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09. Aug 2016

Entertainment

UNICUM schaut: The Man with the Iron Fists

-ARCHIV-

Martial-Arts-Spektakel von Rapper und Kung Fu-Fan RZA. Ab dem 04.04. fürs Heimkino erhältlich.

In bester Martial-Arts-Manier

Im China des neunzehnten Jahrhunderts wird Jungle Village zum Kampfplatz für rivalisierende Clans. Die Gewalt eskaliert als die Krieger und Söldner die Nachricht erreicht, dass sich eine große Ladung Gold auf den Weg in den kaiserlichen Palast befindet. Nicht nur die Schurkengruppen wollen sich die fette Beute nicht entgehen lassen, auch Bordellbesitzerin Madame Blossom (Lucy Lui) und der undurchsichtige Jack Knife (Russell Crowe) jagen nach dem Schatz.

Zen Yi (Rick Yune), auch X-Blade genannt, will hingegen seinen Vater Gold Lion (Kuan Tai Chen) retten, der von seinem Gegenspieler Silver Lion (Byron Mann) verraten und getötet wurde. Und der schweigsame Schmied (RZA) des Dorfes will eigentlich nur mit seiner Geliebten Lady Silk (Jamie Chung) aus dem Rattenloch verschwinden. Doch auch er sieht sich in die Kämpfe verwickelt als ihm Silver Lions Männer beide Unterarme abhacken, weil er für Zen Yi eine neue Rüstung geschmiedet hat. Der Schmied erhält nun metallene Hände und wird zum "Man with the Iron Fists".

Dazu gesellen sich dann noch das Gemini-Killer-Pärchen (Andrew Lin, Grace Huang), der Giftmörder Poison Dagger (Daniel Wu), der stählerne Kämpfer Brass Body (Dave Bautista) und und und ... Spätestens nach den ersten 30 Minuten weiß man als Zuschauer irgendwie auch nicht mehr genau, wer jetzt nun wie heißt und wer jetzt nun was machen will. Ist aber auch nicht wirklich wichtig. In bester Martial-Arts-Manier wird hier gemeuchelt und gehauen, was das Zeug hält. Die Kampfszenen wurden grandios von "Transporter"-Choreograf Corey Yuen umgesetzt, Ausstattung und Kostüme sind feudal. Dies entschädigt für die teilweise etwas krude und dünne Story. 

Neben der ganzen Action und den beeindruckenden Kämpfen fällt die schauspielerische Leistung nicht ganz so ins Gewicht. Der Film ist der Star. Einzig Russell Crowe bleibt mit seiner Präsenz in Erinnerung. Lucy Lui variiert dagegen einfach nur ihren "Kill Bill"-Charakter und auch über RZAs eher begrenzte mimische Talente kann getrost hinweg gesehen werden.

"The Man with the Iron Fists" ist durchgestylter Trash, Martial-Arts auf hohem Niveau mit einer Verbeugung vor den alten Klassikern, die Regisseur, Drehbuchautor und Produzent RZA so sehr verehrt. Wer den ersten Teil vom eben erwähnten "Kill Bill" mag, wird auch "The Man with the Iron Fists" gut finden – obwohl letzterer nicht dessen Kultpotenzial erreichen kann. Aber immerhin wird er zumindest von Quentin Tarantino präsentiert. Ist ja auch so etwas wie ein kleines Qualitätssiegel.

The Man with the Iron Fist

Martial-Arts/Action, USA 2012

Regie & Story: RZA

Darsteller u.a.: RZA, Russell Crowe, Lucy Liu, Rick Yune

Verleih: Universal Pictures

VÖ: 04. April 2013

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