VPN für Studenten im Check
Mit einem VPN kannst du auch in öffentlichen Netzwerken deine privaten Daten schützen. | Foto: StartupStockPhotos / Pixabay
Autor

03. Dez 2021

Autor

Studium Digital

Die wichtigsten Gründe für ein VPN für Studenten

Grund 1: Studenten nutzen viele öffentliche Netzwerke

Studenten sind besonders häufig auf öffentliche Netzwerke angewiesen. Gerade im Umfeld des Campus wissen Studierende häufig nicht einmal, welches Netzwerk sie gerade benutzen. Die öffentlichen Wi-Fis gehören zu Hotels, Geschäften oder anderen Akteuren vor Ort.

Gemeinsam haben die Netzwerke zumeist eines: Sie sind nicht sicher. Zum einen verzichten öffentliche Netzwerke meistens auf jegliche Verschlüsselung. Das bedeutet, dass der Datenverkehr für Dritte sichtbar ist. Dies kann kritisch werden, wenn Hacker sich Zugang zu sensiblen Daten wie etwa den Logindaten zum Onlinebanking, aber auch zu sozialen Netzwerken oder zum Onlinecampus der Universität verschaffen. Bereits ein unbedacht installiertes Plugin für den Browser kann ausreichen, um Hackern Tür und Tor zu öffnen.

Grund 2: Studenten sollten sich im Internet unsichtbar bewegen

Es gibt viele Gründe, aus denen Studenten sich im Internet möglichst unsichtbar bzw. anonym bewegen sollten. Wer etwa von sich aus die Karriereseite eines Unternehmens aufruft, erscheint für Personalverantwortliche schnell bei Karrierenetzwerken. Studierende und vor allem Beinahe-Absolventen geben damit ihr Interesse Preis – und senken im schlimmsten Fall ihren Marktwert.

Vielleicht sehen sich Studenten auch die Profile von Kommilitonen an, die bei der Suche nach einem prestigeträchtigen Praktikum oder Werkstudentenjob erfolgreicher waren. Dagegen spricht nichts – allerdings sollte diese Aktivität gegenüber den betreffenden Kommilitonen am besten im Verborgenen bleiben. Ein VPN hilft dabei.

Grund 3: Sicher arbeiten – auch auf Reisen

Als Student für gutes Geld nebenbei bei einem angesehenen Unternehmen arbeiten und damit die Karriere vorbereiten: Diese Vorgehensweise ist ausgesprochen empfehlenswert. Auch Werkstudenten arbeiten immer häufiger remote. Wer dann unachtsam ist, gibt sensible Daten seines Arbeitgebers unbewusst in öffentlichen Netzwerken preis – und riskiert erhebliche Konsequenzen. Die Nutzung eines VPNs wirkt sehr viel professioneller und bewahrt Studierende auch vor Stolperfallen.

Auch im Studium selbst kann ein VPN für die Sicherheit unerlässlich sein. Dies gilt etwa, wenn Studenten sich auf einer Auslandsreise befinden und von dort aus mit ihren Kommilitonen, Lerngruppen, Professoren etc. in Kontakt bleiben möchten. Ein VPN bietet hier über mehr Sicherheit hinaus weitere Vorteile. So ist es zum Beispiel auch vom Ausland aus möglich, heimische Streamingdienste etc. zu nutzen, die aufgrund von Geoblocking ansonsten nicht sichtbar wären.

Grund 4: Kein gläserner Kunde für Suchmaschinen werden

Fast jeder Internetnutzer bedient sich regelmäßig der Dienste einer Suchmaschine. Wer auf ein VPN verzichtet, gibt Google und Co. viele Daten preis. Die Internetriesen zeichnen eine Historie des Suchverlaufs auf und  erstellen dadurch algorithmenbasierte Profile. Diese Speicherung des Suchverlaufs basiert auf der IP, die durch ein VPN verborgen wird. Mit dem richtigen VPN werden Studenten so nicht zu gläsernen Kunden für Google und Co.

Grund 5: Die Nutzungsrestriktionen der Uni umgehen

Viele Universitäten sind in den letzten Jahren zu restriktiven Nutzungsregeln übergegangen. Wer die öffentlichen Netzwerke der Universität nutzt, kann dann zum Beispiel soziale Netzwerke nicht mehr aufrufen. Dies schmälert nicht nur den Unterhaltungswert auf dem Campus, sondern kann auch bei manchen Recherchen hinderlich sein. Mit einem VPN ist es möglich, die Richtlinien der Uni zu umgehen.

Wie funktioniert ein VPN?

Ein VPN bezeichnet eine sichere Verbindung zwischen einem Anwender und dem Internet. Das VPN verschlüsselt den gesamten Datenverkehr und macht ihn damit für unbefugte Dritte unsichtbar. Außerdem bietet ein VPN deutlich mehr Privatsphäre, weil es die IP-Adresse und damit Identität und den Standort des Anwenders wirksam verbirgt.

Ein VPN lässt sich mit allen Endgeräten nutzen – am heimischen Desktop ebenso wie am Laptop, Tablet PC oder Smartphone. Besonders wichtig ist die Nutzung eines VPNs jedoch in öffentlichen Netzwerken, die häufig nicht geschützt sind. Wer diese ohne VPN nutzt, legt seinen gesamten Datenverkehr – und häufig auch alle im Endgerät gespeicherten Informationen – ungeschützt offen.

Wer ein VPN nutzt, bedient sich eines Remoteservers als Vermittler auf den Weg ins Internet. Für Dritte – zum Beispiel Hacker, aber auch den eigenen Internet-Service-Provider (ISP) - ist dieser Server gleichbedeutend mit dem Nutzer. Die eigene Identität ist nicht zu ermitteln. Was ein VPN Nutzer im Internet tut – also welche Seiten er besucht, was er in Formulare eintippt etc. – ist für Dritte nicht zu sehen. Wissen könnte es allenfalls der VPN Betreiber. Vor allem sogenannten No-Log VPNs verzichten jedoch gänzlich auf die Speicherung dieser Daten und bieten damit ein Höchstmaß an Diskretion und Schutz.

VPN für Studenten: Überschaubare Kosten

Die Kosten eines VPNs sind auch für Studenten gut zu stemmen. Passable Lösungen für alle Endgeräte gibt es bereits für monatliche Abonnementgebühren unter 10 Euro. Wer jährliche anstelle monatlicher Zahlungen wählt, spart häufig einige Prozent.

Mitunter werden auch kostenlose VPNs beworben. Diese sind allerdings nicht empfehlenswert, weil die Betreiber häufig Geld mit der Weitergabe der Kundendaten verdienen. Genau diesen Mangel an Privatsphäre soll ein virtuelles privates Netzwerk schließlich verhindern und nicht befördern.

Artikel-Bewertung:

Anzahl Bewertungen: 255.
×

Kostenloses Infomaterial