Foto: Presse "NBA 2K13"
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09. Aug 2016

Entertainment

UNICUM spielt: NBA 2K13

-ARCHIV-

Ballzauber mit jeder Menge Jay-Z

Die NBA-Welt ist voller cooler Typen, irgendwie passt Jay-Z da wirklich gut hinein. Seine Musik macht die Basketball-Simulation ein wenig massentauglicher, könnte man meinen. Im Grunde jedoch passen die Tracks vor allem zu diesem Gefühl, das man hat, wenn man die Stars der Basketball-Szene bewundert, wie sie gefühlt meterhoch durch die Lüfte springen, spektakuläre Dunks erzielen oder mal wieder einen Dreier ins Netz zaubern.

Die Steuerung muss man üben

„NBA 2K13“ bringt dieses Gefühl ins Spiel und ermöglicht nicht nur eingefleischten Basketball-Fans, gekonnt zu dribbeln, zu passen und jede Menge Körbe zu erzielen. Wer allerdings mit der Steuerung nicht vertraut ist, sollte einige Zeit in den Übungsmodus investieren. Der Umgang mit dem Ball erfordert viele Kombinationen der beiden Analogsticks und der Tasten, die man erst nach und nach lernen und sich gründlich einprägen und aneignen muss. Ohne dieses Grundwissen macht „NBA 2K13“ nämlich nur halb soviel Spaß. Schließlich kennt die gegnerische KI keine Gnade, von menschlichen Widersachern mal ganz abgesehen.

Hat man die Steuerung einmal intus, kann man nicht nur on- und offline in unendlich viele Matches einsteigen, sondern sich vor allem im Karriere-Modus komplett in die NBA-Welt hineinziehen lassen. Man steigt mit einem selbst erstellten Basketballer ein, der als aufstrebendes College-Talent in den Wettstreit mit anderen Talenten aus den USA um die besten Plätze in den NBA-Mannschaften kämpfen muss. Nach einem Auswahlspiel wird man von verschiedenen Talentscouts der NBA-Teams zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen und beantwortet Fragen. Anschließend erlebt man die komplette Auswahl der College-Talente für die NBA-Teams mit. Hat man einen der Talentscouts überzeugt und sich für ein bevorzugtes Einsteigerteam entschieden, erfährt man in der Auswahlentscheidung, ob die Karriere starten kann. Erst nach diesem Prozedere beginnt der eigentliche Karriereverlauf in der NBA. Der Karrieremodus beweist soviel Liebe zum Detail, dass es fast schon zuviel wird.

Liebe zum Detail

Optisch präsentiert sich „NBA 2K13“ ebenfalls mit viel Liebe zum Detail. Die Kulissen wirken zwar teilweise etwas steif, aber das Spielgeschehen auf dem Court bietet flüssige Animationen und ausreichend Action, so dass die Tribüne sowieso nur Nebensache ist. Der Spielsound ist abgesehen von Jay-Zs Musik geprägt von den dominanten amerikanischen Spielkommentatoren, die in Originalsprache ebenfals den Flair des NBA hervorheben und zur Atmosphäre beitragen.

Die Wii U Umsetzung des Spiels überzeugt auf ganzer Linie. Das Gamepad eignet sich gut für die Steuerung. Der Touchscreen zeigt entweder die Spieler auf dem Spielfeld im Röntgenbild oder man lässt dort ebenfalls das Spielgeschehen anzeigen. Dann kann der Fernseher auch für andere Zwecke genutzt oder ausgeschaltet werden. Auffällig ist nur, dass die Bildschirmtexte auf dem Fernseher sehr klein sind. Da lohnt sich der Blick aufs Gamepad, dort kann man die nämlich besser lesen.

Fazit

„NBA 2K13“  ist nichts für den schnellen Spielspaß zwischendurch. Das Spiel bietet eine gelungene und komplexe Sportsimulation, die von gekonnten Ballmanövern lebt. Gerade Einsteiger müssen eine gewisse Zeit ins Training investieren, um sich die zahlreichen Tasten-Stick-Kombinationen für den nächsten filmreifen Slam Dunk einzuprägen. Dieses Spiel ist also garantiert nichts für Warmduscher. Aber sonst wären Jay-Zs basslastige Hip-Hop-Klänge irgendwie auch fehl am Platz.

NBA 2K13

Getestet für: Wii U

Auch erhältlich für: Xbox 360, Playstation 3, Wii, PC; Playstation Portable

Kostet: ca. 60 Euro

USK: ohne Altersbeschränkung

Mehr Infos: www.2kgames.de

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