Das brauchst du für einen erfolgreichen Start ins Studium
Sofa, Küche, Laptop – was brauchst du noch für deinen Start ins Studium? | Foto: Fotolia, © fizkes
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13. Mär 2018

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Geld & Finanzen

Ersti-Grundausstattung

Vom Arbeitsmaterial bis zur Wohnungseinrichtung

Basics für die eigenen vier Wände

Auch wenn du in regelmäßigen Abständen zwischen deiner Uni-Stadt und zu Hause pendelst, deine Wäsche dort wäschst und noch immer dein altes Zimmer für die Wochenenden und Semesterferien hast – für das Studium auszuziehen, bedeutet trotzdem, dass du dich um deinen eigenen Haushalt kümmern musst. Was wiederum bedeutet, dass du höchstwahrscheinlich so einiges brauchen wirst, um überhaupt einen Haushalt führen zu können.

Grundsatzfrage: WG-Zimmer oder eigene Wohnung?

Wie umfangreich deine Ausstattung werden muss, hängt auch davon ab, wie du während deines Studiums – oder zumindest während deines ersten Semesters – wohnen möchtest. Die Wahl zwischen WG oder eigener Wohnung ist dabei nicht zwingend eine finanzielle Frage, sie ist mit Sicherheit genauso eine Typ-Frage. Nicht jeder kann sich das Leben mit einer zusammengewürfelten Gruppe von Leuten vorstellen, in der Zoff vorprogrammiert scheint, selbst wenn sich der durchaus vermeiden lässt. Umgekehrt gibt es genug Studis, die ungern allein wohnen und leben wollen.

Deine zukünftige Wohnsituation könnte man also als Grundsatzfrage bezeichnen, deswegen ist es sinnvoll, im Vorfeld eines Umzugs das Für und Wider der beiden Optionen abzuwägen.

Die eigene Wohnung
Pro
Contra
Your home is your castle – in deinen eigenen vier Wänden kannst du (fast) alles tun oder lassen, wie es dir gefällt. Der Platz, um zu tun oder zu lassen, was du willst, ist in Studentenbuden für gewöhnlich recht überschaubar.
Niemand sonst benutzt deine Sachen, es sei denn, du hast Gäste. Wenn du Gäste hast, ist deren Zahl ebenfalls überschaubar oder du musst sie auswärts empfangen.
Den Grad der notwendigen bzw. ausreichenden Sauberkeit bestimmst du selbst. Dein Dreck ist allein deine Aufgabe – hier musst du also immer selbst putzen.
Wenn du Ruhe brauchst, ist niemand da, der dich stört. Vorausgesetzt, deine Nachbarn spielen mit und gönnen dir deine ruhigen Momente. Für die Haushaltskasse bist du, anders als in der WG, selbst verantwortlich. Genauso wie für die Miete und alle anderen Kosten und Probleme, die es rund um deine Wohnung geben könnte.
Der Internetzugang ist nur für dich da.

Die WG

Pro
Contra
Du lernst interessante neue Leute kennen. Du lernst auch die Eigenheiten deiner Mitbewohner kennen – unter Umständen musst du dich also auf häufigere Diskussionen zu den Grundlagen eures Zusammenlebens einstellen.
Es ist immer jemand da. Es ist immer jemand da.
Anfallende Probleme können gemeinschaftlich gelöst werden. Manche Probleme fallen oft durch das Miteinander überhaupt erst an.
Mehr Wohnung für weniger Geld: Durch das Teilen der Miete unter den Mitbewohnern ist insgesamt eine größere Wohnung finanzierbar – zumindest besteht so die Aussicht auf eine größere Küche, ein größeres Bad und ein gemeinsames Wohnzimmer. Außer deinem Zimmer hast du keinen Bereich der Wohnung nur für dich. Das erfordert Kompromisse oder wenigstens ein Mindestmaß an Kommunikation.
Die Vorstellungen einer sauberen Wohnung können individuell sehr unterschiedlich sein.

Die Listen sind mit Sicherheit nicht vollständig, aber sie vermitteln doch einen ungefähren Eindruck der beiden unterschiedlichen Wohnformen. Im Grunde lässt sich die Frage nach WG oder eigener Wohnung ohnehin darauf herunterbrechen, ob du lieber allein oder in Gesellschaft leben möchtest.

Die Antwort darauf liegt dann ohnehin bei dir, wobei du mittlerweile in vielen deutschen Universitätsstädten nicht mehr allzu wählerisch sein darfst. Die Wohnsituation wird für Studenten vielerorts immer problematischer: Wohnungen sind knapp, die Mieten hoch, die Wartelisten für Wohnheimplätze entsprechend lang. Mehr als genug Gründe also, die Wohnungssuche zur Top-Priorität zu erklären und rechtzeitig mit ihr anzufangen. Nicht unwahrscheinlich, dass dabei deine Prioritäten bezüglich der von dir favorisierten Wohnform an die Gegebenheiten und Möglichkeiten vor Ort angepasst werden müssen.

Ich packe meinen Koffer

Auch in Abhängigkeit davon, wie deine Entscheidung zum Thema Wohnung ausfällt, gestaltet sich dein Umzug. Genau genommen hat es Auswirkungen darauf, was du für deinen neuen „Hausstand“ noch brauchst, was du aus deinem bisherigen Zimmer mitnehmen kannst/musst, was eventuell in deiner neuen Behausung schon vorhanden ist.
Möblierte oder teilmöblierte Zimmer und Wohnungen für Studenten sind keine Besonderheit. Vor allem aber sind sie eine enorme Erleichterung – allerdings nicht unbedingt vom finanziellen Standpunkt her –, weil du dich zumindest um einen guten Teil Möbel nicht kümmern musst – eine oder sogar mehrere finanzielle und logistische Sorgen weniger. Die übrige Ausstattung ist dennoch deine Angelegenheit und auch bei ihr ist nicht unerheblich, was du für absolut lebensnotwendig und was du für verzichtbar hältst. Um Klamotten geht es in dieser Hinsicht allerdings nur bedingt.

Die wichtigsten Möbel und Einrichtungsgegenstände

Denn ganz unabhängig davon, ob du in eine WG oder eine eigene Wohnung ziehst, wirst du dir Gedanken über die Dinge des alltäglichen Lebens machen müssen, die in jeden Haushalt gehören. Das sind häufig ganz banale Sachen, deren wichtige Rolle in deinem Leben meistens erst dann auffällt, wenn sie gerade nicht zur Hand sind.

Empfehlenswert ist ein Vorgehen nach den verschiedenen Räumen, die dir zur Verfügung stehen werden (wie in unserer Checkliste). Selbst in der kleinsten Wohnung wirst du nach Schlaf- und Wohnbereich, Badezimmer und Küche unterscheiden können. Die meisten dazugehörigen Möbel und Einrichtungsgegenstände werden dir unmittelbar in den Sinn kommen, allerdings dürften das vielfach auch genau die Dinge sein, die du schon vorfinden wirst.

Alles für deine Studentenbude.

Mehr als eine Grundausstattung wird damit trotzdem nicht zusammenkommen: Bett, Schreibtisch, Schrank, Sitzmöbel, Badezimmerspiegel, Herd, Kühlschrank – mit etwas Glück findest du eine Wohnung, in der wenigstens das wichtigste Mobiliar schon/noch vorhanden ist. In einer WG wirst du dir zumindest über die Küche und das Bad keine Gedanken machen müssen.

Trotzdem fehlt dir unter Umständen gerade bei der Küchenausstattung ein wichtiges Detail. Beim Kochen hat schließlich jeder seine eigenen Vorlieben, also reichen dir die vorhandenen Töpfe, Messer, Teller, Schüsseln, Gläser, Tassen etc. für deine Zwecke nicht aus. Oder dir erscheint die Ausstattung umgekehrt mehr als üppig, weil du für deinen Teil auf Wasserkocher, Mikrowelle und was sich sonst noch so an Küchenutensilien angesammelt hat, verzichten kannst.

Ansonsten sind bei vielen Gegenständen der Kostenfaktor und der vorhandene Platz nicht unwesentlich. Selbstverständlich ist eine eigene Waschmaschine äußerst praktisch, aber in einem Studentenapartment ist sie zum einen oft nicht unterzubringen und zum anderen kostet schon die Anschaffung eine ordentliche Stange Geld.

Neu oder gebraucht?

Wobei du dich natürlich fragen kannst, ob die Ausstattung deiner Wohnung immer komplett neu sein muss. Möglicherweise lohnt es sich, in dieser Hinsicht etwas pragmatischer an die Ausstattungsfrage heranzugehen:

  • Wie lange wirst du in der Wohnung überhaupt bleiben?
    In den vergangenen Jahren hat sich die durchschnittliche Studiendauer für Erstabsolventen bei ungefähr acht Semestern eingependelt. Eventuell möchtest du noch deinen Master anschließen, aber theoretisch könntest du nach gut vier Jahren schon wieder raus sein aus deiner Studentenbude.
    Unter Umständen hast du dann für deine bisherige Ausstattung keine Verwendung mehr: Weil du für einen Job in eine andere Stadt ziehst, weil du durch einen Job genug Geld verdienst, um dich wohntechnisch zu verbessern, weil du – womöglich auch schon während deines Studiums – mit deinem Partner oder deiner Partnerin zusammenziehst und ihr keine Lust auf einen doppelten Hausstand habt.
  • Wie sehr nutzt du die Geräte/Gegenstände?
    Ohne Frage ist es möglich, viel Geld in die Ausstattung einer Wohnung zu stecken. Aber lohnt sich das überhaupt? Selbst, wenn du die Tatsache außer Acht lässt, dass deine Studentenwohnung wohl kaum deine dauerhafte Adresse bleiben wird und du dich mit großer Wahrscheinlichkeit früher oder später von ihr und ihrem Inhalt trennen wirst, bleibt immer noch zu klären, ob sich Neuanschaffungen hinsichtlich ihrer tatsächlichen Nutzung lohnen.
    Im Zweifelsfall ist es daher vielleicht sinnvoller, für den ohnehin absehbaren Zeitraum deines Studiums nicht zu viel in Mobiliar und Gerätschaften zu investieren, die du irgendwann entsorgen oder weitergeben wirst. Gerade bei knappen Budgets und/oder der Notwendigkeit zu einer Vielzahl von Anschaffungen für die Wohnung können gebrauchte Waren daher eine echte Alternative sein.
  • Wie viel Grundausstatung kannst du dir für dein Geld leisten?
    Keine ganz unwichtige Frage, denn im Normalfall verfügen Studenten nicht unbedingt über üppige finanzielle Reserven, um für einen luxuriösen Start ins Studium zu sorgen. Das Budget mit Hilfe eines Kredits aufzubessern ist mittlerweile eine einfache Angelegenheit geworden, gerade bei kostspieligeren Anschaffungen (siehe die beiden Beispiele unten) ist das neben der Unterstützung durch die Eltern eine mögliche Alternative. Im Zweifelsfall einfach nochmal die vorherigen Fragen eingehend überdenken und danach entscheiden.

Ein Hinweis zur Beruhigung: Die wenigsten werden es schaffen, an wirklich alles zu denken, dass sie für ihren Haushalt brauchen. Als Orientierung kannst du einen Blick in unsere Checkliste werfen, ansonsten ist, wie man so schön sagt, das Leben der beste Lehrmeister – du wirst früh genug merken, wenn dir etwas eigentlich Unerlässliches fehlt. Learning by doing gilt eben manchmal auch für das selbstständige Wohnen.

Alles für dein Studium

Die erste Etappe ist geschafft, der Plan für die Wohnungsausstattung steht. Bleibt noch ein wichtiger Punkt auf der Liste, denn immerhin dient dir deine Behausung in erster Linie als Schlaf-, Ess- und Waschplatz, während du dich voll und ganz in dein Studium stürzt. Und auch dafür wirst du selbstverständlich einiges an Rüst- und Handwerkzeug brauchen.

Die Grundausstattung

Ein gewisses Minimum an Ausstattung benötigt jeder Student

Eine gute Nachricht gleich vorneweg: Wenn es um die Grundausstattung geht, die du für deinen studentischen Alltag brauchst, wirst du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine großen Neuanschaffungen brauchen – was du für die Schule genutzt hast, wird in vielen Fällen auch weiterhin eine Verwendung finden können. Trotzdem ist nicht alles ein Muss, was du aus deiner heimischen Arbeitsumgebung kennst.

MUSS: Laptop

Alternativ auch ein stationärer PC, wobei sich ein transportabler Rechner in vielerlei Hinsicht anbietet: Nimmt weniger von deinem ohnehin überschaubaren Platz weg und kann auch mal leicht mit in die Bibliothek genommen werden, wenn du dort recherchierst. Der richtige Laptop ist allerdings auch ein bisschen eine Typ-Frage, also solltest du dir ganz genau überlegen, was du brauchst bzw. von dem Gerät erwartest.

KANN: Microsoft Office-Paket

Eigentlich sind Word, Excel und Co. der Standard, wenn es um das Arbeiten am PC geht. Allerdings ist Microsoft Office mit einigen Kosten verbunden. Das kann beispielsweise die Ausgaben für die Neuanschaffung eines Rechners gleich noch einmal ordentlich in die Höhe treiben. Im Zweifelsfall gibt es eine Reihe kostenloser Alternativen, mit denen es sich genauso arbeiten lässt. Das gilt übrigens für sämtliche Software für dein Studium, weswegen es sich durchaus lohnt, vor dem Kauf einen Blick auf frei verfügbare Optionen zu werfen.

KANN: Drucker

Ziemlich praktisch, um kurz vor dem Referat noch schnell zu Hause die Handouts auszudrucken. Im Grunde lohnt sich ein Drucker aber nur, wenn du ihn auch regelmäßig nutzt. Ansonsten bieten die Uni-Bibliotheken üblicherweise auch Möglichkeiten an, damit du zu deinen Ausdrucken kommst. Dauerhaft vermutlich günstiger, weil du die Anschaffungskosten und die Ausgaben für Papier, Ersatzpatronen oder -toner sparst. Gegen den Verzicht auf den Drucker sprechen hingegen die Öffnungszeiten der Bibliotheken. Spontanes mitternächtliches Ausdrucken von Hausarbeiten fällt damit aus.

MUSS: Rucksack oder Tasche

Ein Trecking-Rucksack muss es höchstwahrscheinlich nicht sein, aber für deine Unterlagen und deinen Laptop sollte es mindestens reichen. Nicht zu vergessen Ausleihen aus der Bibliothek, die schließlich auch sorgsam und unfallfrei transportiert werden wollen. Da sollten praktische Erwägungen ganz klar vor modischen gehen.

MUSS: Büroartikel

Wir leben zwar im digitalen Zeitalter, so ganz ohne Papierkram wird dein Studium trotzdem nicht funktionieren. Über ein Mindestmaß an Büroutensilien solltest du daher schon verfügen:

  • College-Blöcke für deine Aufzeichnungen und Mitschriften.
  • Aktenordner, damit deine Aufzeichnungen und Mitschriften nicht durcheinandergeraten.
  • Kugelschreiber / Bleistifte / Fineliner, oder womit auch immer du am liebsten von Hand schreibst und die obligatorischen Textmarker. Bleistifte benötigen selbstverständlich einen Spitzer.
  • Post-Its, weil die einfach für nahezu jeden Zweck zu gebrauchen sind.
  • Locher, damit du deine Kopien sorgfältig abheften kannst. Heftstreifen sind bestens geeignet, um die gelochten Seiten ordentlich zusammen zu halten.
  • Karteikarten. Immer noch ein absolut gängiges Hilfsmittel, um den ganzen Lernstoff vor Prüfungen und Klausuren irgendwie in den Kopf zu bekommen.

Darüber hinaus gibt es bei den Büroartikeln auch einige „Kann“s. Mancher schwört vielleicht auf die Verwendung von Büroklammern oder kann nicht ohne seinen Tacker leben. Andere finden Korrekturroller nützlich – was für dich unbedingt auf den Schreibtisch gehört, liegt am Ende bei dir.

Hinweis: Kosten für Bücher und Lehrmaterialien, also vom Schreibmaterial bis zu den Kopierkosten, könntest du als Student neben anderen Ausgaben in der Steuererklärung absetzen.

Andere Studiengänge, andere Bedürfnisse

Wobei auch deine Studienfächer einen nicht unerheblichen Einfluss darauf haben, wie umfangreich deine Grundausstattung ausfallen muss. Die Unterschiede zwischen den Studienfächern sind teilweise recht groß, was sich schon bei den durchschnittlichen Ausgaben für Lernmitteln zeigt.

Vor einigen Jahren lagen die monatlichen Kosten etwa für Studierende der Zahnmedizin bei 65 Euro, mit 52 bzw. 49 Euro lagen Bildende Kunst und (Innen-)Architektur noch auf einem ähnlichen Kostenniveau, allerdings schon mit merklichem Abstand. Besonders günstig waren Mathematik, Informatik und Elektrotechnik mit 22 Euro, Physik und Astronomie mit 20 Euro und Ernährungs- und Haushaltswissenschaften – hier kamen die Studenten mit 18 Euro im Monat aus.

Technische Sonderausstattung für Zahnmediziner

Nur zwei Beispiele für Studiengänge, in denen du ohne eine deutlich größere technische Ausstattung nicht weit kommen wirst, sind die schon erwähnten Zahnmedizin und Architektur.

Das Zahnmedizinstudium ist wesentlich teurer.

Für angehende Zahnmediziner entstehen von Anfang an erhebliche Kosten, denn der Studiengang zählt schlichtweg zu den materialintensivsten – ohne praktische Arbeit lassen sich die später anfallenden Arbeiten kaum richtig erlernen. Die Universität Bonn beispielsweise rechnet mit rund 3.000 Euro für das vorklinische Studium und weiteren 4.000 Euro für das klinische Studium. Diese entstehen durch Nutzungsentgelte für bestimmte Kurse und die dazu notwendigen Materialien, dazu kommen die Ausgaben für die Grundausstattung.

Und die benötigst du spätestens im zweiten Semester für den Technisch-Propädeutischen-Kurs (TPK), an manchen Unis wird die Vollständigkeit deines Instrumentariums mit einem Testat geprüft. Wie die Materialliste für den TPK aussehen kann, zeigt das Beispiel des Universitätsklinikums Freiburg. Nicht mehr ganz aktuell, allerdings dürfte die Zusammensetzung einigermaßen repräsentativ sein. Allein für den TPK-Koffer können schnell 2.000 Euro zusammenkommen, zumal die Universitäten längst nicht alle Materialien zur Verfügung stellen – sofern sie das überhaupt tun.

Spar-Tipps:

  • Unter Umständen besteht die Möglichkeit, die benötigten Koffer für das Studium gebraucht zu kaufen. Zahnmedizinstudenten, die die jeweiligen Kurse bestanden und keine Verwendung mehr für ihre Materialien haben, profitieren von einem Gebrauchtkauf genauso wie du.
  • Manche Instrumente wirst du allerdings während des gesamten Studiums nutzen, dazu gehören unter anderem die Artikulatoren. Hier lohnt sich die Nachfrage bei der Fachschaft, ob es Hersteller gibt, die Studenten Sonderkonditionen für den Kauf einräumen oder das Zubehör sogar auf Leihbasis zur Verfügung stellen.
  • Sammelbestellungen werden manchmal von den Unis selbst empfohlen (vor allem für Bohrsätze), ansonsten lohnt es sich in jedem Fall, selbst nach solchen Angeboten Ausschau zu halten.

Technische Sonderausstattung für Architekten

Zwar gelten die technischen Studiengänge insgesamt als vergleichsweise günstig, allerdings gibt es diesem Bereich durchaus Ausnahmen. Fächer, die sich schwerpunktmäßig zum Beispiel um Kunst und Design drehen, gehören zu diesen kostspieligeren „Ausreißern“. Etwa, weil eine gute Kameraausrüstung erwartet wird oder – wie im Fall des Architekturstudiums – weil Zeichnen und Modellbau grundlegend dazugehören.

Allein die üblichen Utensilien, die für das technische Zeichnen und geometrische Konstruieren braucht, ergeben eine umfangreiche Liste:

  • Transportrolle/Zeichenköcher
  • Zeichenmappen in verschiedenen Größen (A4, A3 und/oder A2)
  • Transparentpapier bzw. transparentes Skizzenpapier
  • Druckbleistifte
  • Bleistifte mit verschiedenen Härtegraden
  • Radierstifte
  • Glasradierer
  • Rapidographen
  • Zeichenplatte in A3
  • Dreikant-Maßstab (auch Reduktionsmaßstab)
  • Großes Zeichendreieck
  • Zirkel
  • Skizzenbücher
  • Skizzenstifte
  • Fasermaler
  • Marker
  • Spitzer
  • Knetradierer
  • Papierwischer
  • Bücher und andere Arbeitsmaterialien
  • Technische Sonderausstattung
  • Fachspezifische Software

Dazu kommen noch die Materialien für den Modellbau, die du für Arbeitsmodelle genauso brauchst wie für Zwischen- und Abschlusspräsentationen – und der im späteren Berufsalltag immer noch wichtig ist. Abhängig vom Rahmen, in dem du deine Modelle präsentierst, kannst du manchmal auf teure Materialien verzichten und auf Wellpappe und Hartschaumplatten zurückgreifen. Allerdings reicht das nicht immer aus, spätestens bei deinen Abschlussmodellen möchtest du sicher auf ganzer Linie überzeugen – und deine Idee nicht durch minderwertiges Material herabwürdigen.

Durch hochwertige Materialien wird der Modellbau für Architekturstudenten zur Kostenfalle.

In ähnlicher Weise gilt das für das Drucken und Plotten von deinen Entwürfen. Die Ergebnisse sind ebenfalls eine Frage des Anspruchs, den du selbst bzw. den die Professoren an deine Arbeit stellen. Mehr Qualität bedeutet also mehr Kosten, die sich außerdem im Laufe des Studiums summieren.

Unerlässlich ist auch fachspezifische Software, allerdings kannst du an dieser Stelle unter Umständen ein bisschen Geld sparen. CAD-Software und Programme für 3D-Modelle und Bildbearbeitung gibt es mit etwas Glück für Studierende kostenlos oder günstiger. Eventuell bietet sogar die Uni selbst Softwarelizenzen für kleines Geld an. Ansonsten kannst du, wie auch bei der Grundausstattung, womöglich auf kostenlose Alternativen zurückgreifen.

Standardliteratur – für alle Fächer

Was alle Studienfächer wiederum eint, ist ihre jeweilige Standardliteratur. Die ist normalerweise wegen ihrer Bedeutung für den Studiengang in der Bibliothek vorhanden – aber mit großer Regelmäßigkeit eben auch vergriffen. Wenn es sich um Werke handelt, die dich während deines gesamten Studiums begleiten, ist eine Anschaffung in jedem Fall eine Überlegung wert. Sofern sie nicht ohnehin erwartet wird.

Im Idealfall reichen auch hierbei gebrauchte Exemplare aus, es sei denn, es gibt weitreichende inhaltliche Änderungen. Darüber kannst du dich aber wieder in deinem Fachbereich informieren, bevor du mehr Geld als nötig ausgibst. Das wirst du nämlich auch an anderen Stellen noch dringend brauchen. Der Großteil deiner Ausgaben entfällt letztlich auf Miete, Essen und Trinken, Kleidung, Mobilität, Versicherungen, Telefon und Internet. Da werden die Aufwendungen für deine Lernmittel ganz schnell zu einem Kostenpunkt unter vielen. Und im Durchschnitt nicht einmal zum schwerwiegendsten.

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