Schutz vor Cyberangriffen
Als Studierende*r solltest du dich aktiv vor Cyberangriffen schützen. Foto: Josefa nDiaz/Unsplash
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31. Mär 2022

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Studium A-Z

So schützen sich Studierende gekonnt vor Cyberangriffen

Hochschulen gelten als Datenparadies für Hacker

Es ist mittlerweile bekannt, dass Universitäten und andere Bildungseinrichtungen zur Zielscheibe von Hackerangriffen werden. Grund dafür sind die interessanten Forschungsdaten und die Leichtigkeit, mit der man Bildungsträger im Gegensatz zu Behörden und großen Konzernen angreifen kann. Gerade aus diesem Grund ist es wichtig, dass Universitäten und Studenten dementsprechende Vorkehrungen gegen Cyberangriffe vornehmen. Auf diese Weise können Ransomware Angriffe, bei denen verschlüsselte Daten erst nach der Bezahlung einer hohen Summe an Lösegeld freigegeben werden, verhindert werden. In diesem Kontext ist es umso wichtiger, dass Universitäten regelmäßige Software Updates und Back-ups durchführen und ihre Studenten für das Thema Cyberkriminalität sensibilisieren. Dafür sollten Universitäten regelmäßige Schulungen durch Experten durchführen lassen. Häufig richten sich Cyberangriffe gegen gewisse Institutionen, Personenkreise oder auch Einzelpersonen. Jeder kann praktisch Opfer eines Cyberangriffs werden. Der allererste Schritt ist eine sichere VPN Verbindung, wobei man auf gratis W-LAN in Cafés und in Einkaufszentren nach Möglichkeiten verzichten sollte, um ein sicheres Recherchieren und Surfen zu gewährleisten.

Wo die-Gefahren bezüglich Cyberkriminalität für Studenten lauern

Seit Ausbruch der Pandemie findet der Universitätsalltag vorwiegend online und zuhause statt. Die Gefahr lauert vor allem in der Tatsache, dass Studenten ihre privaten Geräte wie Laptop, Tablet und Personal Computer nutzen, um auf die E-Learning-Plattformen zuzugreifen, an Videokonferenzen teilzunehmen und Vorlesungen online zu streamen. Auch Manuskripte und Hausaufgaben werden auf diese Weise online heruntergeladen. Zwar bringt das Lernen auf dem interaktiven Wege viele Vorteile mit sich, jedoch lauern auch Gefahren bezüglich Cyberangriffen. Ohne die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen kann der unwissende Student, der Opfer eines Kriminellen geworden ist, sich und dem Lerninstitut viel Schaden verursachen. Daher gehen die Handlungsempfehlungen in folgende Richtung:

Browsernutzung

Bevor man auf digitale Lernplattformen im Browser zugreift oder Recherchetätigkeiten für eine Klausur ausführt, sollte die angegebene URL der entsprechenden Website überprüft werden. Es ist auch ratsam, den Inkognito- bzw. Privatmodus des Browsers zu aktivieren. Somit werden gespeicherte Cookies nach Schließung der Seite wieder verworfen. Die Ad-Blocker blocken Werbeanzeigen ab. Diese Werbung kann häufig schädliche Links und Malware beinhalten.

Junger Mann achtet auf Cybersicherheit

E-Mails

Phishing E-Mails können die E-Mail-Adresse des Bildungsinstituts derart fälschen, dass der Student annimmt, dass die Mails direkt von der Hochschule abgeschickt worden sind. Diese haben das Ziel, persönliche Daten abzufangen und Schadprogramme im Anhang zu verbreiten. Öffnet man einen unbekannten Anhang, kann sich die Schadsoftware über die ganzen Endgeräte verteilen und dort Schaden anrichten. Deshalb sollte man sich dahingehend anhand des Spamfilters schützen und verdächtige E-Mails direkt ungeöffnet löschen.

Videokonferenzen

Die Teilnahme an Videokonferenzen ist eine potenzielle Gefahr für Studenten und Dozenten. Deshalb sollte man nur seriösen und zuverlässigen Einladungslinks für Veranstaltungen folgen, die im Zusammenhang mit der Universität stehen. Man sollte keine Einladungslinks öffnen, die per Messenger oder Facebookgruppen angeboten werden.

Die wichtigsten Cybersecurity-Tipps auf einem Blick

  • Sicheres Passwort wählen. Für unterschiedliche Websites sollten auch unterschiedliche, starke Passwörter gewählt werden.
  • Regelmäßige Backups auf externen Festplatten oder USB-Sticks sind wichtig und sichern Daten ab.
  • Software, die man für sein Studium braucht, sollte nur aus vertrauenswürdigen Quellen runtergeladen werden.
  • Die regelmäßige Aktualisierung vom Betriebssystem und dem Virenschutzprogramm ist wichtig, um umfassend geschützt zu sein.
  • Beim Lernen in einer Bibliothek sollte der Laptop Bildschirm gesperrt werden, wenn man kurzzeitig den Platz verlässt. Somit kann niemand Unbefugter auf den PC zugreifen.
  • Eine sichere VPN Verbindung ist einem ungesicherten, öffentlichen WLAN-Netzwerk unbedingt vorzuziehen. Universitäten bieten passwortgeschützte Verbindungen für ihre Immatrikulierten an.

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