Nachhaltig reisen Frau im Zug schaut aus dem Fenster
Wer Zug statt Flugzeug wählt, schont nicht nur das Klima, sondern sieht auch mehr von der Welt! | Foto: Natee Meepian/Getty Images
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18. Feb 2019

Eva Nitsch

Freizeit

Nachhaltig reisen: Die Welt entdecken, ohne ihr zu schaden

So bleibt dein ökologischer Fußabdruck auch unterwegs möglichst klein

Reiseplanung und Anreise: möglichst klimaschonend

Deine Reiseplanung beginnt mit der Wahl deines Reiseziels, der Reiseform und des Transportmittels. Wenn du dir überlegt hast, wo es hingehen soll, mache dich ein bisschen mit deinem Ziel vertraut. Informiere dich über Sitten und Gebräuche des Landes, um nicht ins Fettnäpfchen zu treten. Einige Brocken der Landessprache zu kennen, kann auch ein richtiger Icebreaker sein.
Bei der Wahl des Transportmittels solltest du überlegen was angemessen und möglich ist. Fernreisen mit dem Flugzeug sollten ein besonderes und seltenes Highlight sein, denn Flugzeuge haben einen hohen CO2-Ausstoß. Wenn du eine Flugreise unternimmst, bleibe dafür lieber lange am Urlaubsort und nutze die Zeit intensiv. Komplett vermeiden solltest du Kurzstreckenflüge – dabei stehen Schaden und Nutzen in keinem Verhältnis. Einen noch höheren Impact haben Kreuzfahrten, da die Schiffe mit Schweröl angetrieben werden und außerdem zur Meeresverschmutzung beitragen. Daher gilt es, auch diese zu vermeiden. Wenn du reist, nutze wann immer es geht umweltfreundlichere Alternativen wie Züge und Reisebusse. Vielleicht hast du sogar Lust auf eine Reise mit deinem Rad aufzubrechen?

Nachhaltig reisen: Mit der Bahn durch Europa

Du willst ein großes Abenteuer erleben, aber dabei deinen ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich halten? Innerhalb von Europa kannst du fast alle deiner Ziele mit der Bahn erreichen. Die Anreise dauert dann zwar länger, aber hat auch viele Vorteile. Zum Beispiel sind Züge komfortabler und bieten dir einen schönen Ausblick, du musst dich nicht penibel an Gepäckbestimmungen halten und du kommst direkt im Stadtzentrum an, anstelle von einem auswärtsgelegenen Flughafen. Auf der Homepage von Interrail kannst du dir einen Bahnpass, das so genannte Interrail-Ticket, buchen, mit dem du die Möglichkeit hast, mit fast allen Zügen in Europa zu reisen. Du kannst dabei zwischen verschiedenen Modellen wählen und selbst anpassen, für wie viele Länder und welchen Zeitraum das Ticket gültig sein soll. Für Reisende unter 27 gibt es sogar spezielle, günstigere Angebote.

Unterstütze die Bevölkerung deines Urlaubslandes

Gestalte deine Reise als Win-Win Situation für die Bevölkerung in deinem Urlaubsland und dich. Bei der Wahl deiner Unterkunft solltest du deshalb die lokalen Anbieter den großen, internationalen Hotelketten vorziehen. Oder du buchst dir gleich eine Privatunterkunft. Probiere vor Ort die Spezialitäten des Landes und gehe lieber nicht bei den großen Fastfoodketten essen. Am besten fragst du einfach jemanden, was das beliebteste Lokal der Einheimischen ist oder schaust auf Seiten wie Tripadvisor nach guten Restaurants. Erkundige dich auch, wie hoch ein übliches Trinkgeld im Urlaubsland ist und gib lieber zu viel als zu wenig. Gerade in der Gastronomie- und Tourismusbranche verdienen die Menschen oft wenig und sind auf das extra Geld angewiesen.

Wenn du in der Unterkunft selbst kochst, kannst du deine Lebensmittel auf lokalen Märkten, statt im Supermarkt einkaufen. Diese zu besuchen ist oft wirklich ein schönes Erlebnis und bringt dir die Esskultur des Landes nochmal etwas näher.

Im Urlaub macht es natürlich auch Spaß, ein bisschen shoppen zu gehen. Überlege aber genau, ob du das Teil wirklich brauchst oder ob du es nur aus einer Laune heraus kaufst. Und als Mitbringsel aus dem Urlaub, freuen sich deine Lieben zu Hause bestimmt viel mehr über eine Postkarte, oder ein Produkt aus dem lokalen Handwerk, anstelle von importiertem Krimskrams aus Souvenirgeschäften.


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Klimaschutz vor Ort im Reiseland

Auf Reisen kann einiges an Müll zusammenkommen: Einwegverpackungen von Snacks, Eintrittskarten, Kosmetikpröbchen oder diverse Infobroschüren. Dabei ist es ist gar nicht schwer, diesen unnötigen Abfall zu vermeiden. Packe dir einfach eine Trinkflasche und eine Dose ins Gepäck. In vielen Orten gibt es öffentliche Trinkbrunnen, an denen du die Flasche immer wieder befüllen kannst und in vielen Lokalen ist es möglich, das Essen direkt in die Dose zu geben. Die typischen kleinen Kosmetik-Reisegrößen aus Plastik kannst du gegen festes Shampoo und feste Seifen ersetzen. Bord- und Eintrittskarten kannst du häufig auch papierlos auf dein Smartphone laden. Straßenkarten und alle Infos zu Sehenswürdigkeiten stehen dir ebenso online zur Verfügung.

Vor Ort ist es am besten auf den Mietwagen zu verzichten und zu Fuß, mit dem ÖVP oder per Leihrad das Land zu erkunden. So kommst du mehr in Kontakt mit den Einheimischen und lernst das Land noch besser kennen. 

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