Junger Mann mit Taschenrechner
Der anstrengende Teil des Studierens: Die Finanzen verwalten. | Foto: Thinkstock/Wuthanfoto

Geld & Finanzen

05.02.2015

Sparen wie die Schwaben

Sparen wie die Schwaben: Unnötige Kosten im Alltag vermeiden

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Geld & Finanzen

Die Finanzen im Griff behalten – so gelingt es!

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Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Für die Finanzierung eines Studiums gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die sich häufig gut kombinieren lassen. Hier eine Übersicht der Finanzierungsmöglichkeiten, die wir für dich anschließend genauer unter die Lupe nehmen:

  • Unterstützung durch die Eltern
  • Stipendium
  • BAföG
  • Kredit
  • Jobben

Eltern

Wenn es an die Planung des Studiums geht, sollten die Eltern mit ins Boot geholt werden. Es ist hilfreich offen zu besprechen, inwieweit deine Eltern eine Möglichkeit haben, dich finanziell zu unterstützen. Im besten Fall können sie für das Studium und deine weiteren Lebenshaltungskosten aufkommen. Doch selbst wenn dich deine Eltern nicht vollkommen finanziell unterstützen können, stellt jeder mögliche Betrag eine große Unterstützung und Entlastung für dich dar.

Stipendium

Um das Studium zu finanzieren, bewerben sich jedes Jahr zahlreiche Studenten für ein Stipendium. Diese werden von verschiedenen Institutionen wie Unternehmen, Stiftungen oder staatlichen Einrichtungen vergeben. Dabei kommt es bei einem Stipendium nicht nur auf die Noten an, sondern auf unterschiedliche Kriterien, welche vom jeweiligen Träger vorgegeben werden.

Das kann eine besondere sportliche Leistung sein oder auch die Ausübung eines Ehrenamtes. Um dich für ein Stipendium zu bewerben, musst du das passende Programm finden und ein Anschreiben inklusive Lebenslauf vorbereiten und verschicken. Die Bewerbung ist zunächst mit etwas Aufwand verbunden, wer allerdings ein Stipendium ergattert, kann langfristig viel Geld sparen. 

BAföG

Auch der Staat bietet Studierenden eine finanzielle Unterstützung in Form von BAföG. Dabei ist eine Hälfte ein staatlicher Zuschuss und die andere Hälfte des Förderbetrags steht als zinsfreies Darlehen zur Verfügung. Somit muss später lediglich die Hälfte der aufgenommenen Summe zurückgezahlt werden. Bei frühzeitiger Tilgung gewährt der Staat einen zusätzlichen Nachlass auf die Summe. 

Bafög-Antrag Formular

Wer einen Anspruch auf BAföG hat, ist dabei nicht ganz einfach festzustellen. Hier prüft das Bundesministerium für Bildung und Forschung jeden Antrag individuell. Entscheidend ist unter anderem die Höhe des Einkommens der Eltern. 

Für wen die ersten drei Finanzierungsmöglichkeiten nicht in Frage kommen, für den gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich das Geld für das Studium bei Banken zu leihen. Unter den unterschiedlichen Arten von Darlehen ist der Bildungs- oder Studienkredit am geeignetsten. Dieser wird von verschiedenen Banken und Förderbanken angeboten und ist auf die besondere Situation der Studierenden zugeschnitten. Die Besonderheit hierbei ist, dass die Studierenden das Darlehen nicht in einer Summe erhalten, sondern in Form von monatlichen Auszahlungen. Dies ist in drei Phasen unterteilt:

  1. Auszahlungsphase
    In der Auszahlungsphase erhält man den monatlich vereinbarten Betrag. Auf den bereits in Anspruch genommenen Betrag werden von Anfang an Zinsen berechnet und abgezogen. Sonderzahlungen, z.B. für ein Auslandssemester, sind bei vielen Anbietern möglich.
  2. Ruhephase
    Die Ruhephase (manchmal auch Karenzzeit genannt) ist eine tilgungsfreie Zeit, die vielen Absolventen zunächst eine entspannte Jobsuche ermöglicht. In dieser Phase müssen nur Zinsen abbezahlt werden. Die Tilgung der eigentlichen Kreditsumme beginnt erst nach einer zuvor abgesprochenen Zeit (in der Regel maximal zwei Jahre).
  3. Rückzahlungsphase
    Für die Rückzahlung wird ein individueller Tilgungsplan erstellt. Eine monatliche Rate, welche sich aus Zinsen und Tilgung zusammensetzt, wird vom Konto eingezogen. Die Bedingungen der Rückzahlung sind bei jedem Institut unterschiedlich.

Am Ende des Studiums ist bei einem Studentenkredit oft eine erhebliche Summe zwischen 30.000 und 50.000 Euro entstanden. So kommen schnell hohe monatliche Raten zusammen. Es ist deshalb besonders wichtig, vorab zu prüfen, ob angemessene Zinskonditionen bestehen und inwieweit eine künftige Rate tragbar ist.

Jobben

Für viele Studierende führt trotz diverser Förderungen kein Weg an einem Nebenjob oder einer Werkstudententätigkeit vorbei. Da du dabei nebenbei auch wertvolle berufliche Erfahrung sammeln kannst, solltest du diese Möglichkeit auf jeden Fall in Betracht ziehen. Jeder Student muss jedoch für sich entscheiden, ob es etwa neben dem Lernaufwand möglich ist, mehrere Stunden in der Woche zu arbeiten.

Eine weitere Alternative ist ein duales Studium. Hier werden die Studiengebühren oft durch ein Kooperationsunternehmen übernommen und du erhältst zudem ein (Ausbildungs-)Gehalt. Jedoch ist diese Form des Studiums mit einem hohen Aufwand verbunden und wird nicht für jeden Studiengang angeboten. Häufiger gibt es diese Variante für das Masterstudium. Da im Master bereits das Grundlagenwissen vorhanden ist, profitieren davon sowohl du als auch dein Arbeitgeber.

Welche Ausgaben sind während des Studiums zu beachten?

Um die Kosten für ein Studium möglichst gut einschätzen zu können, solltest du vorab eine Budgetrechnung aufstellen. Die Ausgaben, die während des Studiums auf dich zukommen, sind von vielen verschiedenen Faktoren abhängig und unterscheiden sich natürlich von Person zu Person. Ist es beispielsweise notwendig, für das Studium in eine andere Stadt zu ziehen, so sind die monatlichen Kosten automatisch höher, als wenn weiterhin die Möglichkeit besteht, bei den Eltern zu wohnen. Grundsätzlich sind folgende Ausgaben zu kalkulieren:

  • Miete und Nebenkosten (Strom, Wasser, Internet & Telefon)
  • Lebenshaltungskosten (Lebensmittel und Getränke)
  • Studiengebühren, Semesterbeitrag und Semesterticket
  • Versicherungsbeiträge (Krankenversicherung, Haftpflichtversicherung, Hausratversicherung)
  • Freizeitgestaltung (z.B. Sport, Kino und gemeinsame Abende mit Freunden)
  • Mobilitätskosten

Miete und Nebenkosten

Gerade in Universitätsstädten ist das Wohnen besonders teuer geworden. Neben der Kaltmiete machen die Nebenkosten einen Großteil der Ausgaben aus. Hierzu zählen Heizkosten, Strom und Wasser. Je nach Wohnung sind diese Kosten bereits teilweise in der Warmmiete enthalten. Hinzu kommen Ausgaben für Telefon und Internet. WG-Zimmer oder Zimmer im Studentenwohnheim werden häufig inklusive aller Nebenkosten vermietet. 

Junges Paar prüft Finanzen

Lebenshaltungskosten

Zu den Lebenshaltungskosten zählen die Ausgaben für den Alltag. Dazu gehören Lebensmittel und Getränke sowie Kleidung. 

Studiengebühren, Semesterbeitrag und Semesterticket

In der Regel gibt es an staatlichen Universitäten in Deutschland keine Studiengebühren mehr. Bei Überschreitung der Regelstudienzeit erheben jedoch manche Bundesländer Semestergebühren von rund 500 Euro. Allerdings müssen Studierende einen Semesterbeitrag entrichten. Hieraus finanzieren sich unter anderem die Verwaltung oder die Mensa der Universität. Private Hochschulen erheben oft monatliche Gebühren, die ebenfalls mehrere hundert Euro betragen.

Neben den Studiengebühren zahlen die meisten Studenten noch das Semesterticket. Dieses beinhaltet die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Auch Ausgaben für Lehrmittel wie Bücher oder Kopien und besondere Programme sollten berücksichtigt werden. 

Versicherungsbeiträge

Viele Studenten sind bis zu ihrem 25. Lebensjahr im Rahmen der Familienversicherung krankenversichert. Dies ist die kostengünstigste Variante. Sobald du das 26. Lebensjahr erreichst,musst du dich um eine eigene Krankenversicherung zu kümmern. Die Krankenkassen bieten dafür einen speziellen Studententarif an, der circa 80 Euro monatlich beträgt und bis zum 30. Lebensjahr bzw. 14. Fachsemester gültig ist. Im Anschluss daran folgt die freiwillige Versicherung, die mit deutlich höheren Kosten verbunden ist.

Weitere Versicherungsbeiträge sind abhängig von der Wohnsituation der Studierenden. Viele Privathaftpflichtverträge schließen Familienmitglieder ein, die im Elternhaus wohnen und sich im ersten Bildungsweg befinden. Eine gesonderte Versicherung ist somit bis zum Auszug nicht erforderlich. Eine Hausratversicherung macht ebenfalls nur dann Sinn, wenn du einen eigenen Haushalt führst. 

Grundsätzlich macht es bereits als Student Sinn, sich über eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu informieren. Studenten können sich hier frühzeitig günstige Tarife sichern und ihren Gesundheitsstatus "einfrieren".

Freizeitgestaltung

Abends mit den Freunden ins Kino und vorher noch etwas Essen gehen. Die Freizeitgestaltung spielt sich oft außerhalb der eigenen vier Wände ab und kann somit recht kostenintensiv werden. Auch die Ausgaben für das Fitness-Studio oder den Sportverein fallen in diese Kategorie.

Mobilitätskosten

Studierende, die für ihr Studium in eine andere Stadt gezogen sind, pendeln meist zwischen zwei Orten. Je nach Distanz und Anbindung (z.B. Bahn, Fernbus, Mitfahrgelegenheit) kann dies recht teuer werden. Auch sind Autos oder Fahrten mit Car-Sharing Unternehmen in die Kostenkalkulation einzubeziehen.

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Deine Meinung:

Veröffentlicht am 05. Mär 2018 um 17:09 Uhr von Viktoria Fink
Hallo, ich finde euren Beitrag sehr hilfreich. Sind echt einige gute Tipps dabei! Was ich zur Übersicht über meine Finanzen immer noch benutze, sind Finanz-Apps. Da ist es immer auf einmal zu sehen ohne viel rum zu rechnen wie viel man für welche Kategorien ausgibt und wo man sparen kann. Persönlich benutze ich bonify, weil man dort auch immer gleichzeitig noch die Bonität im Auge hat. Ich hoffe das hat noch ein wenig geholfen. Grüße Viki