Foto: Mars Wrigley
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07. Sep 2022

UNICUM Onlineredaktion

Studentenleben

Generation Stress?

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Generation Z spürt Stressinflation am stärksten

Eine Gesellschaft gefangen im Stress? Junge Erwachsene bekommen ihn im Alltag immer stärker zu spüren. Beim Blick auf die Auslöser gelten für die verschiedenen Generationen große Unterschiede. Das gilt auch im Umgang mit den Belastungen. Während die Millennials zur Entspannung eine Auszeit einlegen, greift die Generation Z gerne mal zum Kaugummi.

Unser Leben wird immer stressiger. Im Durchschnitt beklagen das 58 Prozent der Deutschen. Eine repräsentative Umfrage unter 1.000 Erwachsenen in Deutschland1 zeigt, dass gerade Frauen (62 Prozent) und insbesondere die Gruppe der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren (74 Prozent) stärker unter Stress stehen als noch vor zwei Jahren. Das klingt alarmierend, aber die Studie liefert auch Erkenntnisse zum Umgang mit Stress.

Stress trifft vor allem junge Frauen

Beim Stressanstieg sticht die Gruppe der Frauen im Alter zwischen 18 und 24 heraus: Unter ihnen geben 85 Prozent an, dass ihr Leben in den vergangenen zwei Jahren anstrengender geworden ist. Männer dieser Altersgruppe stimmen dem gefühlten Anstieg nur zu 65 Prozent zu – liegen jedoch noch immer weit über dem Durchschnitt aller Altersgruppen. Über das Ergebnis wundern muss man sich nicht: Der Alltag junger Erwachsener war unlängst deutlich geprägt von Kontakteinschränkungen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie. So steht vermutlich auch deshalb die Partnersuche (28 Prozent) im Ranking der Stress-Auslöser deutlich an erster Stelle, gefolgt von der Angst, etwas zu verpassen (22 Prozent), und der Jobsuche (19 Prozent). Auch das Home Schooling bedeutete für viele zum Ende der Schulzeit oder zu Beginn des Studiums reinsten Stress (17 Prozent).

Die Karriere als Stress-Magnet

Der Blick über alle Altersgruppen hinweg zeigt: Leiden die Deutschen unter Stress, wird am häufigsten der Job als Auslöser dafür benannt (40 Prozent). Nie hat sich die Arbeits- und Ausbildungswelt so schlagartig verändert wie in den vergangenen zwei Jahren – und das kann sich mental und körperlich niederschlagen. Die Mehrheit der Generation Z ist dabei noch auf der Suche nach passenden Strategien, um dem Stress zu begegnen – nur 27 Prozent haben schon geeignete Maßnahmen gefunden. Boomer geben weit häufiger an, ihren Stress gezielt auszugleichen (58 Prozent bei den über 55-Jährigen).

Routinen entwickeln – Auszeiten schaffen

Schon kleine Gewohnheiten machen für viele den Unterschied. Der Geheimtipp einiger Deutscher ist…Kaugummi, wie die Studie verrät: Über die Hälfte der Befragten (51 Prozent) gaben an, dass sie zum Stressabbau oder bei Belastung bereits Kaugummi gekaut haben. Das gilt vor allem für junge Frauen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren (67 Prozent). Am stärksten aber zeigt sich der Trend bei jenen, die täglich zum Kaugummi greifen – hier bestätigen ganze 79 Prozent, das Kauen gezielt gegen Stress zu nutzen. Fazit: Der zuckerfreie Kaugummi-Favorit sorgt nicht nur für frischen Atem und unterstützt die Zahngesundheit, sondern kann offenbar auch ein praktisches Ventil sein, um Anspannung zu reduzieren.

Doch gibt es noch mehr, was sich gegen Stress unternehmen lässt. So können auch Auszeiten im Alltag helfen, zum Beispiel eine Pause an der frischen Luft (angegeben von 44 Prozent), Musik (33 Prozent) oder ein Power Nap (25 Prozent). Manches davon lässt sich sicherlich auch mit einem Treffen mit Freunden verbinden – hier suchen 25 Prozent der Befragten Erholung.

Ganz gleich, was genau nun individuelles Mittel der Wahl für Entspannung und Stressabbau ist: Wenn sich etwas ändert und sogar liebgewonnene Gewohnheiten in Frage stellt, kann das – wie so oft – auch eine Chance bedeuten, neue und gesunde(re) Routinen zu entwickeln. Denn solche Routinen helfen dabei, Belastbarkeit und Wohlbefinden zu steigern. Zwischen einem Spaziergang und Kaugummi ist viel Raum für weitere Alternativen. Aber eines haben alle gemeinsam: Wenn sie helfen, haben sie ihren Zweck erfüllt – manche sogar besonders geschmackvoll und erfrischend.

1 YouGov für Mars Wrigley, Dezember 2021 und Mai 2022

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