UNICUm spielt: FIFA 14
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09. Aug 2016

Entertainment

UNICUM spielt: FIFA 14

-ARCHIV-

Fußball nah an der Realität

Ende 2013 kommen die neuen Konsolen, PlayStation 4 und Xbox One, auf den Markt. Die Erwartungen an die Spiele sind hoch: Grandiose Grafik und noch realistischere Welten und Figuren. Vor dem Release der neuen Konsolen hat EA jedoch FIFA 14 für die "alten" Geräte veröffentlicht. Kann es da dann überhaupt lohnenswerte Verbesserungen geben, wenn die Spielewelt nur noch auf die PS4 und die XBox One wartet? Ja! Die Spielemacher von EA beweisen, dass das geht. Auch wenn es keine großen Innovationen gibt, trumpft FIFA 14 mit kleinen, aber feinen Verbesserungen auf. Realitätsnähe lautet dabei das Stichwort. Außerdem spielt Taktik eine Rolle. Unerfahrene Spieler haben es schwer da mitzukommen.

Das Menü wurde komplett überarbeitet. Im Vergleich zu FIFA 13 ist es wesentlich moderner und übersichtlicher. Insgesamt erinnert das Menü stark an Windows 8. Sonst gibt es optisch keine großen Veränderungen. 

Die Möglichkeiten

Zahlreiche Ligen, zum Beispiel die erste und zweite Bundesliga, vier Ligen der englischen Premiere League, die Primera und Segunda División aus Spanien, die italienische Serie A und B, sorgen für eine große Auswahl. Im Modus "FIFA Ultimate Team" kann jeder sein eigenes Team aus über 11.000 Spielern zusammenstellen. Die besten Spieler bilden dabei nicht unbedingt das beste Team. Die Chemie zwischen den Personen muss stimmen und sie müssen auf ihren bevorzugten Positionen spielen dürfen. Dann erst kommt das Ulimate Team auch zum Erfolg.  

Die Kommentatoren

Bereits zum vierten Mal heißt das Kommentatoren-Team Frank Buschmann und Manni Breuckmann. Eine Verbesserung zu den Vorjahren liefert FIFA 14 da leider nicht. Nach ein paar Spielen sind alle Phrasen einmal durchgelaufen und die Wiederholungen häufen sich. Zwar sind die Hintergrundinfos zu den Vereinen ganz nett, wer aber zu oft mit den gleichen Clubs spielt, kann auch diese irgendwann mitreden. Schade ist, dass die Kommentatoren bei gefährlichen oder spannenden Situationen wenig bis gar nicht ausflippen oder völlig zusammenhanglose Aussagen machen. Das irritiert vor allem im Ein-Spieler-Modus. Ein bisschen mehr Abwechslung oder ein zweites Kommentatoren-Team wäre schön.

Die Spieler

Bei der Mimik und Gestik hat sich nicht viel getan. In Nahaufnahmen wirken die Spieler meist ausdruckslos. Besonders statisch sind die Gesichter beim Torjubel. Im richtigen Spiel hingegen gibt es deutliche Verbesserungen. Die Bewegungsabläufe sind rund und die Fußballer sind um einiges wendiger. Richtungswechsel wirken täuschend echt und die Sprints der einzelnen Spieler sind an ihre individuellen Fähigkeiten angepasst. Genauso ist es bei der Ballannahme. Die Fußballer nehmen die Bälle nicht mehr alle gleich gut an und das macht das Spiel attraktiv, denn auch auf dem echten Feld gibt es Unterschiede bei der Ballannahme. Es kommt immer darauf an, wie die Qualitäten des jeweiligen Spielers sind und wie gut und präzise der Ball geschossen ist.

Viel verändert hat sich auch bei den Laufwegen. Der Platz wird viel besser ausgenutzt. Die, die gerade nicht aktiv am Ball sind, bieten sich an und lösen sich von den Gegenspielern. Ganz so intelligent wie der echte Bayernstar Thomas Müller, der als „Raumdeuter“ bekannt ist, ungewöhnliche Laufwege findet und dadurch die Spiele öffnet, sind die FIFA-Spieler aber noch nicht.

Das Spiel

Die größte Veränderung gibt es in der Ballphysik. Früher flog der Ball relativ gerade, jetzt wird der Wind berücksichtigt und der Ball flattert. Die neue Funktion "Pure Shot" ermöglicht, dass die Spieler ihre Schrittlänge zum Ball vor dem Schuss anpassen und sich so in Position stellen, dass sie den Ball optimal treffen. Dadurch fallen viel schönere und authentischere Tore als zuvor. Im Vergleich zu FIFA 13 wird bei FIFA 14 sehr viel mehr Wert auf das Aufbauspiel gelegt. Hat ein Spieler den Ball, kann er in der Regel nicht einfach so zum gegnerischen Tor durchlaufen. Es sind sofort Abwehrspieler zur Stelle, die versuchen in den Zweikampf zu gehen.

Außerdem ist jetzt Pressing machbar. Früher bleiben die Mitspieler häufig einfach stehen, wenn ein Teammitglied am Ball war und von der gegnerischen Mannschaft bedrängt wurde. Jetzt greifen die Mitspieler ein, kommen zur Hilfe, nehmen den Ball ab und tragen Zweikämpfe aus. Deswegen ist sehr viel mehr Taktik gefragt. Ohne Kombinationen und präzise Pässe im Mittelfeld ist es schwer überhaupt zum Torabschluss zu kommen. Insgesamt wurde dem Spiel ein bisschen Tempo genommen und dadurch mehr Platz für taktische Überlegungen und Handlungen geschaffen. Unerfahrene "Hau-drauf-Zocker" können da kaum mithalten. Es kostet viel Zeit und Übung, bis die Tricks und Kniffe sitzen. Wer Ahnung von Fußball hat, ist klar im Vorteil.  

Fazit

FIFA 14 ist auf jeden Fall ein super Fußballspiel, das in punkto Realität deutlich nachgelegt hat und Taktikern eine Menge Freude bereitet. Perfektionierte Bewegungsabläufe sorgen für ein flüssiges Spiel. Große grafische Verbesserungen bleiben aber aus und kommen dann wohl erst ab November 2013 auf den neuen Konsolen zum Vorschein.

Fifa 14

EA Sports

Getestet für: PlayStation3

USK ab 0

Mehr Infos unter www.eagames.de

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