe von Gralsjägern. Während die eine das Geheimnis um jeden Preis bewahren will, versucht die andere 800 Jahre später, das geheimnisvolle Rätsel zu lösen.

ATMOSPHÄRE TOP – SCHAUSPIELER NA JA

Wie auch schon bei den Ken-Follett-Verfilmungen "Die Säulen der Erde" und "Die Tore der Welt" liegt der Reiz dieses Mittelalter-Thrillers in der atmosphärisch dichten und authentischen Darstellung der damaligen Zu- oder besser Missstände. Die Epoche präsentiert sich als blutig und trist. Es gibt ein bisschen Erotik, düstere Machenschaften und natürlich jede Menge Morde und Schlachten zu sehen. Die große Stärke des Zweiteilers ist dabei eindeutig die Bildgestaltung. Weniger überzeugen können hingegen die Schauspieler. Die in Deutschland recht unbekannten Hauptdarstellerinnen Vanessa Kirby (Alice) und Jessica Brown-Findlay (Alaïs) machen ihre Sache ganz gut, wobei die Synchronisation teilweise unprofessionell wirkt. Eher nervig sind hingegen Tom Felton (Harry-Potter-Gegenspieler) als Viscount Trencavel und vor allem die Italienerin Claudia Gerini. Die Anführerin einer Geheimsekte kommt etwas unbeholfen und daher völlig unglaubwürdig herüber.

FAZIT

Mittelalter-Fans kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten. Und wer sich grundsätzlich für mystische Schatzsuchen interessiert, ebenfalls. Gegen die Geschichte an sich ist nichts einzuwenden. Aber Das verlorene Labyrinth ist ganz klar ein TV-Film und eben kein Kino-Hit.

Das verlorene Labyrinth

Historischer Mystery-Thriller, D/ USA 2012

Regie: Christopher Smith

Darsteller u. a.: John Hurt, Tom Felton, Tony Curran

Verleih: Kochmedia

VÖ: 16. Januar 2013

www.labyrinth-tv.com

 

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