Hirndoping ist nicht ungefährlich
Was sind eigentlich die Folgen von Hirndoping? Foto: Markus Spiske/Unsplash
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03. Nov 2021

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Lerntipps

Nein zu Hirndoping: Das sind die gesunden Alternativen

Was ist Hirndoping?

Anders als der Begriff vermuten lässt, ist Hirndoping keinesfalls verboten. Es handelt sich dabei um den Einsatz zugelassener, meist verschreibungspflichtiger Medikamente, die der Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit dienen sollen. In den letzten Jahren hat der Trend zum Hirndoping zugenommen, denn sowohl im Studium als auch bei der Arbeit wird Menschen immer mehr Leistung abverlangt. Um das Studium trotz der hohen Prüfungsdichte und den komplexen Lerninhalten erfolgreich abschließen zu können, suchen mehr und mehr Menschen nach Möglichkeiten, ihre Konzentrationsfähigkeit zu verbessern.

Was sind die Vorteile von Hirndoping?

Um das Lernpensum bewältigen zu können, werden psychoaktive Medikamente eingenommen, die den Geist wach halten, Müdigkeit entgegenwirken, die Konzentration fördern und den Lernprozess beschleunigen. Entscheidend ist dabei auch, dass die Medikamente beflügeln und so Prüfungsangst mindern können. Für viele ein wichtiger Punkt, denn alles Wissen nützt nichts, wenn man es in der Klausur nicht abrufen kann.

Welche Risiken gibt es bei Hirndoping?

Die Medikamente, die beim Hirndoping eingesetzt werden, wurden ursprünglich entwickelt, um spezielle Krankheiten und Symptome zu behandeln. Bisher ist noch nicht erforscht, welche Konsequenzen es haben kann, wenn gesunde Menschen die Präparate einnehmen, um ihre Leistung zu steigern. Bekannt ist jedoch, dass es zu starken Nebenwirkungen kommen kann, je nachdem, wie oft und in welcher Menge die Mittel eingenommen werden. Beispiele für Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Erschöpfungszustände, eine Veränderung der Persönlichkeit und Abhängigkeit. Auf psychologischer Ebene greifen Menschen, die solche psychoaktiven Mittel nutzen, auch im späteren Leben häufiger zu Rauschmitteln, die dann mitunter auch illegal sind.

Deine Alternative zu Hirndoping: Strategisches Lernen

Gesunde Alternativen zu Hirndoping

Herausforderungen im Studium oder auf der Arbeit sind normal. Statt zu gefährlichen Medikamenten zu greifen, kann man auf gesunde Strategien und Möglichkeiten zurückgreifen, um mit diesen Herausforderungen umzugehen.

Strategisch lernen

Ein großer Faktor für einen gesunden Umgang mit Stress und Druck im Studium ist eine gute Lernstrategie. Vor einer wichtigen Prüfung sollte man ausreichend Zeit zum Lernen einplanen, um nicht in letzter Minute in Panik zu verfallen. Viel Stoff oder geringe Lernerfolge können frustrierend sein, in solchen Fällen hilft es, die eigene Einstellung zu verändern und positives Denken zu praktizieren. Kleine Belohnungen zwischendurch, wie ein Abend mit Freunden oder das Lieblingsessen, dienen als Motivationshilfe. Auch Lerngruppen können eine tolle Möglichkeit sein, um Lernerfolge zu erzielen, denn jeder Student hat ganz individuelle Stärken.

Gesunde Ernährung

Gesunde Nahrungsmittel werden beim Lernen oftmals unterschätzt, denn viel lieber greift man in Stresssituation zu “Comfortfood”, wie Chips oder Schokolade. Natürlich ist gelegentlich nichts gegen diese Art von Snack einzuwenden, doch insgesamt sollte man vor allem in Lernphasen auf eine ausgewogene Ernährung achten. Zuckerhaltige Produkte lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen und wieder abfallen, was zu Müdigkeit und Konzentrationsschwäche führen kann.

Gesunde Alternativen wie Nüsse und Datteln und vollwertige Mahlzeiten mit komplexen Kohlenhydraten, Proteinen und Gemüse sorgen hingegen dafür, dass man über ausreichend Energie verfügt und leistungsfähiger ist. Die meisten Studenten haben zwar nur ein geringes Budget, doch dank der Angebote von Discountern kann man sich auch mit einem schmalen Geldbeutel gesund und lecker ernähren.

Gesunde Ernährung ist wichtiger als man denkt

Achtsamkeitstraining und Atmung

Um Stress zu reduzieren und den Fokus zu steigern, sind Achtsamkeits- und Atemübungen ideal. Sie lassen sich mit Leichtigkeit in den Alltag integrieren und können auch während der Prüfung ganz einfach eingesetzt werden, um Prüfungsangst entgegenzuwirken. Schon fünf Minuten Meditation am Tag reichen aus, um entspannter und dadurch aufnahmefähiger zu sein. Um Nervosität entgegenzuwirken, kann man mit einer Atemtechnik arbeiten, bei der man beim Ein- und Ausatmen langsam bis vier zählt. So wird das Nervensystem beruhigt und es fällt leichter, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Vor und während der Prüfung

Damit die Prüfung erfolgreich verläuft, sollte man es möglichst vermeiden, am Tag zuvor noch viel und lang zu lernen. Nährt man Körper und Geist stattdessen mit einem gesunden Abendessen, ausreichend Schlaf und einem ausgewogenen Frühstück, ist man körperlich und geistig ideal auf die Prüfung vorbereitet. Bei längeren Klausuren sollte man sich einige Snacks, wie Bananen oder Studentenfutter und ausreichend Wasser einpacken, für den Energiekick und die Erfrischung zwischendurch.

Mit diesen Alternativen kann man Hirndoping getrost den Rücken kehren und dennoch erfolgreich sein.

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