Von Spitzensportlern lernen
Spitzensportler haben stets ihr Ziel vor Augen | Foto: Thinkstock/endopack
Autorenbild

06. Jul 2015

Gastbeitrag

Prüfungstipps

Prüfungserfolg: Was Studierende von Spitzensportlern lernen können

Bestanden wird im Kopf!

Positive Gedanken bringen die guten Ergebnisse

Erfolgreiche Spitzensportler wissen: "Gewonnen wird im Kopf!" Aber was genau steckt dahinter? Wir haben die Macht, das Ergebnis mit unseren Gedanken maßgeblich zu beeinflussen. Wenn ein Sportler vor einem Wettkampf sagen würde: "Das kann ich gar nicht!" oder "Die anderen sind viel besser als ich!", weiß man, dass dieser Sportler kaum eine Chance hätte, zu gewinnen.

In Bezug auf uns selbst sind wir mit diesen negativen Phrasen allerdings schnell bei der Hand. Viel zu oft denken wir über uns schlecht. Das Ergebnis: Unser Unterbewusstsein setzt diesen Gedanken treu und brav um – wir fühlen uns schlecht und handeln dementsprechend. Die Kontrolle des eigenen inneren Dialogs ist also ganz entscheidend. Positive Gedanken bringen die guten Ergebnisse. Killerphrasen die schlechten.

Prüfungserfolg braucht Ziele

Positive Gedanken alleine reichen aber noch nicht aus, um eine Prüfung zu bestehen – geschweige denn, ein gesamtes Studium hochmotiviert durchzuziehen. Beim Spitzensportler dreht sich nahezu alles um Ziele. Große und kleine Ziele, Zwischen- und Endziele. Zu jedem Zeitpunkt ist der Sportler sich bewusst, was seine Ziele sind. Das spornt ihn an und gibt ihm die Kraft, teilweise jahrelange Vorbereitungsphasen hochmotiviert zu meistern.

Zugegeben, eine Prüfung ist dabei nicht gerade ein schönes Ziel. Aber ein Zwischenziel, das zu dem großen Ziel, dem gemeisterten Studium, führt. Die Frage lautet also: Was kommt danach? Was genau machst du mit einem erfolgreichen Studium in der Tasche? Wenn du diese Frage beantwortet hast, dann hast du den perfekten Antriebsmotor.

Erfolrgreich studieren: Mit Erfolgen und Fehlern

Erfolgreiche Spitzensportler machen eine Sache komplett anders, als wir es tun. Sie sammeln Erfolge und Fehler gleichermaßen. Beides führen sie sich permanent vor Augen. Die Erfolge bauen sie auf und stärken ihr Selbstvertrauen und bei den Fehlern wissen sie, was sie beim nächsten Mal besser machen müssen.

Wenn wir überhaupt einmal an unsere Erfolge denken, schmälern wir sie direkt. Fehler versuchen wir zu vermeiden und wenn sie dann doch passieren, schieben wir die Verantwortung schnell auf jemand anderen. Gerade im Studium bringt so ein Verhalten nichts. Auch die allerkleinsten Erfolge sammeln und Fehler als Chance zur Verbesserung sehen – so studiert man wie ein Champ!

Im Training wird nichts dem Zufall überlassen

Warum sind Spitzensportler so gut in dem, was sie tun? Weil sie es immer wieder trainieren. Training ist eine wissenschaftlich ausgeklügelte Angelegenheit. Nichts wird hier dem Zufall überlassen. Auf eine Belastung folgt eine Entspannung, dadurch entsteht früher oder später das perfekte Können.

Leider hat es das Schulsystem nie begriffen, dass dies eigentlich die Grundvoraussetzung für erfolgreiche Prüfungen darstellt. Das Ergebnis: Keiner weiß, wie man richtig lernt.

Die Lernforschung hat dabei ganz genaue Erkenntnisse. Lern von nun an strikt in 30-Minuten-Einheiten. Dazwischen baust du Pausen von fünf bis zehn Minuten ein. In den Pausen bewegst du dich, trinkst Wasser und sorgst für ausreichend frische Luft. Mit drei bis vier dieser Lerneinheiten speicherst du schon nach kurzer Zeit mehr ab als je zuvor.


Das Buchcover zu Bestanden wird im Kopf aus dem Springer Gabler VerlagUNICUM Buch-Tipp

Psychologin Dr. Gaby Mortan und Sportwissenschaftler Florian Mortan sind die Autoren des Buchs "Bestanden wird im Kopf!" (Springer Gabler Verlag).

Über 5.000 Teilnehmer haben bereits ihre Seminare besucht und mit den Strategien von Spitzensportlern ihre Prüfungen anschließend erfolgreich gemeistert.

Artikel-Bewertung:

3.37 von 5 Sternen bei 175 Bewertungen.