Viola Davis (links, als Nona Alberts) und Maggie Gyllenhaal (rechts, als Jamie Fitzpatrick) in Um Klassen besser | Foto: COPYRIGHT © 2013 WALDEN MEDIA, LLC. ALL RIGHTS RESERVED & polyband Medien GmbH/Kerry Hayes
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09. Aug 2016

Entertainment

UNICUM schaut: Um Klassen besser

-ARCHIV-

Regeln sind da, um gebrochen zu werden – Seit dem 26. Juli auf DVD und BD

Leg dich besser nicht mit einer Mutter an!

Jamie Fitzpatrick (Maggie Gyllenhaal) ist Hausfrau, Mutter, Barkeeperin – und tut alles dafür, dass ihre Tochter (Emily Alyn Lind) die Chance auf eine bessere Zukunft bekommt. Denn Malia leidet an Legasthenie und kann nur schlecht lesen und schreiben. Klar, dass Jamie verärgert ist, als sie von den schlechten Zuständen in der Schule ihrer Tochter erfährt. Die Legasthenie wird von der Klassenlehrerin völlig vernachlässigt und auch nach ernsten Gesprächen mit ihr und dem Schulleiter spricht nichts für eine Besserung. Zusammen mit der schwarzen Lehrerin Nona Alberts (Viola Davis), die selber einen Sohn mit Lernstörungen hat, lehnt die resolute Jamie sich gegen die Schule und die Gewerkschaft auf. Mithilfe einer Elterninitiative wollen die beiden Mütter gemeinsam eine neue Schule eröffnen, um ihren Kindern die nötige Bildung zu ermöglichen. Das zunächst einfach erscheinende Vorhaben wird vom Schulleiter, der Lehrerschaft und der Gewerkschaft boykottiert. Und so beginnt Jamies Kampf um soziale Gerechtigkeit, Bildungsgleichheit und um den Respekt der eigenen Tochter.

Auch wenn das Thema der sozialen Gerechtigkeit eher oberflächlich behandelt wird, macht Regisseur Daniel Barnz in "Um Klassen besser" doch deutlich, worum es ihm geht. Der bittere Kampf der Mutter um eine erfüllte Zukunft für ihre Tochter ist rührend. Ebenso das Leid, welches die kleine Malia zu verspüren scheint, wenn sie mit ihrer Legasthenie der Klasse ausgesetzt ist. Die Bildungsprobleme werden zwar vereinzelt herausgestellt, jedoch wird mit "Um Klassen besser" eher das Herz als das Gehirn des Zuschauers angesprochen. Ein Happy End ist vorhersehbar und die Thematik stark vereinfacht, was den Film an der Realität vorbeischrammen lässt.

Die gute Besetzung und die starke schauspielerische Leistung der Oscar-nominierten Viola Davis machen "Um Klassen besser" dennoch reizvoll. Am Ende bleibt ein gutes Gefühl, gleichzeitig kann man über die dargestellten schlechten Bildungszustände in den USA nur den Kopf schütteln. Lange bleibt die Story jedoch nicht im Gedächtnis, so ist es letztendlich doch nur ein kurzweiliger Unterhaltungsfilm.

Um Klassen besser

Drama, USA 2013

Regie: Daniel Branz

Darsteller u.a.: Maggie Gyllenhaal, Viola Davis, Oscar Isaac, Holly Hunter

Verleih: Polyband Media

VÖ: 26. Juli 2013

www.polyband.de/umklassenbesser

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