Urlaubssemester
Die meisten nutzen ein Urlaubssemester für einen Auslandsaufenthalt | Foto: Thinkstock/remains
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01. Apr 2015

Kristin Hahn

Uni-Orga

Pause gefällig? Mach ein Urlaubssemester!

Fristen, Rückmeldung, BAföG: Das musst du wissen!

Das Wichtigste zum Urlaubssemester in Kürze

  • Fristen einhalten! Insbesondere bei Auslandsprogrammen oder Stipendien, aber auch für die Antragstellung auf Beurlaubung bei der Heimat-Uni.
  • Pause nonstop? Maximal zwei Semester können normalerweise beurlaubt werden.
  • Rückmeldung nicht vergessen! Auch wenn der Semesterbeitrag geringer ausfällt.
  • Doch mal eben zurück? Während der Beurlaubung besteht kein Recht auf Lehrveranstaltungen oder Prüfungsleistungen.
  • Extrarunde? Ein Urlaubssemester wird nicht als Fachsemester angerechnet.
  • Uni-Pause = BAföG-Pause! Ausnahme ist das Auslands-BAföG für ein Studium in der Ferne, das extra beantragt werden muss.
  • Sicher versichert! Auch während eines Urlaubssemesters bleibst du krankenversichert. Bei Auslandsaufenthalten kann eine Zusatzversicherung erforderlich sein.

Uni-Auszeit: Ein Erfahrungsbericht

Hannah (22) nutzte gleich zweimal die Chance, aus Deutschland rauszukommen. Innerhalb von zwei Semestern absolvierte die "Deutsch als Fremdsprache"-Studentin zunächst ein freiwilliges Praktikum am German Department an der Uni Melbourne und anschließend ein Erasmus-Auslandssemester am Trinity College in Dublin. Und weil's so schön war, blieb Hannah gleich dort und hing noch ein Praktikum am Goethe-Institutin Dublin hinten dran.

Die Auszeit hat sich gelohnt, denn neben einem Einblick in das irische Studentenleben hat Hannah jede Menge Berufserfahrung mitnehmen können: "In Australien habe ich selbst Studenten unterrichtet, Tests und Unterrichtsmaterialien erstellt und Veranstaltungen für den deutschen Stammtisch organisiert. Zu meinem Studienfach hat das gut gepasst", erklärt sie. Auf ihre Möglichkeiten wurde sie durch den institutsinternen E-Mail-Verteiler der LMU München aufmerksam.

Finanzen, Schlafplatz und Co.

Für nahezu jeden Traum gibt es unterstützende Programme, die den organisatorischen Teil erleichtern. Eines der bekanntesten ist Erasmus+ von der Europäischen Union, welches durch Abkommen zwischen Partnerhochschulen sowohl die Anerkennung von Studienleistungen im Ausland regelt als auch finanzielle Unterstützung gewährleistet.

Wer gerne selbst organisiert, kann auch allein auf die Suche nach Bildungsangeboten oder Praktika-Stellen gehen. Hannah sieht einen ganz klaren Vorteil bei Erasmus: "Es ist super, um schnell neue Leute aus verschiedenen Ländern kennenzulernen. In Dublin gab es sehr viele Aktionen für internationale und irische Studierende, von Filmabenden über Ausflüge."

Ebenso breit gefächert sind die finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten. Insbesondere für Auslandsaufenthalte existieren zahlreiche Anlaufstellen für Stipendien, wie zum Beispiel der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). Nichtsdestotrotz muss man sich darüber bewusst sein, dass einige Aufenthalte kostspielig sind und ein gewisses finanzielles Polster voraussetzen. Auch um einen möglichen Schlafplatz während eines Auslandsaufenthaltes solltet ihr euch frühestmöglich kümmern, da zahlreiche Universitäten lediglich über eine begrenzte Anzahl an Plätzen in einem Studentenwohnheim verfügen.

Kontakte oder internationale WG-Börsen können dabei hilfreich sein. "In Australien hat mir eine Sprachassistentin, die schon vor Ort war, eine WG vermittelt. In Dublin kam ich zunächst in einem Studentenwohnheim unter, bevor ich mir für das anschließende Praktikum selbst vor Ort ein WG-Zimmer gesucht habe", erzählt Hannah.

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