Lass dich nicht unterkriegen!
Ein großer Bücherstapel kann schnell demotivieren. Foto: congerdesign/pixabay
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13. Jan 2021

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Uni-Orga

So motivierst du dich zum Lernen!

Mit Selbstmotivation zum Lernerfolg

Das mit dem Lernen ist schon eine spannende Sache. Jeder hat da bereits seine individuellen Erfahrungen gesammelt. Die richtige Motivation zu finden, scheint manchmal unerreichbar. Erst wenn der Zeitdruck so groß ist, dass das Pensum kaum noch zu schaffen ist, kommt sie für die meisten von alleine. Doch man kann schon zuvor einiges tun, um sich rechtzeitig selbst zu motivieren und damit erfolgreicher zu lernen.

Da steht man nun wieder einmal vor der großen Aufgabe, den ganzen Lernstoff in den grauen Speicher zu bekommen, aber es ist ja noch Zeit bis zum Termin. Fast ist man geneigt, die Gedanken an das Ende der Frist aufzuschieben, dabei ist eine ausgefeilte Vorbereitung wertvoll. Rechtzeitig gut gewappnet lässt sich das Wissen leichter aufnehmen und vor allem lassen sich von vornherein Dinge abstellen, die dich demotivieren oder anderweitig vom Lernen abhalten.

Der passende Arbeitsplatz

Eigentlich ist es naheliegend und doch von vielen unbeachtet. Um regelmäßig zu lernen, braucht es einen Platz, wo dies ohne Probleme möglich ist: gleiche Zeit, gleicher Ort. So schafft man sich eine Routine, die zum Lernen anhält. Am besten eignet sich ein Arbeitsplatz, wo es ruhig ist. Mitten im Trubel ist man zu schnell abgelenkt und Ablenkungen sind eine große Versuchung, die es zu vermeiden gilt. Ein erster Schritt ist es, die Lernumgebung so zu gestalten, dass man sich ungestört auf das Lernen konzentrieren kann.

Ein kleiner Schreibtisch in einer stillen Ecke oder eine große Arbeitsfläche, die viel Platz zum Sortieren von Notizen und Arbeitsmaterialien lässt. Jeder ist unterschiedlich und braucht etwas anderes. Wichtig sind eine gewisse Grundordnung und der passende Bürobedarf. So lässt sich der Lernstoff gut strukturieren und alles, was man für die Bearbeitung benötigt, ist bereits ohne langes Suchen vor Ort.

Ein schönes Ambiente erleichtert das Lernen ebenso. Wer sich an seinem Arbeitsplatz wohlfühlt, dem wird es leichter fallen, sich dorthin zu begeben und längere Zeit konzentriert mit Lernen zu verbringen. Ein heller Ort mit angenehm ausgeleuchteter Arbeitsfläche hilft gegen die aufkommende Müdigkeit. Was aber getrost fehlen darf, ist das Handy. Am besten ist es ausgeschaltet und außer Sichtweite.

Struktur hilft beim Motivieren

Die passende Strategie

Der oftmals riesige Berg an Lernstoff wirkt einschüchternd und kaum zu bewältigen. Viele fangen irgendwo, vermeintlich am Anfang an und versuchen so lange die Aufmerksamkeit hält, möglichst viel Wissen zu speichern. Doch die Kapazitäten sind schnell erschöpft und das gewünschte Ergebnis bleibt aus, was letztendlich mehr frustriert, als hilft.

Kleine Häppchen sind leichter zu verdauen und liegen nicht so schwer im Magen. Eine gute Vorbereitung ist die Strukturierung des Lernstoffes und die Erstellung eines Lernplans. Den riesigen Berg in kleine Lernschritte aufzuteilen und somit nach und nach abzubauen hilft. Der erste Schritt ist oftmals der schwerste, aber mit jedem Weiteren kommt man voran und es wird leichter, dabei zu bleiben. Kleine Schritte und kleine Ziele zu erreichen sorgt für eine stärkere Motivation weiterzumachen.

Dabei ist es hilfreich, die einzelnen Lernziele mit kleinen Belohnungen zu feiern. Für manche ist schon das Abhaken auf einer zuvor erstellten To-do-Liste oder im Lernplan mit einem Hochgefühl verbunden. Dadurch lässt sich zum einen der Lernfortschritt beobachten und gleichzeitig die Motivation anheizen.

Die Lernzeit effektiv zu nutzen hängt aber nicht nur vom Lernpensum, sondern auch von einer zielführenden Zeitgestaltung ab. Wer viel auf einmal lernt und sich kaum oder keine Pausen gönnt, ist schnell ermüdet und kann so auf lange Sicht weniger lernen. Hierbei helfen unterschiedliche Techniken, wie beispielsweise die Pomodoro-Methode. Es wird ein festes Zeitfenster zum Lernen und ebenso für die Pause festgelegt. Dabei hilft ein kleiner Wecker. Natürlich gibt es dafür eine App, aber das Telefon verleitet schnell zu weiteren Versuchungen.

Das passende Mindset

Motivation hängt von vielen Faktoren ab. Sie kann von außen mit Belohnungen gelockt oder aber auch von innen heraus eingesetzt werden. Besonders beim Lernen ist es manchmal nicht leicht, weil man etwas eben noch nicht gut kann oder aber gar keinen Nutzen in dem Erlernten selbst sieht. Es muss halt gemacht werden und ich kann das einfach nicht, stehen als Aussagen dann schnell im Raum.

Es hilft, sich am Anfang darüber bewusst zu werden, warum das Lernen so wichtig ist. Macht man es, um selbst voranzukommen oder ist es ein notwendiger Schritt auf dem Weg, beispielsweise um einen Abschluss zu erreichen. Motivation von außen ist dabei unkompliziert: bessere Noten, besseres Zeugnis, bessere Chancen. Selbstmotivation ist dagegen aber deutlich effizienter und nutzt sich nicht so schnell ab.

Selbstmotivation - drei wichtige Antreiber

Sich selbst zu motivieren ist unabhängig von äußeren Belohnungen. Man macht etwas, weil man es für sich als wertvoll erachtet. Dabei sind drei Faktoren besonders ermutigend: Sinn und Zweck, Wettbewerb und persönlicher Freiraum. Es ist leichter, etwas zu lernen, das eine Bedeutung für dich hat und das ist oftmals eine Frage der Betrachtung. Welchem persönlichen Zweck dient die Bewältigung des Lernberges und wie ordnet sie sich in einen größeren Sinnzusammenhang ein?

Wettbewerb hilft, wenn Vergleiche auch nicht immer sinnvoll sind. Lernen selbst macht oft keinen Spaß, aber nach und nach voranzukommen und zu spüren, wie sich das Wissen immer mehr verknüpft. Oder zu beobachten, wie der Lernberg stetig kleiner wird, weil schon ein großer Teil geschafft ist, motiviert ungemein. Dabei kann auch das Lernen in einer Gruppe oder mit einem festen Trainingspartner unterstützend wirken.

Letztendlich bleibt der Freiraum, den jeder persönlich hat. Lernt man nur, um äußeren Ansprüchen zu genügen und in dem Gefühl hilflos ausgeliefert zu sein, ist es viel schwerer sich selbst aufzuraffen. Kann man sein Leben jedoch weitestgehend selbstbestimmt gestalten und bezieht dies auch auf den Lernprozess, so steht der Selbstmotivation und damit auch dem Lernerfolg nicht mehr viel im Weg.

 

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