Foto: Universal Pictures
Foto:

09. Aug 2016

Entertainment

UNICUM schaut: TED

-ARCHIV-

Seit dem 06. Dezember 2012 gibt es die Erfolgskomödie auf DVD.

Es begann im Jahre 1985…

Als kleines Kind bekommt John von seinen Eltern zu Weihnachten einen Teddy geschenkt. So wie viele Kinder wünscht sich auch John (Mark Wahlberg), dass sein Kuschelfreund lebendig wird. Allerdings wird sein Wunsch erfüllt und ab dem Zeitpunkt sind die beiden „Donnerfreunde fürs Leben“. Dieses Versprechen halten Ted und John auch wirklich, denn der Teddy zieht später sogar mit in die gemeinsame Wohnung von John und seiner Freundin Lori (Mila Kunis) ein.

Drogen, Frauen und Partys sind die Hauptbestandteile in Teds Leben und auch John kann sich von den Betäubungsmitteln nicht ganz frei sprechen. Gemeinsames Bong-Rauchen auf dem Sofa ist bei den beiden nämlich schon zur Gewohnheit geworden. So kommt was kommen muss und Lori will, dass Ted auszieht. Dem Auszug folgen trotzdem weitere Partys und verantwortungsloses Verhalten, sodass die Beziehung zwischen John und Lori in die Brüche geht. Und nicht nur die, auch die Freundschaft zwischen den Donnerfreunden gerät ins Schwanken. Aber bei einem Märchen geht ja eigentlich immer alles gut. Bei normalen Erzählungen zumindest…

Ein etwas anderes Märchen

Seth MacFarlanes hat mit dem Konzept des Teddybären, der zum Leben erwacht, voll ins Schwarze getroffen. Er begeisterte Millionen von Zuschauern mit seinem Film, der zu einer der erfolgreichsten Erwachsenen-Komödien gehört.

Der Anfang ist so aufgebaut, dass die Geschichte wie ein Weihnachtsmärchen wirkt. Ein Erzähler, mit der typisch sanften und beruhigenden Stimme, beginnt am Anfang des Films mit den Worten: „Es heißt, dass die Magie schon vor langer Zeit aus unserer Welt verschwunden sei (…) für all jene, die die wunderbaren Visionen kindlicher Augen verloren haben, kommt hier die Geschichte von einem kleinen Jungen und einem magischen Weihnachtswunsch, der sein Leben für alle Zeiten verändern sollte.“ Das tut er auch – aber leider vorhersehbar.

Auf die Idee des lebendigen Teddybären wurde eine typische Liebesgeschichte gepackt, die ihre Höhen und Tiefen hat. Gut ist, dass MacFarlanes Lori nicht als Zicke darstellt, die Teds und Johns Verhalten einfach nur kindisch und peinlich findet, sondern sie darin integriert. Ein großer Teil innerhalb der ungewöhnlichen Freundschaft spielt der ursprüngliche Comicheld Flash Gordon. Er hat ihnen in ihren prägendsten Zeiten gezeigt was Richtig und was Falsch, was Gut und was Böse ist. Das Treffen mit dem Idol sollte ein Zeichen der zusätzlichen Festigung derer Freundschaft sein. Doch es ist offensichtlich, dass Ted und John nicht den ganzen Film über eine Friede-Freude-Eierkuchen-Freundschaft führen. So verwundert es nicht, dass irgendwann im Film der große Knall kommt und das Versprechen „Donnerfreunde fürs Leben“ auf der Kippe steht.

Nichts desto trotz, bekommt der Zuschauer das, was er im Vorfeld erwartet – Spaß. Glücklicherweise ist TED kein Film, bei dem die gesamten Lacher schon im Trailer gezeigt werden. Deshalb sind zwar ein, zwei Witzchen im Film schon bekannt, aber trotzdem gibt es immer wieder Späße, die unerwartet kommen. Da von vorn herein bei TED kein anspruchsvoller Film, mit einer tiefgründigen Geschichte erwartet wird, gibt es keine großen Enttäuschungen und ist einen Blick wert.

 

TED

Komödie, USA 2012

Regie: Seth MacFarlanes

Darsteller u.a.: Mark Wahlberg, Mila Kunis, Sam J. Jones

Verleih: Universal Pictures

VÖ: 06. Dezember 2012

Artikel-Bewertung:

3 von 5 Sternen bei 77 Bewertungen.