Sprachen Karriere
Die Welt steht dir offen – wenn du ihre Sprache sprichst! | Foto: Thinkstock/BrianAJackson

Auslandssemester

17.01.2016

Einstufungstest Englisch

Englischsprachtests

Im Überblick: Cambridge, TOEFL und IELTS

Ob Studium oder Beruf: Ohne gute Englisch-Kenntnisse geht heutzutage fast gar nichts mehr. Ein Zertifikat zu einem bestandenen Einstufungstest ist in den meisten Bewerbun ... mehr »

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27. Okt 2016

Tom Schmidtgen

Berufseinstieg

Sprichst du Karriere?

Diese Fremdsprachen bringen dich weiter!

Englisch

Englisch ist aktuell die Welt- und Geschäftssprache Nummer eins! In fast jedem Job werden mindestens gute Englischkenntnisse vorausgesetzt, egal ob als Manager oder Verkäufer. Besonders gefragt ist Englisch aber in der IT-Branche. Experten sind sich einig, dass sich an der Bedeutsamkeit von Englisch bis 2025 nichts ändern wird. Zum Glück ist die Sprache in der Schule verpflichtend und kann relativ einfach aufgefrischt werden.

Französisch

Französisch ist die Sprache unseres wichtigsten Wirtschaftspartners. Somit kann Französisch in jeder Branche von Bedeutung sein. Außerdem ist es die Diplomatensprache und wird deshalb im Außendienst Deutschlands vorausgesetzt. Führend sind französische Firmen in der Pharmaindustrie und im Energiesektor. Durch die komplizierte Schreib- und Sprechweise ist Französisch schwieriger zu erlernen als Englisch. Laut Experten soll Französisch etwas an Bedeutung verlieren und in zehn Jahren auf Platz sechs der wichtigsten Sprachen landen.

Spanisch

Auch Spanisch kann viele Türen öffnen: Für Spanien ist Deutschland der zweitwichtigste Handelspartner. Wichtig ist die Sprache im Tourismussektor. Circa 10 Millionen Deutsche reisen jährlich in das Urlaubsland. Auch in Südamerika ist Spanisch die wichtigste Sprache, und in den USA haben ein Sechstel der Bevölkerung spanische Wurzeln. Firmen mit einem Bezug in diese Länder suchen also vermehrt Spanischsprecher. Spanisch wird auch in zehn Jahren noch die viertwichtigste Sprache der Welt bleiben. Sie ist einfacher zu lernen als Französisch.

Chinesisch/Mandarin

Chinesisch wird immer wichtiger! China ist nicht nur das bevölkerungsreichste Land der Welt, sondern wird bald zur Wirtschaftsmacht Nummer eins aufsteigen. Im internationalen Handel steigt damit die Attraktivität von Bewerbern mit Chinesisch-Kenntnissen. Das meistgesprochene Chinesisch ist Mandarin. Es hat den Ruf mit knapp 87.000 Schriftzeichen eine schwere Sprache zu sein. Allerdings gibt es im Mandarin keine Zeitformen und keine Grammatik.

Russisch

Russland ist für Deutschland ebenfalls ein wichtiger Partner. 22 Milliarden Euro exportieren wir jährlich in die Russische Föderation. Deutschland pflegt zu Russland einen regen Kultur- und Bildungsaustausch. Gerade in diesen Branchen (z.B. in Stiftungen) ist das Russische also wichtig. In Zukunft werden die Geschäfte mit Russland verstärkt und die Bedeutsamkeit steigt damit. Durch das kyrillische Alphabet ist die Sprache aber recht schwer zu erlernen.

Arabisch

In 57 Ländern wird Arabisch gesprochen. Besonders bedeutsam ist es damit in der Politik, im Militär, dem Journalismus und im Tourismus. Der Westen importiert aus den arabischen Ländern das meiste Erdöl. Im Energiesektor ist die Sprache also von Vorteil. Im Zuge der Flüchtlingskrise ist Arabisch zudem auch bei sozialen Berufen in Deutschland wichtiger geworden und wird es noch bleiben. Auch Arabisch ist ähnlich schwer wie Russisch oder Mandarin zu erlernen.


Fremdsprachen Berusfeinstieg


InfoWarum ist es für Bewerber so wichtig Fremdsprachen zu erlernen?

Bewerbungsguru Jürgen Hesse von der Bewerbungs- und Karriereberatung Hesse/Schrader sagt:

"Neben einer Kompetenz und einer Spezialisierung ist die Kommunikationsfähigkeit das Wichtigste in der Arbeitswelt. Dazu gehört es auch Gespräche außerhalb der Muttersprache führen zu können. Englisch ist dabei Pflicht. Bei Chefs kommt es außerdem immer gut an, wenn der Bewerber einen Auslandsaufenthalt vorzuweisen hat. Dann sieht man, dass er das Nest verlassen und Erfahrungen gesammelt hat. Das Sprechen einer etwas exotischeren Sprache spricht außerdem immer für die Intelligenz der Person."

InfoExotische Sprachen lernen

Immens wichtig sind auch vermeintlich kleinere Sprachen. Dazu zählt auf jeden Fall Japanisch. Bis 2025 wird das die drittwichtigste Sprache der Welt. Der Grund ist die Verlagerung der Handelsbeziehungen nach Fernost. Japanisch sprechen zu können ist aktuell ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Ähnlich sieht es bei Italienisch aus. Diese Sprache ist ebenfalls im diplomatischen Bereich gefragt.

Je nachdem an welcher Ecke Deutschlands man arbeitet ist auf jeden Fall die Sprache des jeweiligen Nachbarlandes von Vorteil, so zum Beispiel Tschechisch, Polnisch, Dänisch oder Niederländisch. Am Ende hängt aber alles von der Firma, und deren Kooperationsländern ab, bei der man sich bewirbt.

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3.17 von 5 Sternen bei 138 Bewertungen.

Deine Meinung:

Veröffentlicht am 03. Nov 2016 um 11:56 Uhr von _Sandra
Inwiefern genau ist denn italienisch im diplomatischen Bereich gefragt?
Veröffentlicht am 03. Nov 2016 um 19:12 Uhr von Gregor Gawellek
Die Aussage, dass Hochchinesisch (oft fälschlicherweise als "Mandarin" bezeichnet) eine schwer zu erlernende Sprache ist, ist sicherlich korrekt. Das liegt allerdings nicht nur an den enorm vielen Schriftzeichen (von denen im Alltag jedoch nur ein etwas kleinerer Teil benötigt wird), sondern auch an der Tatsache, dass es sich beim Hochchinesischen um eine sehr silbenarme Tonhöhensprache handelt, d.h. die sehr wenigen Silben unterscheiden sich teils nur in der Tonhöhe, in der sie ausgesprochen werden und in ihrer Schreibweise (die man aber leider nicht hören kann). Zeitformen gibt es zudem implizit sehr wohl, teils werden sie sogar zwingend zusätzlich durch bestimmte Schlüsselworte/-silben gekennzeichnet, auch wenn die Verben nicht weiter konjugiert werden (was es jedoch nicht etwa einfacher macht, sondern stattdessen für mehr Missverständnisse sorgt). Dass sich die Zeitform in vielen Fällen also sehr wohl aus dem Satz oder seinem Textumfeld erschließen lässt, zeigt schon, dass auch das Hochchinesische -- anders als im Artikel behauptet -- ein Grammatik besitzt. Eine Grammatik besitzt ohnehin definitiv jede(!) Sprache, und wenn es nur eine Grammatik ist, die einem so viele Freiheiten lässt, dass man sie als Muttersprachler überhaupt nicht bemerkt. Sie existiert dann aber trotzdem, was man beim Hochchinesischen z.B. sehr leicht erkennen kann, wenn man einen Satz formuliert, der genau dieser angeblich nicht vorhandenen Grammatik widerspricht. Man vertausche nur einmal Subjekt und Objekt in einem Satz wie: "Der Hund beißt den Mann." -- Das Gelächter der Chinesen über den Mann, der den Hund beißt, wird einem schon beweisen, dass auch das Hochchinesische eine Grammatik hat. Sie ist jedoch noch nicht vollständig erforscht und ausformuliert, was das Erlernen für Nicht-Muttersprachler nochmals weiter erschwert. Anders als offenbar der Autor dieses Artikels weiß ich übrigens, wovon ich spreche, denn ich studiere unter anderem Sinologie (= "Chinastudien"), wofür Hochchinesisch Pflicht ist. Wir hatten eine Abbrecherquote von gut 1/3 im ersten Semester. Das hat schon seine Gründe ... Was Russisch bzw. das kyrillische Alphabet betrifft, so kann ich jedoch aus eigener schulischer Erfahrung Entwarnung geben: Die paar Buchstaben hat man in kürzester Zeit gelernt. Was Russisch ein wenig schwerer macht, ist die für Deutsche zunächst etwas ungewohnte Grammatik. Auch die ist aber gar nicht soooooo schwierig und vor allem wesentlich eindeutiger und leichter als viele Wendungen im Klassischen Chinesisch, im Literarischen Chinesisch oder im Hochchinesischen.