Emma Stone und Ryan Gosling in La La Land
Traumtänzer: Emma Stone und Ryan Gosling in "La La Land" | Foto: Studiocanal
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24. Mai 2017

Anna Lenja Hartfiel

Filme

La La Land

Ein Hoch auf alle Träumer! Ab dem 24. Mai fürs Heimkino erhältlich

Willkommen in der Traumfabrik

Los Angeles: Wer hier hinzieht, träumt vom großen Durchbruch – ob als Schauspieler, Regisseur, Musiker oder Tänzer. Statt in Villen in den Hollywood Hills abzuhängen, verbringen die meisten von ihnen die Zeit jedoch irgendwo zwischen Castings und Aushilfsjobs im berüchtigten LA-Stau. Genau dort beginnt auch die erste Szene von "La La Land" mit viel Musik, Gesang und Tanz. Und ganz vielen Menschen, die singend ihren Träumen von einer Hollywood-Karriere hinterherjagen ("Climb these hills, I'm reaching for the heights and chasing all the lights that shine").

Mia (Emma Stone) und Sebastian (Ryan Gosling) sind zwei von ihnen. Mia will eine erfolgreiche Schauspielerin werden und rennt von einem Casting zum nächsten. Ihr Geld verdient sie mit einem Job in einem Coffee Shop auf dem Warner Brothers Studiogelände. Sebastian träumt von seinem eigenen Jazz-Club, muss aber in einem Restaurant Gäste mit Fahrstuhlmusik bespaßen. Wie das Schicksal es so will, lernen sich die beiden kennen, verlieben sich und werden ein Paar.

Hommage an das alte Hollywood

Die Liebesgeschichte von Sebastian und Mia ist gleichzeitig eine musikalische Liebeserklärung an Los Angeles, die einen gut zwei Stunden lang in ihren Bann zieht. Regisseur Damien Chazelle ("Whiplash") ist es gelungen, eine Hommage an das alte Hollywood zu kreieren, ohne dabei altmodisch zu wirken. Die gute alte Traumfabrik, die uns schon so einiges persönliches Drama, Wirtschaftskrisen und sogar Kriege hat vergessen lassen. Eskapismus und heile Welt, Fred Astaire und Judy Garlant: Musical-Filme waren das letzte Mal in den Fünziger- und Sechzigerjahren so richtig erfolgreich.

Im Hinblick auf die angespannte weltpolitische Lage und die Zerrissenheit der amerikanischen Gesellschaft passt es daher vielleicht ganz gut ins Bild, dass "La La Land" 2017 jede Menge wichtiger Filmpreise abgeräumt hat: darunter sieben Golden Globes (so viele wie noch kein anderer Film) und sechs Oscars.

Kein Musical ohne Musik

"La La Land" wäre natürlich kein Musical-Film, wenn Musik nicht eine zentrale Rolle spielen würde. Der Soundtrack, der vom Komponisten Justin Hurwitz komponiert wurde, der übrigens mit dem Regisseur Damien Chazelle zusammen studiert hat, trägt den Zuschauer durch die Handlung des Films. Man verfolgt die herzzerreißende Liebesgeschichte und während Mia und Seb gemeinsam durch die Warner Studios schlendern oder singend über die Lichter des nächtlichen Los Angeles schauen, verliebt man sich nach und nach selbst ein kleines bisschen in die Stadt – die City of Stars, wie sie in einem der zentralen Songs aus dem Soundtrack genannt wird.

Fazit zu "La La Land"

Wer mit Gesang in Filmen eigentlich nicht viel anfangen kann (wie die Autorin dieses Beitrags, Anm. d. Red.), sollte "La La Land" ruhig trotzdem eine Chance geben. Denn der Film ist überraschend kurzweilig. Auch wenn die Story an sich eher flach ist – den wirklichen Charme des Films machen die schauspielerische Leistung und die Chemie von Emma Stone und Ryan Gosling aus. Dass die beiden auf der Leinwand ziemlich gut harmonieren, haben sie seit "Crazy, Stupid, Love" ja schon mehrmals bewiesen.

Um den Jazz-Pianisten Seb im Film authentisch verkörpern zu können, hat Ryan Gosling sogar monatelang täglich mehrere Stunden Klavierunterricht genommen. Alle, die Ryan Gosling beim Klavier lernen zuschauen, oder mehr über die Kompositionen im Film erfahren möchten, finden auf der DVD außerdem ein paar schöne Extras!


La La Land DVDUNICUM Filmtipp

LA LA LAND

Musical, USA 2016

Darsteller u.a.: Emma Stone, Ryan Gosling

Verleih: Studiocanal

Heimkinostart: 24. Mai 2017

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