Blick in Studentenappartement
Wenig Platz effektiv nutzen? Wir verraten dir wie! Foto: Fotolia/photographee.eu

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16. Mai 2018

Wohnen

Mehr Platz in WG und Appartement

So kannst du kleine Räume optimal nutzen

Mehr Stauraum – Nutze jeden Winkel 

Im Flur stapeln sich Schuhe, die Garderobe quillt ständig über und in der Küche herrscht ohnehin heilloses Chaos, weil einfach zu wenig Stauraum vorhanden ist. Hinzu kommt, dass die heimische Bibliothek mit jedem Semester weiter anwächst. Ein beengter Flur, Dachschrägen, Nischen, Winkel – es gibt kaum eine Wohnung, die bei der optimalen Raumausnutzung keine besonderen Herausforderungen mit sich bringt. Diese Probleme kennst du vermutlich nur zu gut und es wird Zeit, hier für Abhilfe zu sorgen. Denn es gibt genügend Möglichkeiten, auch in kleinen Räumen noch Platz und eine gemütliche und keinesfalls beengte Atmosphäre zu schaffen  

In deiner WG oder deinem Einzimmerappartement kämpfst du mit störenden Nischen oder wegen Dachschrägen passt kein richtiger Schrank ins Zimmer? Zum Unterbringen der persönlichen Habseligkeiten lässt sich eigentlich jede noch so kleine Ecke sinnvoll nutzen. Leider sind die Regale oder Schränke der üblichen Möbelgeschäfte mit ihren Standardmaßen meist nicht für solche „kreativen“ Grundrisse geeignet. Dennoch gibt es dafür verschiedene Lösungen:  

  • Modulare Regalelemente in verschiedenen Höhen kannst du jedoch gut aneinanderreihen und so den Platz sinnvoll nutzen.
  • Mithilfe von Eckregalen kann ungenutzter Platz in Zimmerecken zum Stauraum erweitert werden.
  • Auch unter dem Bett kannst du mit einem Rollkasten noch verschiedene Dinge staubgeschützt unterbringen. 

Bei besonders kleinen Räumen solltest du vor allem die gesamte Raumhöhe miteinbeziehen. Hohe Regale rechts und links von der Tür kannst du darüber noch um ein Board erweitern, um darauf ebenfalls Dinge unterzubringen. Dieser Platz wird meist völlig vernachlässigt. Schick aber gleichzeitig unauffällig wirkt ein Regalbrett, das umlaufend im gesamten Zimmer etwas unterhalb der Decke angebracht wird. Darauf lassen sich Kisten und Kartons platzieren, die du seltener benötigst. 

Sommer? – Wohnraum nach draußen verlagern

Wenn es wieder wärmer wird, zieht es alle automatisch nach draußen. Deine Studentenbude hat einen eigenen Balkon oder eine Terrasse? Dann kannst du sie in der warmen Jahreszeit ebenfalls als Teil des Wohnraums nutzen.

In vielen WGs oder kleinen Appartements wird ein solcher Außenbereich leider viel zu oft zur Abstellfläche degradiert. Ist die Küche oder das Wohnzimmer sehr klein, dann wandern Mülleimer oder Getränkekästen gerne mal nach draußen. Schade eigentlich, denn gerade im Sommer kann der Balkon oder die Terrasse eine echte Bereicherung zum beengten Leben drinnen darstellen.

Auch auf einer kleinen Fläche ist in der Regel wenigstens Platz für eine Sitzgelegenheit. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten den vorhandenen Raum optimal zu nutzen: 

  • Klappmöbel sind immer eine sinnvolle Lösung, denn sie nehmen beim Aufbewahren nicht viel Platz weg. Neben Stühlen und einem Tisch solltest du statt in ausladende Loungemöbel besser in kompakte Deckchairs investieren.
  • In der WG kann etwa auch schon mit einer Biertischgarnitur Platz für mehrere Personen geschaffen werden. Diese sind auch in einer verkürzten Variante erhältlich und überstehen durch ihre Robustheit definitiv auch ausgelassenere Partys.
  • Wenn du etwas handwerkliches Geschick besitzt, kannst du auch selbst Hand anlegen und einen Sitzhocker aus Getränkekisten bauen. So lassen sich möglicherweise gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die modularen Kisten können aneinandergereiht auch zu einer ganzen Bank ausgebaut werden.

Liegt der Außenbereich auf der Südseite und wird den ganzen Tag von der Sonne verwöhnt, kann der luftige Wohnraum schnell ziemlich heiß und stickig werden. Dann solltest du noch für den passenden Sonnenschutz sorgen. Ein Schirm ist dabei am flexibelsten einsetzbar. Bei kleineren Modellen genügt ein einfacher Kunststoffständer, der mit Sand befüllt wird und noch leicht an die richtige Stelle geschoben werden kann. Mit der passenden Einrichtung lässt sich so der Außenbereich als Wohnraum mitnutzen – zumindest bei schönem Wetter.    

Optische Täuschung - Tricks um kleine Räume größer wirken zu lassen

Nicht immer hat man das Glück, bei der Studentenbude gleich eine Wohnung mit perfekt passendem Grundriss zu finden. Oft sind einzelne Zimmer ungünstig geschnitten oder eben einfach ganz schön klein. 

Grundsätzlich wirken Räume in hellen Farben größer als in dunklen Tönen. Nicht nur die Wände, auch Böden oder die Decken spielen für diesen Eindruck eine Rolle. Wenn du trotzdem nicht auf Farbe verzichten willst, kannst du einen Raum mit einem schmaleren vertikalen Akzentstreifen optisch in die Höhe strecken. Ein bunter, bodenlanger Vorhang hat hier die selbe Wirkung. Mit der richtigen Farbgestaltung kannst du unterschiedliche Effekte erzielen

Schmale Flure oder Badezimmer können mit Spiegeln optisch vergrößert werden. Wo du ohnehin einen Spiegel benötigst, solltest du dich gezielt für ein großes Exemplar entscheiden. 

Bei Möbeln machen wenige Zentimeter oft einen großen Unterschied. An schmalen Stellen sorgen weniger tiefe Schränke oder Regale dann für ein großzügigeres Raumgefühl. Überlege dir, ob du bestimmte Dinge anders einräumen kannst, damit du bei den Möbeln in der Tiefe Platz sparen kannst. 

Mehrere, dafür weniger breite Schranktüren benötigen weniger Raum beim Öffnen. Mit entsprechenden Regalen und einem Vorhang davor lassen sich kleine Zimmer noch effektiver nutzen.  

Clever kombinieren – Multifunktionsmöbel nutzen

Wenn du das erste Mal in eine eigene Wohnung ziehst und nach passenden Möbeln suchst, solltest du bereits an einen möglichst großen Nutzen denken. Modulare Stücke lassen sich nicht nur leichter transportieren, sondern auch flexibler an verschiedene Wohnsituationen anpassen, miteinander kombinieren oder gegebenenfalls ergänzen. 

Zudem kannst du in einer kleinen Wohnung Platz sparen, indem verschiedene Möbel gleich für mehrere Zwecke genutzt werden können. Eine Sitzbank kann gleichzeitig als Stauraum dienen, das ausklappbare Sofa wird bei Bedarf zum Gästebett und ein ausziehbarer Tisch wird im Handumdrehen zur großen Tafel. 

Halbhohe Regale lassen sich sehr gut zum Strukturieren eines Raumes oder Unterteilen unterschiedlicher Zonen in einem WG-Zimmer einsetzen. Die Rückseite wird dann zur vielleicht fehlenden Wandfläche, an der du beispielsweise Kleiderhaken anbringen oder kleinere Möbel dranstellen kannst.  

In einer kleinen Küche musst du trotz des beengten Raums nicht auf einen Tisch verzichten. Eine klappbare Platte, die mit einem Scharnier an der Wand befestigt wird, erfüllt den selben Zweck. Mit wenigen Handgriffen ist der Tisch dann auf- und wieder abgebaut. Zudem kannst du ihn als flexible Arbeitsfläche nutzen

Hocker als zusätzliche Sitzmöglichkeiten sollten in keinem kleinen Haushalt fehlen. Sie lassen sich einfach stapeln und damit platzsparend unterbringen. Bei Bedarf kannst du sie auch als Tritthilfe oder kleine Leiter verwenden.  

Weniger ist mehr – Einrichtungsaskese für Fortgeschrittene 

Oft nimmt verschiedener Krimskrams jede Menge Platz in einer Wohnung ein. Vor allem, wenn mehrere Personen zusammen unter einem Dach hausen, summieren sich die jeweiligen Habseligkeiten rasant. 

Hier gilt: Weniger ist oft mehr. Vor allem was die Möbel betrifft macht es Sinn, sich auf weniger aber sinnvolle Einrichtungsgegenstände zu beschränken. Das sorgt nicht nur für weniger zugestellte Zimmer, sondern auch für ein großzügigeres Raumgefühl. 

Ansonsten hilft konsequentes Ausmisten dafür, dass unnötige Sachen aussortiert und entsorgt werden können. Vor allem in WG-Küchen sind oft einige Dinge mehrfach vorhanden. Doppelte Utensilien musst du nicht gleich wegwerfen. Sie können gegebenenfalls auch im Keller oder Dachboden aufbewahrt werden.  

Auch mit Dekoration solltest du in kleinen Wohnungen sparsam umgehen. Einzelne Blickfänger sind wirkungsvoller als ein buntes Sammelsurium und der Raum wirkt nicht so überladen. Wenn du regelmäßig aufräumst und ungenutzte Dinge in Regalen, Truhen oder Schränken verstaust wirkt die Wohnung ebenfalls gleich viel größer. 

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