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09. Aug 2016

Entertainment

UNICUM schaut: Stirb Langsam – Ein guter Tag zum Sterben

-ARCHIV-

Ab dem 14. Juni als Digital HD und ab dem 28. Juni auf Blu-ray & DVD erhältlich

Action mit hohem Schauwert

"Dad, könntest du versuchen, nur versuchen, dieses Mal nicht so ein großes Chaos zu verursachen?" – Lucy (Mary Elizabeth Winstead) ahnt nichts Gutes auf dem Weg zum Flughafen. Immerhin gerät Vater John McClane in schöner Regelmäßigkeit in ziemlich großen Schlamassel, aus dem er sich jedoch stets mit einer Menge Glück und schlagfertiger Überzeugungskraft befreien kann. 

Doch die Reise nach Moskau ist unumgänglich, schließlich soll Jack McClane (Jai Courtney) dort im Gefängnis sitzen und auf einen Gerichtsprozess warten. In Russland angekommen kreuzen sich die Wege von Vater und Sohn relativ schnell: Das Justizgebäude wird zum Ziel eines Anschlags auf den Hauptverdächtigen Yuri Komarov (Sebastian Koch), John versucht den Überblick zu behalten – und entdeckt dabei, wie sich Jack mit dem Mitgefangenen aus dem Staub machen will! "So nicht!" denkt sich der "alte Herr" – und vermasselt seinem Junior die Tour. Denn wie sich herausstellt, arbeitet Sohn Jack für die CIA. Dies soll aber nicht die einzige Überraschung in Russland bleiben ...

Den Zuschauer erwarten dagegen nur wenige echte Überraschungsmomente: "Stirb Langsam – Ein guter Tag zum Sterben" bietet zwar die ein oder andere vertrackte Wendung, insgesamt ist die Story aber eher dünn geraten. Schade, denn dabei bietet der Actionfilm viele Ansatzpunkte, die von den Drehbuchschreibern nur allzu gerne etwas nebensächlich behandelt wurden. So hätte die komplizierte Vater-Sohn-Konstellation echtes Potenzial für Buddy-Action geboten, auch die Gegensätze zwischen Russland und den USA hätte man mit Augenzwinkern umsetzen können. So gibt es nur eine recht plumpe Familienzusammenführung im Angesicht des Todes und einige wenige klischeehafte Anspielungen. 

Wo die Story für einige Minuspunkte sorgt, trumpft dagegen die Action richtig auf. In den nur knapp 98 Minuten legt Regisseur John Moore ("May Payne") richtig los und liefert Explosionen, Verfolgungsjagden und Schießereien mit hohem Schauwert. Das Tempo lässt bei den vielen Manövern und Konfrontationen kaum jemals nach – diese Bilder dürften nicht nur "Stirb Langsam"-Fans Freude bereiten.

Schauspielerisch gibt's kaum etwas zu bemängeln: Bruce Willis gibt den alternden Haudegen mit schlafwandlerischer Sicherheit, Newcomer Jai Courtney empfiehlt sich als Action-Nachwuchs und der deutsche Sebastian Koch verleiht dem zwielichtigen Russen Komarov unter den ansonsten etwas konturlosen Gegnern ein Gesicht. 

Die packende Action und die routinierten Darsteller können aber spätestens ab dem Punkt nicht mehr von der hanebüchenen Story ablenken, an dem es für die Protagonisten mit dem Auto nach Tschernobyl geht. Ja, genau das Tschernobyl, das ca. 1.000 km von Moskau entfernt ist. In "Stirb Langsam"-Zeitrechnung scheint es dagegen nur ein kleiner Katzensprung zu sein. Nun gut, danach wird wenigstens wieder ordentlich Rambazamba gemacht ...

"Stirb Langsam – Ein guter Tag zum Sterben" ist ein solider Actionfilm, der der langlebigen Reihe neues Leben einhaucht. Kleine Anspielungen auf die vorherigen Filme sorgen ebenso wie die handfeste Action für ein kurzweiliges Vergnügen – solange man nicht über die teilweise arg konstruierte Story stolpert.

Stirb langsam 5 - Ein guter Tag zum Sterben

Action, USA 2013

Regie: John Moore

Darsteller u.a.: Bruce Willis, Jai Courtney, Sebastian Koch

Verleih: 20th Century Fox Home Entertainment

VÖ: 14. Juni 2013, Digital HD / 28. Juni, DVD & Blu-ray

www.facebook.com/StirbLangsamFilme

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