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09. Aug 2016

Entertainment

UNICUM spielt: X-Men: Destiny

-ARCHIV-

Im 27. Spiel zu den X-Men Comics von Marvel trefft ihr auf all eure alten Freunde: Iceman, Marvel Girl und Cyclops sind genauso dabei, wie Wolverine und Gambit. Mutanten und Menschen wollen in X-Men Destiny nun in Frieden zusammenleben. Ein paar der Mutanten scheinen aber ein Problem damit zu haben und gefährden den Frieden auf Erden. Gleich zu Beginn müsst ihr entscheiden, ob ihr die Welt retten wollt oder euch der zerstörerischen Bruderschaft der Mutanten anschließen möchtet. Egal wofür ihr euch entscheidet, nach einer kurzen Video-Sequenz geht es direkt los mit der Schlägerei.

Leider ist der Kampfmodus, aus dem das Spiel hauptsächlich besteht, nicht besonders abwechslungsreich. Stupides X-und Y-Gedrücke macht jeden Gegner platt. Die bösen Buben glänzen auch nicht gerade durch Abwechslung. Eine Armee aus immer gleich aussehenden Männern versucht, euch mit immer den gleichen Bewegungen zu bekämpfen. Die künstliche Intelligenz (KI) fehlt dabei fast völlig. Deswegen stehen die Dümmsten von ihnen auch schon mal regungslos neben euch und warten darauf, verhauen zu werden. Selbst in der höchsten Schwierigkeitsstufe ist es fast unmöglich "Game Over" zu gehen.

Die Zusatzausrüstung macht das Spiel noch einfacher

Nett ist, dass ihr durch immer neu auftauchende Freunde wie Iceman oder Quicksilver Einfluss auf die Story nehmen könnt. Mit ihnen könnt ihr euch durch eine kleine Auswahl an Fragen unterhalten und die Geschichte mitbestimmen. So könnt ihr euch im Laufe des Spiels hin und wieder entscheiden, ob ihr neue Aufträge annehmen möchtet oder nicht. Das ist nett, aber eben auch nicht mehr. Ihr könnt euch in der Welt nicht frei bewegen, sondern folgt in der Geschichte einem dauerhaft gleich aussehenden Weg aus Häusertrümmern. Zwischendurch müsst ihr euch immer mal wieder für oder gegen einen Auftrag entscheiden. Danach geht es aber linear weiter. Im Laufe des Spiels bekommt ihr nach und nach neue Fähigkeiten und Anzüge, die das Spiel noch einfacher machen, als es eh schon ist.

 

X-Men Fans werden sich über die Vielzahl der verschiedene Charaktere freuen. Wer Filmsequenzen und eine kleine nette Storyline mag, hat mit X-Men: Destiny wenigstens bei der Geschichte Spaß, denn Filmchen gibt es reichlich. Alle anderen sind wohl eher genervt von den vielen Videosequenzen zwischen den Kampfmodi, die nicht zu überspringen sind. Die Kameraführung müsst ihr leider häufig manuell nachsteuern. Das stört beim Kämpfen und freien Bewegen. Auch die Physik lässt sehr zu wünschen übrig. Bäume, Trümmer und Steine stehen starr angeklebt herum. So etwas wie ein wechselndes Wetter - Überraschung - gibt es auch nicht. Die gesamte Grafik wirkt anno 1999 und ist in keiner Weise innovativ.

Fazit: 

Insgesamt ist das monotone Spiel viel zu leicht, wird extrem schnell langweilig und in kürzester Zeit durchzuspielen. Kaum ist eine Videosequenz passé, befördert der Spieler wieder einen Haufen Gegner durch stupides X/Y-Gedrücke auf den Pixel-Friedhof. Es folgt eine Sequenz, ein kurzes Gequatsche und dann wieder ein Haufen Gegner, die ihr spielend leicht fertig macht. Mal ein neuer Anzug hier, ein paar Fragen da, ein Haufen Gegner und dann wieder X/Y drücken. Und täglich grüßt das Superhelden-Murmeltier.

X-Men: Destiny

Getestet für: Xbox 360 Auch erhältlich für: Playstation 3, XBox 360, Nintendo 3DS & WiiPreis: ca. 50 Euro

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2.92 von 5 Sternen bei 119 Bewertungen.