Fridays for Future
Weg von der Kohle, hin zu erneuerbaren Energien – das ist die klare Forderung von "Fridays for Future" | Foto: tibu/GettyImages
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23. Mär 2021

UNICUM Onlineredaktion

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Fridays for Future: Schüler streiken für den Klimaschutz

Das steckt hinter "Fridays for Future"

2018 ging die damals 15-jährige Schwedin Greta Thunberg freitags nicht mehr zur Schule. Stattdessen demonstriert sie vor dem Parlament in Stockholm für mehr Klima- und Umweltschutz. Sie erreichte mit ihrer Bewegung die ganze Welt: Inzwischen haben sich tausende junge Menschen zu der Bewegung "Fridays for Future" weltweit organisiert. Heute ist die 18-jährige Greta zu einer weltweit bekannten und ausgezeichneten Klimaschutzaktivistin geworden, die regelmäßig auf internationalen Konferenzen spricht. 

Auch in Deutschland ist die Klimabewegung längst angekommen. Am 18. Januar 2019 demonstrierten nach eigener Aussage von "Fridays for Future" bereits rund 30.000 junge Menschen in mehr als 50 deutschen Städten für eine bessere Klimapolitik, die schnell handelt. Dabei haben sich nicht nur Schüler /-innen, sondern auch Studierende, Auszubildende und andere junge Menschen zusammengetan und für die Umwelt geschwänzt. Die Vernetzung zu den gemeinsamen Protest-Aktionen lief unter anderem über den Messenger-Dienst WhatsApp und über diverse Social-Media-Kanäle. "Gemeinsam gegen den Klimawandel" lautet ihr Motto, das sie selbstorganisiert und unabhängig von Parteien oder Organisationen umsetzen. Die Bewegung sieht sich als die letzte Generation, die noch etwas gegen den Klimawandel ausrichten und katastrophale Folgen verhindern kann.

Darf man die Schule schwänzen, um zu protestieren?

In Deutschland gilt eine Schulpflicht und die wird nicht einfach außer Kraft gesetzt, wenn man zu einer Demo geht. Trotzdem folgen tausende Schüler /-innen dem Beispiel von Greta Thunberg und demonstrieren während der Unterrichtszeit. Damit erhofft sich die Bewegung eine größere öffentliche Aufmerksamkeit und somit eine stärkere Wirkung. Einige Unterstützer /-innen von "Fridays for Future" begründen den Streik auch damit, dass es nichts bringe, für eine Zukunft zu lernen, die durch die Klimakrise ohnehin zerstört werden würde.

Schüler /-innen, die dem Unterricht fern bleiben, um sich für den Klimaschutz einzusetzen, müssen dennoch damit rechnen, dass ihre Schule ihnen Konsequenzen aufzeigt. Ermahnungen, Strafarbeiten oder Verweise können die Folge von unentschuldigtem Fehlen sein. Allerdings können Eltern für ihre Kinder einen Antrag auf Beurlaubung stellen. Dieser muss begründet sein und bei der Schulleitung eingereicht werden.



Fridays for Future: Für die Zukunft des Planeten

"Fridays for Future" kritisiert die aktuelle Klimapolitik scharf und klagt die Politiker /-innen an, sich nicht ausreichend für den Schutz unserer Erde einzusetzen. Sie belegen diesen Vorwurf damit, dass die Treibhausgase seit Jahren weiter steigen und dass noch immer Kohle, Öl und Gas abgebaut werden, obwohl das Bewusstsein für erneuerbare Energien in den letzten Jahren gestiegen ist. Die Bewegung will die Politik daran erinnern, dass die jungen Menschen noch viele Jahrzehnte auf diesem Planeten leben wollen und müssen – denn eine Alternative gibt es nicht. Dafür müssen die Politiker /-innen die Dringlichkeit ihrer Anliegen erkennen und endlich einlenken, so das erklärte Ziel von "Fridays for Future". 

Demo #AlleFür1Komma5

"Fridays for Future"  hat konkrete Forderungen an die Politik. Zum einen fordern sie die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und zum anderen des 1,5-Grad-Ziels. Explizit möchte "Fridays for Future" für Deutschland:

  • Erreichen der Netto-Null-Emissionen bis 2035
  • Kohleausstieg bis 2030
  • hundertprozentig erneuerbare Energieversorgung bis 2035 

Greta Thunberg: Diese Rede ging um die Welt und machte die Klima-Aktivistin berühmt:

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