CHE Studienkredit-Test 2019
Der Test zeigt, weniger Studierende nehmen einen Kredit auf. | Foto: JJFarquitectos/Getty Images
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05. Jul 2019

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CHE-Studienkredit-Test 2019: Anzahl der Studienkredite sinkt weiter

Bei zu wenig Förderung kann ein Studienkredit helfen

Wenn das Geld nicht reicht, das Studenten als Unterstützung vom Staat oder der Familie erhalten, greifen sie häufig zu Studienkrediten. Laut der Befragung durch das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) finanzierten im Juni 2019, insgesamt knapp 93.000 Studierende ihr Studium mit einem Studienkredit. Dies bedeutet, dass derzeit 3,24 Prozent aller Studierenden einen Studierendenkredit in Anspruch nehmen, die aus Bildungsfonds oder Studienkrediten finanziert werden. Die Gesamtsumme der Auszahlungen beläuft sich auf 564 Millionen Euro, das sind 47 Millionen Euro im Monat, die an Studierende ausgezahlt werden. Im Schnitt nehmen Studierende somit 504 Euro an Kredit auf.

Weniger Studierende leihen sich Geld

Trotz des Anstiegs der Angebote für Studienkredite, geht die Anzahl der abgeschlossenen Kredite stetig zurück. Zwischen 2014 und 2017, fiel die Zahl der abgeschlossenen Studienkredite von 59.000 auf 41.000, ein Verlust von über 30 Prozent. Das betrifft vor allem die beiden Marktführer in diesem Bereich, den KfW-Studienkredit und den Bildungskredit des Bundesverwaltungsamtes. Denn über 90 Prozent aller Studienkredite werden über die beiden staatlichen Anbieter angeboten.

Peer-to-peer Angebote werden nicht beachtet

Wie schon im letzten Jahr werden Kredite, die von Privatpersonen über Webportale vergeben wurden, nicht in der Studie erwähnt. Diese seien laut der CHE-Experten keine akzeptable Lösung. Auch wenn die Abwicklung häufig schnell verläuft, sind die hohen Zinsen und die nicht flexiblen Raten häufig nicht auf die Bedürfnisse von Studierenden zugeschnitten, auch wenn die Webportale stets damit werben.


CHE Studienkredit Test 2018 InfosÜber den Studienkredit-Test 2019:

Der CHE-Studienkredit-Test fand 2019 bereits zum vierzehnten Mal statt. Für die Durchführung und Analyse der Daten war das Centrum für Hochschulentwicklung in Kooperation mit dem Handelsblatt verantwortlich. Der Test hat die Vor-und Nachteile von insgesamt 46 verschiedenen Studienkreditangeboten bewertet. Diese wurden in fünf Kriterien-Blöcke gegliedert:

  • Zugang: Wie hoch sind die Vergabehürden?
  • Kapazität: Bietet der Kredit eine verlässliche Finanzierung für Lebensunterhalt und ggf. Studiengebühren?
  • Kosten: Wie hoch sind die Zinssätze?
  • Risikobegrenzung: Wird einer Überschuldung der Studierenden vorgebeugt?
  • Flexibilität: Können die Studierenden auf sich verändernde Lebens- und Studienumstände reagieren?

Hier geht es zu den vollständigen Ergebnissen des CHE-Studienkredit-Tests 2019.

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