Nachhilfelehrer Studentenjob
Geld verdienen mit Nachhilfe, so geht's | Foto: Unsplash/Tim Gouw

Jobben

09.12.2014

Studentenjob

Studentenjobs: Gehalt, Arbeitsvertrag, Jobarten & mehr!

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05. Apr 2017

Wiebke Mönning

Jobben

Studentenjob Nachhilfelehrer

Alle Infos zur spannenden Nebenjob-Möglichkeit

Nachhilfe ist hoch im Kurs

Die Nachfrage ist hoch, denn laut Bertelsmann-Studie erhält jeder 7. Schüler in Deutschland Nachhilfe. Wer selbst schon Probleme in der Schule hatte – und vielleicht auch nur, weil man das mit der Integralrechnung am Anfang einfach nicht gecheckt hat – kennt das: Eltern eignen sich so gar nicht zum Lösen von Schulproblemen.

Dafür sind sie aber bereit, eine ordentliche Summe für Nachhilfe zu zahlen. Im Durchschnitt sind das der Studie zufolge 87 Euro im Monat. 

Einfach smart: Studenten als Nachhilfelehrer

Davin Lehmann SNAPHörst du auch das "ka-tsching"? Als Nachhilfelehrer sind Studenten perfekt! Das denkt auch Davin Lehmann vom Nachhilfeunternehmen SNAP: "Wir stellen eigentlich nur Lehrer ein, die selbst Studenten sind, weil die aus den jeweiligen Studienfächern fachliche Kompetenz mitbringen." Ein weiterer Bonus, den Eltern in Studis sehen: Im Studium bist du in einer ähnlichen Situation wie die Schüler und hast deine Schulzeit noch nicht vergessen. Durch diese Nähe hast du "erwachsenen" Nachhilfelehrern gegenüber einen großen Vorteil.

Die gefragtesten Nachhilfefächer sind Mathe, Deutsch und Fremdsprachen (je nach Region Englisch, Französisch, Spanisch und/oder Russisch sowie Latein). Aber auch mit den Naturwissenschaften Physik und Chemie hast du gute Chancen. "Wir versuchen alles anzubieten, was auch unterrichtet wird", so Lehmann.

Warum grade Nachhilfe?

Es gibt gute Argumente für Nachhilfe als Nebenjob im Studium:

  • Die Arbeitszeiten passen hervorragend zum Studentenleben, denn du arbeitest erst dann, wenn auch die Schüler frei haben. Das bedeutet weder Früh- noch Nachtschichten!
  • Du kannst selbst bestimmen, wie viele Stunden die Woche du arbeiten möchtest (und kannst).
  • Der Stundenlohn ist relativ hoch. Reich wirst du mit Nachhilfe nicht, aber bei etwa 10-20 Euro die Stunde musst du auch nicht so viele Stunden machen, um Geld zum Shoppen oder Feiern in der Tasche zu haben.
  • Du vertiefst deine Fachkenntnisse selbst, da du nicht nur auswendig lernst, sondern auch erklärst, wieso was wie ist.

Gerade wenn du auf Lehramt studierst, sammelst du mit Nachhilfe wichtige Erfahrungen für deinen späteren Berufsalltag und kannst selbst erproben, welche Lehrmethoden besser oder schlechter anschlagen. Möglicherweise kannst du dir sogar was anrechnen lassen.

Das musst du als Nachhilfelehrer beachten

Bevor du jetzt sofort den nächsten Nachhilfeschüler suchst, musst du dir Folgendes klar machen: In den meisten Fällen brauchst du jede Menge Geduld, denn die Schüler werden wahrscheinlich nicht alles im ersten Anlauf verstehen. Einen Sheldon Cooper will niemand als Nachhilfelehrer (außer vielleicht in Physik).

"Natürlich sollten Nachhilfelehrer ein gewisses Einfühlungsvermögen für Kinder haben", sagt Lehmann. "Deswegen nehmen wir bevorzugt Lehramtsstudenten, weil die durch ihr Studium pädagogische Kompetenz nahegelegt kriegen." Wichtig ist auch, dass du den Unterricht vorbereitest, sonst verschwendest du nicht nur die Zeit des Schülers, sondern auch deine – denn Nachhilfe findet meistens beim Schüler statt.

Einen rechtlichen Anspruch auf bessere Noten haben die Eltern übrigens nicht, auch nicht bei professionellen Nachhilfeunternehmen. Sind die Eltern unzufrieden, suchen sie sich einen anderen Lehrer. Bei SNAP läuft das so ab: "Wir bieten den Kunden zu jedem Zeitpunkt einen kostenfreien Lehrerwechsel an, wenn das Verhältnis von Schüler und Lehrer nicht zusammen passt. Der Lehrerwechsel wird sogar immer mit einer weiteren kostenlosen Probestunde mit dem dann neuen Lehrer verbunden."

Nachhilfeschüler: Gesucht, gefunden!

Nachhilfeschüler kannst du entweder ganz klassisch über das schwarze Brett von Schulen und Supermärkten finden oder im Netz. Oder du bewirbst dich bei einem der vielen Nachhilfeinstitute wie SNAP. "Es macht natürlich Sinn, bei uns die Strukturen zu nutzen", so Lehmann. "Wir haben regelmäßig neue Anfragen von Kunden. Die können wir natürlich schneller generieren als wenn man privat Nachhilfe gibt. Außerdem ist es ein Vorteil, dass man offiziell angestellt ist und sich keine Gedanken machen muss, dass das Finanzamt auf einen aufmerksam wird und man hinterher Ärger bekommt.

Zudem besteht die Möglichkeit, temporär auszusetzen und eine Vertretung zu bekommen, wenn man gerade selbst im Klausurstress ist. Anders als bei den meisten anderen Nachhilfeunternehmen bekommen die Lehrer bei uns den Großteil des Umsatzes. Die Lehrer sind uns sehr wichtig, schließlich erbringen sie die Leistung und somit unseren Erfolg." 

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