Uni-Sport
Uni-Sport: Für Jede/n etwas dabei! | Foto: Unsplash/Sabri Tuzcu/Dominik Wycisło/Filip Mroz

Freizeit

15.08.2016

Quidditch

Hochschul-Sport: Die 6 verrücktesten Angebote an deutschen Unis!

Schon mal was von Kin-Ball, Fuwate oder Trickbonen gehört? Hier sind die abgefahrensten Hochschulsport-Angebote 2016.

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26. Apr 2017

Nico Marius

Freizeit

Runter vom Sofa – ab zum Uni-Sport!

Infos, Tipps und Trends

Wie kann ich beim Uni-Sport mitmachen? Für wen gilt das Angebot?

Grundsätzlich gelten die Angebote des Uni-Sports natürlich für die Studierenden der jeweiligen Universität. Sobald du immatrikuliert bist, kannst du dich auch für die sportlichen Aktivitäten anmelden.

Die wichtigste Anlaufstelle ist hierbei das Sportzentrum, das dir alle relevanten Informationen liefert. Das Sportzentrum der Uni hat meistens eine eigene Internetseite, auf der du durch das aktuelle Kursprogramm stöbern und dich über die Anmeldefristen informieren kannst. Die Kurse werden unterteilt in Kurse, für die man sich in einer gewissen Frist anmelden muss und Kurse, zu denen du einfach nach Lust und Laune hingehen kannst.

Für Mannschaftssportarten wie Fußball oder Handball gibt es meistens keine bestimmte Anmeldephase und du kannst jede Woche spontan entscheiden, ob du hingehen magst. Diese Angebote sind in der Regel auch kostenlos. Sportarten wie Aqua Zumba oder Stand Up Paddling, bei denen gewisse Sportgeräte und professionelle Übungsleiter benötigt werden, sind nicht kostenfrei. Die Preise sind aber studentenfreundlich und bewegen sich meist zwischen 20 bis 60 Euro für das komplette Semester.

Bei Kursen mit Anmeldefrist ist es besonders wichtig, dass du diese auch einhältst, da es meist einen großen Andrang gibt. Die Anmeldung erfolgt entweder online oder persönlich im Sekretariat des Sportzentrums. 

Warum sollte ich das Sportangebot nutzen?

Der Uni-Sport bietet dir viele Vorteile. Zunächst mal ist es eine gute Gelegenheit neue Kontakte außerhalb deiner WG und deines Studiengangs zu knüpfen. Beim Sport kommen Studenten aller Fakultäten und unterschiedlichen Alters zusammen. Da man bei den meisten sportlichen Aktivitäten automatisch ins Gespräch kommt und ein Team bildet, ist es relativ einfach neue Freunde zu finden.

Zudem ist die körperliche Anstrengung ein geeigneter Weg, um dem Semesterstress für ein paar Stunden zu entfliehen. Durch das "Auspowern" wirst du dich am Ende des Tages besser und aktiver fühlen. Ein weiterer Vorteil ist natürlich, dass du neue Sportarten ausprobieren und für dich entdecken kannst. Der Uni-Sport bietet nicht nur klassische Sportarten (Fußball, Handball, Basketball), sondern auch Sachen wie Floorball, Bogenschießen oder Military Fitness an. Somit sollte auch für dich etwas Passendes dabei sein.

Unsere Sporttipps für das kommende Sommersemester

Wir haben uns umgeschaut und für dich drei Sportarten rausgesucht, die dich fit durch das Sommersemester bringen.

Yoga

Wenn du den Prüfungsstress hinter dir lassen möchtest, eignet sich Yoga am besten. Yogaübungen implizieren einen ganzheitlichen Ansatz, der Körper, Geist und Seele auf eine meditative Stufe bringen soll. Durch die Konzentration auf die jeweilige Übung und eine kontrollierte Atemtechnik wird eine innere Gelassenheit angestrebt. Wenn du also Lust auf Figuren wie die "Heuschrecke" oder den "Herabschauenden Hund" hast, solltest du Yoga ausprobieren.

Stand Up Paddling (SPU)

Seit einigen Jahren ist Stand Up Paddling ein beliebter Sommersport in Deutschland und auch Universitäten wie Hamburg, Bamberg oder Berlin bieten mittlerweile Kurse an. Beim SPU stehst du auf einem kleinen Surfbrett und paddelst mit einem Stechpaddel. Diese Sportart fördert besonders deinen Gleichgewichtssinn und trainiert deinen ganzen Körper. Besonders an heißen Sommertagen bietet dir Stand Up Paddling eine erfrischende Ablenkung zum Uni-Alltag.

Ultimate Frisbee

Ultimate Frisbee ist eine Sportart, die von US-amerikanischen Studenten erfunden wurde. Hierbei spielen zwei Mannschaften gegeneinander und versuchen die Frisbeescheibe in die Endzone des Gegners zu werden. Wird die Scheibe in der Endzone gefangen, erhält diese Mannschaft einen Punkt. Das Besondere: Es wird ohne Schiedsrichter gespielt, die Entscheidungen werden allesamt von den Spielern getroffen.


Einmal wie Harry Potter sein? Beim Uni-Sport kein Problem!

Mit einem Besen über das Feld rennen und versuchen, Bälle durch Ringe zu werfen? Klingt im ersten Moment komisch, wird aber mittlerweile zum Trend in Deutschland. Gemeint ist natürlich Quidditch. Der Sport, der eigentlich in Hogwarts stattfindet, wird auch außerhalb der Zauberwelt von "Harry Potter" immer populärer. Es gibt sogar Europameisterschaften und die Universität Bamberg bietet für das kommende Semester erstmals einen Qudditch-Kurs an. Wir haben uns mit dem Quidditch-Team Bamberg zum Interview getroffen, um mehr über diese Sportart zu erfahren.

Quidditch Uni Bamberg

UNICUM: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ein Quidditch-Team zu gründen?
Unsere Kapitänin Kristina ist durch ihre Freundin auf den Sport gekommen. Diese spielt schon seit Jahren in England, sogar auf Nationalteam-Ebene. Kristina hat dann in München beim Aufbau eines Teams geholfen und eine Weile dort gespielt, wollte dann nach ihrer Rückkehr nach Bamberg auf keinen Fall mehr auf Quidditch verzichten. Da es hier noch kein Team gab, hat sie kurzerhand eins gegründet!

Wie wurde die Idee anfangs von den anderen Studenten aufgenommen?
Generell ist die Reaktion immer ähnlich: man wird zuerst belächelt und als Nerd abgestempelt. Meistens ist dann aber das Interesse doch so groß, dass weiter nachgefragt wird, wie Quidditch funktioniert, ob wir tatsächlich fliegen, echt mit Besen zwischen den Beinen und wie der Schnatz funktioniert. Die meisten, die sich tatsächlich trauen, zum Training vorbeikommen und es ausprobieren, bleiben. Quidditch macht einfach unheimlich viel Laune.

Was fasziniert euch an dieser Sportart?
Da gibt es unheimlich viele Aspekte. Einmal ist Quidditch eine Sportart, die es geschafft hat, aus einem Roman in die Wirklichkeit zu treten, und das nicht nur als Roleplay, sondern wirklich auf einem Level, das von der Intensität und Komplexität her mit anderen anerkannten Sportarten absolut mithalten kann. Dann ist es eine der wenigen Sportarten, die in gemischtgeschlechtlichen Teams gespielt werden, vielleicht die Einzige mit einer sogenannten "Gender-Rule". Diese besagt, dass maximal 4 Personen der gleichen Geschlechtsidentität gleichzeitig auf dem Spielfeld stehen dürfen. Das macht den Sport sehr inklusiv, gerade auch für trans* und non-binary Personen. Außerdem ist diese Sportart selbst noch sehr jung, was auch zur Folge hat, dass sie a) von jungen Leuten weltweit organisiert wird und b) sich noch in ständigem Wandel befindet, man kann sie also aktiv mitgestalten und, wenn man derartige Ambitionen pflegt, innerhalb der Community schnell aufsteigen und Rollen übernehmen, die in anderen Sportarten den Alteingesessenen vorbehalten sind.


InfoKurz & kompakt:

Der Uni-Sport ist eine gute Möglichkeit, um neue Kontakte zu knüpfen, neue Sportarten auszuprobieren und dich selbst in Form zu bringen. Wichtigste Anlaufstelle ist das Sportzentrum der Universität, bei dem du alle Informationen rund um die Anmeldung und das Sportangebot bekommst.

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