UNI-Forum

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 5 von 6
  1. #1
    CafeSchultz Gast

    Immatrikuliert sein, aber (noch) nicht studieren geht das?

    Also ich habe folgendes Problem. Ich habe mein Bachelorstudium Übersetzen erfolgreich abgeschlossen. Im Anschluss daran habe ich mich für ein Zweitstudium Kommunikationswissenschaft beworben. Es ist mein absolutes Traumstudium sowohl vom Inhalt, als auch im Hinblick auf den späteren Beruf und noch dazu in meiner Lieblingsstadt München. Ich habe auch ohne Probleme einen Studienplatz bekommen (jippieee).

    Das Problem ist nur, dass das Semester schon im Oktober anfängt, Einführungsveranstaltung sind schon am 11.10 und ich es bis dahin nicht schaffen werde mir Umzug, Zweitstudiengebühren usw. zu finanzieren. Habe zwar gearbeitet und etwas Geld gespart, aber für Umzug und Zweitstudiengebühren reicht es eben hinten und vorne noch nicht.

    Meine Eltern sind gegen dieses Zweitstudium, also kann ich da auch keine Unterstützung erwarten. Bafög bekomme ich auch nicht.

    Jetzt bin ich am Überlegen, ob ich mich nicht ganz normal immatrikulieren soll und zu den Einführungsveranstaltungen hingehe, aber das nächste halbe Jahr noch in meiner Heimatstadt bleibe und arbeite und erst im kommenden Sommersemester nach München umziehe und richtig anfange zu studieren.

    Wäre das rechtlich überhaupt möglich? Oder muss ich damit rechen, dass ich exmatrikuliert werde, wenn festgestellt wird, dass ich keine Studienleistungen erbracht habe?

    Wie gesagt dieses Zweitstudium bedeutet mir sehr viel.

    Eine Möglichkeit wäre natürlich den Studienplatz jetzt nicht anzunehmen und mich nächstes Jahr noch einmal bewerben.

    Ich habe Angst, dass es da so eine Art „rote Liste“ gibt, also dass ich nächstes Jahr keinen Studienplatz bekommen, wenn die Leute die da für die Vergabe von Studienplätzen verantwortlich sind, sehen, dass ich schonmal einen Studienplatz bekommen und nicht angenommen habe.
    Gibt es so was, dass man wenn man einmal einen Studienplatz ablehnt hat im nächsten Jahr dann keinen mehr bekommt oder zumindest anderen Zweitstudienbewerbern Vorrang gegeben wird?

    Oh man es ist alles so schwierig. Sorry, dass ich soviel geschrieben hab. Ich weiß es ist alles sehr chaotisch. Hoffe ihr steigt da noch einigermaßen durch.

  2. #2
    Neroli ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
    Registriert seit
    02.05.2004
    Beiträge
    4.452
    Zitat Zitat von CafeSchultz
    Meine Eltern sind gegen dieses Zweitstudium, also kann ich da auch keine Unterstützung erwarten. Bafög bekomme ich auch nicht.
    Woher weißt du das? Hast du dich erkundigt, ob das BAFöG-Amt Kommunikationswissenschaften wirklich nicht als aufbauend auf deinen Bachelor ansieht? Selbst wenn deine Eltern zu viel verdienen sollten für eine Zahlung durch den Staat, kann das Amt deine Eltern dazu bringen, dir Unterstützung zu zahlen (soweit dein Studiengang als aufbauend auf den ersten angesehen wird.)

    Ciao,
    Neroli

    Life’s about film stars and less about mothers
    It’s all about fast cars cussing each other
    But it doesn’t matter cause I’m packing plastic
    and that’s what makes my life so fucking fantastic


    Lily Allen - The Fear

  3. #3
    Seemops ist offline "Professor" (750-1499 Beiträge)
    Registriert seit
    23.01.2006
    Beiträge
    1.193
    ob du studienleistungen erbringen musst, bsi zu einem bestimmten zeitpunkt, steht in der maßgebenden prüfungsordnung. wenn dem nicht so ist, kannst du das semester in der nase bohren und machen was du magst. wenn du also erst mal arbeiten gehen willst, also sowieso ein semester verlierst, würde ich den studienplatz behalten, auch wenn dich dann studiengebühren kostet (falls du das finanzieren kannst). ob du im nächsten semester wieder einen studienplatz bekommst, ist immer die frage, aber ich bezweifle, dass es eine "rote liste" gibt, bezweifle ich. ansonsten bei zuständigen stellen nachfragen, das ist immer am sichersten, oder in der prüfungsordnung wegen der leistungen nachschlagen. das muss da drinstehen.
    im übrigen würde ich prüfen, inwiefern deine eltern verpflichtet sind, dir geld zu zahlen. das ist nicht der nette weg, es ist aber auch nicht der nette weg, wie es deine eltern machen. vorher würde ich mit meinen eltern allerdings noch mal ein eingehendes gespräch führen, besonders, wenn ich weiß, dass sie immer noch in der pflicht stehen, geld zu zahlen (stichwort kindergeld...).
    "Wir hatten zwei Beutel Gras, 75 Kügelchen Meskalin, fünf Löschblattbögen extrastarkes Acid, nen Salzstreuer halbvoll mit Kokain und n ganzes Spektrum vielfarbiger Uppers, Downers, Heuler, Lacher, einen Liter Tequila, ne Flasche Rum, ne Kiste Bier, nen halben Liter Äther und zwei Dutzend Poppers. Nicht, dass wir das alles für unsere Tour brauchten, aber wenn man sich erst mal vorgenommen hat, ne ernsthafte Drogensammlung anzulegen, dann neigt man dazu, extrem zu werden..."

  4. #4
    lausitzer ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
    Registriert seit
    18.06.2006
    Beiträge
    3.621
    Erstens: Es ist ein Irrglaube, dass das KIndergeld von den Eltern als Barzahlung an die Kinder weitergereicht werden muss. So ist es nicht. Vielmehr steht es tatsächlich den Eltern zu, um zusätzliche Lasten durch die Kindeserziehung ein wenig zu dämpfen.

    Weiterhin wäre zu klären, wie weit die gesetzlich verankerte Unterhaltspflicht tatsächlich reicht und ob diese einen Aufbaustudiengang wirklich umfasst?

    Da kann es durchaus Differenzen geben bezüglich der Finanzierungsansprüche gegenüber den Eltern, gegenüber dem Bafög-Amt und anderen Institutionen.

    Das hängt im wesentlichen mit der Formulierung der Gesetzestexte und der Bezeichnung "berufsqualifizierend" für den ersten Abschluss ab.

    Desweiteren ist es vielleicht weniger klug, gegenüber den Eltern mit gesetzlichen Forderungen aufzutreten, sondern ein vernünftiges Gespräch zu suchen. Vielen Eltern fehlt auch einfach das Gefühl und die Erfahrung, wie mit diesen Situationen umzugehen ist. Es gab zu meinen Studentenzeiten durchaus den einen oder anderen meiner jetzigen Kollegen, die auch mich fragten, was ich bekomme, um ihre Situation und die Forderungen ihrer Kinder besser einschätzen zu können. Es herrscht also eine gewisse Verunsicherung über ein vernünftiges Maß an Unterhalt während der Ausbildung.

    Deswegen ist vermutlich erstmal eine kritische Analyse der Finanzsituation (Einnahmen/Ausgaben) von Student und Familie angebracht und danach gemeinsam ein Plan zu entwickeln, wobei der Student auch seine Möglichkeiten realistisch einschätzt, Einkommen zu erwirtschaften, z.B. durch Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter (immerhin hat der/die Betreffende schon einen Abschluss bzw. studentische Hilfskraft).

    In jedem Fall sollte aber mal kurz eine Idee für den beruflichen Werdegang und die Notwendigkeit des Aufbaustudiums skizziert werden. Es kann durchaus auch sein, dass den Eltern hierfür das Verständnis fehlt und sie keinen Zusammenhang zwischen Bachelor- und Masterstudium sehen und daher die Unterstützung verweigern.

  5. #5
    Paracelsus ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
    Registriert seit
    06.01.2004
    Beiträge
    2.719
    Zitat Zitat von lausitzer
    Weiterhin wäre zu klären, wie weit die gesetzlich verankerte Unterhaltspflicht tatsächlich reicht und ob diese einen Aufbaustudiengang wirklich umfasst? Da kann es durchaus Differenzen geben bezüglich der Finanzierungsansprüche gegenüber den Eltern, gegenüber dem Bafög-Amt und anderen Institutionen.
    http://www.studentsatwork.org/UNIQ11...doc36168A.html meint dazu u.a.:
    "Die elterliche Unterhaltspflicht für Studierende soll eine angemessene, berufsqualifizierende Ausbildung gewährleisten. Doch nicht nur wenn das Studium deine Erstausbildung ist, hast du Anspruch auf Unterhalt. Auch wer bereits in einer Ausbildung stand oder ein anderes Studium durchgeführt hat, kann im (neuen) Studium noch Anspruch auf Unterhalt von den Eltern haben, wenn ein inhaltlicher Zusammenhang zwischen beiden Ausbildungen besteht oder sie aufeinander aufbauen.
    Grundsätzlich besteht der Unterhaltsanspruch bis zum 27. Lebensjahr, viele Gerichte haben aber einen Anspruch über die Dauer der Regelstudienzeit hinaus nur in Ausnahmefällen anerkannt."

    Zitat Zitat von lausitzer
    Es herrscht also eine gewisse Verunsicherung über ein vernünftiges Maß an Unterhalt während der Ausbildung.
    ...was für mich wenig verständlich ist, da als "vernünftiges Maß" sicherlich der BAföG-Höchstsatz als Richtschnur genommen werden kann. Soviel Unterstützung gewährt Vater Staat denjenigen, die sonst keine Quellen haben. Dass der reale Bedarf im Einzelfall natürlich unterschiedlich sein kann liegt auf der Hand, aber mit etwas Rechnen lässt sich das doch gut eingrenzen. Außerdem können Eltern erstmal kleiner anfangen und ggf. dann ihre Zahlungen etwas erhöhen. So war es auch bei mir: meine Eltern haben mich dankenswerterweise voll unterstützt auf einem Niveau, das mir den Unterhalt eines Wohnheimzimmers, vernünftiges Essen (war meiner Mutter wichtig) und auch in vernünftigem Maß "Teilnahme am gesellschaftlichen Leben" sowie natürlich nötige Studienmaterialien abdeckte. Als nach ein paar Monaten klar war, dass die ziemlich teure Fachliteratur einen erheblichen Teil verschlingt, wurde es eben etwas nach oben angepasst, so dass ich mit diesen notwendigen Grundbedürfnissen eines Studenten nicht in Schwierigkeiten kam (für etwas Kleidung war natürlich auch was eingeplant). Für "Luxus" wie Urlaub habe ich dann nebenbei noch ein wenig gejobbt.
    Das alles galt natürlich für das Erststudium - im Falle eines Zweitstudiums hätten meine Eltern angesichts eines inzwischen studierenden Bruders sicherlich "etwas" zurückhaltender reagiert...

    P.

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. studieren ohne abi, brauche einen rat
    Von im Forum Rund ums Studium
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 08-12-2005, 04:40
  2. Mit Fachabi im Ausland studieren
    Von Unregistriert im Forum Studium + Arbeit im Ausland
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 18-10-2005, 12:23
  3. Mit A-Level in Deutschland studieren
    Von Vinchen im Forum Rund ums Studium
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 05-07-2005, 10:57
  4. ich will studieren (ohne abi)
    Von jazz im Forum Rund ums Studium
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 29-10-2004, 12:14
  5. SOS!!! Sprache(n) studieren?!?!
    Von im Forum Rund ums Studium
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 17-09-2003, 13:21

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •