Warum wählen gehen?
Deine Stimme zählt, deswegen: Geh wählen! | Foto: Thinkstock/jabkitticha
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31. Aug 2017

Barbara Kotzulla

News

Die Urbanen oder Die Grauen? Miniparteien haben eine Chance verdient. Zumindest eine kleine.

Bundestagswahl 2017: Zwei Stimmen, so viele Möglichkeiten

Wenn es am 24. September an die Wahlurne geht, müssen und dürfen wir uns zwischen 34 Parteien entscheiden. Neben den etablierten Parteien wie der CDU oder der SPD stellen sich dann auch unter anderem die "Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz", das "Bündnis Grundeinkommen" oder die "Partei der Humanisten" zur Abstimmung. Einige politische Gruppierungen wie "Menschliche Welt" oder "Die Urbane. Eine HipHop Partei" klingen erst einmal gewöhnungsbedürftig, doch es lohnt sich, sich mit der vielfältigen politischen Landschaft in Deutschland auseinanderzusetzen. Diese Erfahrung hat zumindest die UNICUM Redaktion gemacht. 

Unser Instrument dabei: Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Beim Wahl-O-Maten gibt man seine Meinung zu 38 politischen Thesen ab und vergleicht seine Antworten dann mit einer persönlichen Auswahl aus acht Parteien. Welche Parteien man dabei für sich herauspickt, ist jedem selbst überlassen. Auch kann die Parteienauswahl beliebig oft geändert werden. Wo sonst meist nur die etablierten Parteien in der Auswahl landen, haben wir uns jeweils acht der kleinen Splitterparteien ausgesucht. Unsere Ergebnisse findest du hier.

Ob wir diesen kleinen Parteien eine Chance geben?

Nina wählt

Volontärin Nina: "Die graue Seniorenpartei an erster, die Tierschutzallianz auf der zweiten und die HipHop-Partei an dritter Stelle: geil! Ich sehe mich schon als zerknitterte Crazy Cat Granny in meinem Ohrensessel chillen – eine Katze auf dem Schoß, die anderen 23 schnurren im Takt des feinen Sprechgesangs, der aus dem Grammophon dringt. Die Zukunft wird grandios!"


Jenni Wählt

Jenni aus dem Social Media-Team: "Mich persönlich überrascht das Ergebnis sehr, da ich tatsächlich gar nicht so HipHop bin, wie mein Platz 1 es vermuten lässt. Toll finde ich, dass in meiner Top 3 auch die Schlagwörter Demokratie und Grundeinkommen vorkommen, weil ich hinter beidem stehe. Ich kann mir durchaus vorstellen, nachdem ich mich zur Wahl nochmal näher mit diesen drei Parteien befasst habe, dass ich eine davon vielleicht sogar tatsächlich wähle – wer weiß."


Stefan wählt

Stefan von UNICHECK: "Die Parteien spiegeln meine politischen Ansichten tendenziell ganz gut wider – auch wenn einige Forderungen, speziell der SGP, (z. B. die Abschaffung der EU) nicht in mein Weltbild passen. Die Selbstbeschreibung der Humanisten und ihre Forderung, Religion und Staat klar zu trennen, finde ich zum Beispiel richtig und wichtig, vor allem in einer weltoffenen Gesellschaft. Die 'Demokratie in Bewegung' hat außerdem einen spannenden Ansatz hinsichtlich Transparenz und Lobbyismus – von den Top 3-Miniparteien würde meine Wahl am ehesten auf sie fallen."


Sophia wählt

Praktikantin Sophia: "Die große Übereinstimmung von 80 bis 90 Prozent hat mich sehr überrascht. Ich habe vorher noch nie etwas von diesen kleinen Parteien gehört und wäre nicht auf die Idee gekommen, sie zu wählen. Vielleicht könnte sich in Deutschland wirklich was verändern, wenn kleine Parteien auch mal zum Zuge kommen würden."


Barbara wählt

Redakteurin Barbara: "Das Ergebnis überrascht mich nicht wirklich: Grüne Themen sind mir sehr wichtig, beim Wahl-O-Maten gebe ich Thesen aus diesem Bereich immer eine doppelte Gewichtung. Richtig spannend finde ich dagegen 'Die Urbanen'. Auch wenn man sich nicht mit der HipHop-Kultur identifizieren kann, ist ihr Ansatz ziemlich relevant für unsere Gesellschaft. Es geht laut eigener Aussage um soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung und Selbstbestimmung aller Bürger*innen. Davon reden zwar auch die großen Parteien, doch so richtig kann man es ihnen nicht wirklich abkaufen. Was mir aber im Vergleich zu meinen Redaktionskollegen aufgefallen ist: Irgendwie zählt 'Die PARTEI' für mich mittlerweile auch zu den 'Großen'. Zumindest habe ich sie gegen CDU, SPD & Co. antreten lassen – und sie hat sich mit fast 85 Prozent auf Platz 1 durchgesetzt."


Sandra wählt

Volontärin Sandra: "Als nicht mal Vegetarierin, geschweige denn Veganerin überrascht mich das Ergebnis irgendwie schon. Von dem Vernunfts-Aspekt, den die V-Partei³ im Namen führt, fühle ich mich wiederum total angesprochen: Würden wir alle ein bisschen mehr Vernunft annehmen und beispielsweise Leute erstmal aus der Bahn aussteigen lassen, bevor wir uns in einem Halbkreis vor den Türen aufstellen und parallel versuchen einzusteigen, wäre die Welt sicher ein besserer Ort. Vernünftig wäre es im Übrigen auch, nicht zu leugnen, dass der Klimawandel existiert. Ob das Wahl-O-Mat-Ergebnis mich jetzt beeinflusst, kann ich mir ja noch überlegen – zumindest solange, bis meine Briefwahl-Unterlagen vor mir liegen."


Frederik wählt

Social Media-Manager Frederik: "Menschenrechte, Tier- und Naturschutz sind Themen, für die ein Einsatz lohnt. Auch dem grundsätzlichen Ansatz von 'Demokratie in Bewegung', eine Art Gegenentwurf zur AfD zu sein, kann ich etwas abgewinnen. Meine Stimme werden sie bei der Bundestagwahl trotzdem nicht bekommen –  wofür die Parteien in den zentralen Politikfeldern stehen, wird für mich nicht deutlich."


Ann-Christin wählt

Redakteurin Ann-Christin: "Oha, bei mir ist es also eine 'liberal-konservative Bürgerbewegung mit politischem Schwerpunkt in Bayern' geworden!? Aber die sieben Grundwerte 'Gemeinschaft und Respekt, Anstand und Ordnung, Sicherheit und Stabilität, Ehrlichkeit und Fleiß, Familie und Ehe, Demokratie und Bürgertum sowie Region und Heimat' klingen ja nicht verkehrt. Genau wie das Vorhaben, Managergehälter zu begrenzen und direktdemokratische Instrumente wie Volksentscheide oder die Wahl des Bundespräsidenten einzuführen."


Kira wählt

Kira von UNICHECK: "MILF-Geld und Bierpreisbremse? Echt? Okay, ich lasse das mal so stehen. Trotz der mangelnden Ernsthaftigkeit – oder gerade deswegen? – finde ich 'Die PARTEI' interessant. Die Satire-Partei spricht besonders die jüngeren Wahlberechtigten an."


Wahl-InfoJetzt bist du dran!

Welche Splitterpartei steht bei dir an oberster Stelle? Unter www.wahlomat.de kannst du es herausfinden – und uns mitteilen! Schreib uns dein Ergebnis und deine Meinung per Facebook, Twitter oder Instagram mit dem #unicumwählt!

  • Tipp: Die Bundeszentrale für politische Bildung stellt übrigens unter www.wer-steht-zur-wahl.de alle bei der Bundeswahl zugelassenen Parteien vor.

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3.07 von 5 Sternen bei 510 Bewertungen.

Deine Meinung:

Veröffentlicht am 01. Sep 2017 um 19:54 Uhr von garf
Vorsicht vor der V-Partei, das scheint ein rechter Etikettenschwindel zu sein, der auf "ökologisch" macht. »Dabei stießen wir auf völkischen Rassismus, Holocaust-Relativierung Verschwörungsideologien, jede Menge Esoterik und rechte Medien.« http://indyvegan.org/v-partei-esoterische-querfrontspitzen-und-rassismus/
Veröffentlicht am 04. Sep 2017 um 14:21 Uhr von Nagy Nagowice

Bei Nina ist das Logo der Tierschutzallianz auf Platz 2, im Text wird aber die Tierschutzpartei genannt. Da sich die TA ursprünglich wegen dem Rechtsdrall der TSP gegründet hatte, ist das kein unerheblicher Schnitzer und sollte korrigiert werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Allianz_f%C3%BCr_Menschenrechte,_Tier-_und_Naturschutz

(Danke für den Hinweis! Wird korrigiert! Die Redaktion)

Veröffentlicht am 04. Sep 2017 um 22:44 Uhr von miri
Ich finde noch die Ödp als Grünen-Alternative sehr erwähnenswert und wählbar! Wem Nachhaltigkeit und Sozialdemokratie am Herzen liegen, sollte sich definitiv mal das Programm angucken.
Veröffentlicht am 07. Sep 2017 um 21:39 Uhr von eMPe
Wer keine Lust auf die großen, etablierten Parteien hat und sich eine Veränderung der politischen Landschaft wünscht, der sollte Kleinparteien wählen. Sie bekommen ab 0,5% der Stimmen (= ca. 18.000 Stimmen) im Rahmen der Parteienfinanzierung pro Stimme einen Euro. Mit diesem Geld können sie ihre Konzepte weiter bekannt machen und haben evtl. bei der nächsten Wahl bessere Chancen über die (nicht mehr zeitgemäße) 5%-Hürde zu kommen. Wählt Kleine Parteien! Es muss in Deutschland endlich wieder über wichtige Inhalte und neue Konzepte geredet werden!
Veröffentlicht am 12. Sep 2017 um 01:48 Uhr von Tobi M.
Ich habe die Nase voll von den etablierten Parteien. Wenn man so durchliest, für was sie stehen, kommt immer nur viel Blah Blah aber sie treffen keinen Kern. Sie wollen es eben allen recht machen. Ich habe für mich die DiB entdeckt. Klare Positionen. Einfach formuliert. Außerdem sprechen sie für mich zwei wichtige große Themen an. 1. Gegen Lobbyismus: Wer das nach dem Dieselskandal immer noch nicht sieht, der sollte nochmal ganz genau nachlesen. 2. Gleichheit: Sie will, dass keine Unterschiede gemacht werden. Egal ob manche beeinträchtigt oder zugewandert sind.
Veröffentlicht am 13. Sep 2017 um 17:55 Uhr von Verbatim
Ich möchte auch einmal konkret anmerken, dass im Internet einige Beiträge zu finden sind, in denen man erfährt, dass die "Partei Mensch Umwelt Tierschutz" nicht ganz frei von (vorsichtig ausgedrückt) rechten/nationalsozialistischen Mitgliedern ist. Für mich war sie bis dato auch sehr attraktiv. Da nehme ich liebe eine andere kleine Partei!
Veröffentlicht am 18. Sep 2017 um 11:07 Uhr von Fix u Foxi
Für alle die nicht wissen, was sie bei der Bundestagswahl 2017 wählen sollen. Ja, Sie lesen richtig: „sollen“. So formulieren es die Medien in ihren Beiträgen in Presse, Internet, Funk und Fernsehen. Wir sollen ja nur die Parteien wählen, die nach Meinung der selbstgerechten Medien und der führenden politischen Kräfte „wählbar“ sind. Welche Parteien „wählbar“ sind, bestimmen also diese Institutionen. Ich hab' da mal ein paar Fragen: Glauben Sie wirklich, dass nur die Personen unser Land gut regieren können, die es so lautstark propagieren? Glauben Sie wirklich, dass es mit der FDP Verbesserungen für die arm/reich Konstellation gibt? Warum bekommen die großen Parteien, allen voran Frau Merkel, eigentlich so viel mehr Raum und Zeit (für Selbstdarstellung, Interviews, Berichte etc.) in den Medien eingeräumt, als die kleineren Parteien? Was ist mit den restlichen 37 Parteien, die 2017 zur Wahl stehen? Brauchen wir da keine umfassenden Informationen? Werden wir nicht allein schon dadurch von den Medien stark manipuliert? Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass die größten Parteien auch die größten Wahlplakate haben? Warum werden krampfhaft „Skandale“ in einer Partei gesucht, die es geschafft hat, in der Wählergunst gefährlich nahe an die etablierten Parteien heranzukommen? Erinnern Sie sich noch, wie heftig und brutal die Grünen und die Linke in den ersten Jahren ihres Bestehens von den etablierten Parteien und Medien bekämpft und schlecht geredet wurden? Ist es wirklich sinnvoll, dass Politiker12 oder 16 Jahre ununterbrochen an der Macht bleiben? Öffnet das nicht Korruption, Lobbyismus, Vetternwirtschaft Tür und Tor? Warum gibt es wohl in anderen modernen demokratischen Staaten ein Limit von 2 Amtszeiten? Warum glauben Sie den Wahlversprechen einer Partei die an der Macht ist mehr, als einer Partei die an die Macht will. Wer hat wohl mehr zu verlieren, und versucht mit allen Mitteln diesen Verlust zu verhindern? Kennen Sie auch jemanden in Ihrem Umfeld, der sagt: „Ich wähle das kleinere Übel“? Verschwenden Sie dann nicht Ihre Stimme? Wäre es nicht ehrlicher, nicht zu wählen, wenn keine der Parteien Ihre Interessen vertritt? Kann man Parteien wählen, deren Politiker die Wähler in der Vergangenheit ständig belogen haben, ihre Versprechen nicht eingehalten haben, oder in große Finanzskandale verwickelt waren? Würden Sie im normalen Leben einer Person mit diesen Vergehen 50 EUR leihen, oder Ihren Wohnungsschlüssel anvertrauen? Aber unser Land dürfen sie regieren? Warum wählen Sie nicht eine Partei, die Sie noch nicht belügen konnte? Haben Sie wirklich Angst, die könnten nicht regieren, oder haben Sie Angst eine unpopuläre Meinung zu vertreten? Kann man eine Partei wählen, die etwas verspricht, das sie in den letzten 12 Jahren schon längst hätte umsetzen können? Wem haben wir denn zu wenig Polizei, die vernachlässigte Bekämpfung von organisierter Kriminalität und Drogenhandel zu verdanken? Warum denken die Wähler immer nur an ihr Portemonnaie? Was nützt ein Kindergeldversprechen oder Rentenversprechen, wenn die Chance irgendwann Opfer von Gewalt und Kriminalität werden immer größer wird? Warum denken Sie bei der Wahl immer nur an ihr eigenes Wohl, anstatt über die Armen und Abgehängten in unserer Gesellschaft mal einen Gedanken zu verlieren? Hat die Oberschicht nicht langsam genug Geld? Müssen die Mieten weiter unerträglich steigen, bloß damit die Immo-Klientel und die Beton-Mafia noch mehr Geld verdienen? Warum lassen Sie sich ein Gesetz als Mietpreisbremse verkaufen, dass durch die Lobbyisten der Immobilienbesitzer und Politiker dermaßen mit Ausnahmen gespickt ist, dass es nur noch lächerlich und unwirksam ist? Kann ein Pendler, der einen beträchtlichen Teil seiner Lebenszeit täglich in Staus verbringt (und die nächsten Jahrzehnte wird), wirklich eine Partei wählen, die Schuld an den vielen Lkws und damit die Verantwortung an den verheerenden Zuständen auf den Autobahnen trägt? Wurde nicht vor Jahrzehnten schon „Güter auf die Bahn“ versprochen? Sind die vergangenen Regierungen nicht auch hier wieder vor den Lobbyisten der Lkw-Hersteller, Straßenbauer, Ampelbauer, Leitplankenbauer, Energielieferanten, Reifenhersteller, etc. in die Knie gegangen? Was haben Politiker (u.a. auch der FDP) nach ihrer Amtszeit überhaupt bei den Lobbyverbänden zu suchen? Könnte es sein, dass Politiker in ihrer Amtszeit Entscheidungen treffen, die es ihnen später ermöglichen einen gut bezahlten Posten bei einem der Lobbyverbände zu bekommen? Warum werden, allen voran von den selbstgerechten Medien, Menschen als Rassisten beschimpft, die über die übermäßige Zuwanderung von Afrikanern und Arabern besorgt sind? Ist es wirklich unproblematisch, wenn tausende junge, religiös indoktrinierte Männer mit einem sehr zweifelhaften und abschätzigen Frauenbild in unseren Kulturkreis vordringen? Warum sollen nach dem Willen der CDU/SPD/Grünen usw. all diese Männer integriert werden? Ist es nicht sinnvoller sie nach Beendigung der Kriege wieder in ihre Heimat zu bringen, damit sie dort beim Aufbau helfen können, bzw. wenn sie aus Ländern stammen, in denen kein Krieg herrscht, sie sofort wieder zurückzuführen, anstatt dass sie hier hohe Kosten verursachen? Kann durch diese Flüchtlingspolitik das Elend der ganzen Welt abgeschafft werden? Könnte man nicht mit dem Geld, das die Versorgung der Flüchtlinge bei uns kostet, 10x mehr echten Kriegsflüchtlingen und armen Ländern in ihrem Kulturkreis helfen, oder es später in den Wiederaufbau stecken? Stärkt man nicht einfach nur die Schlepperbanden durch die Aufnahme aller Asylbewerber, die es irgendwie mit Hilfe dieser kriminellen Ausbeuter nach Europa schaffen? Was soll die Anwerbung von ausländischen Fachkräften und Ärzten etc. Brauchen die Herkunftsländer keine Fachkräfte? Ist es moralisch in Ordnung, dass die deutsche Wirtschaft aus Eigennutz diesen Ländern die Fachkräfte entzieht? Sind es wirklich nur die Extremisten des islamischen Glaubens die Anlass zur Besorgnis bereiten? Ist es nicht eine Schande, dass jüdische Mitbürger wieder Angst in Deutschland (diesmal nicht von Deutschen) haben müssen? Hat sich nicht in den vergangenen 40 Jahren gezeigt, das Menschen islamischen Glaubens einfach nicht integriert werden wollen? Hatten die bei uns lebenden Türken nicht 2 Generationen Zeit dazu? Sehen Sie in irgend welchen nichttürkischen Restaurants, mal eine türkische Familie oder ein türkisches Paar sitzen? Gibt es nicht an jeder Ecke Dönerbuden und türkische Gemüsemärkte deren Kunden Deutsche sind? Warum geht es nicht auch umgekehrt, und Türken kaufen deutsche Spezialitäten? Die Deutschen sollen Rassisten und fremdenfeindlich sein? Ist es einfacher für eine türkische Frau geworden einen nichttürkischen Mann als Freund zu haben oder gar zu heiraten? Sind wir nicht die Lämmer, die so blöd sind und ihre Schlächter auch noch selber wählen, weil wir durch die Grenzöffnung und den ungehinderten Zuzug Opfer von Kriminalität und Terror sind? In wessen Händen sind Drogenhandel, Prostitution, Mädchenhandel und organisierte Kriminalität? Zum Schluß: Brauchen wir wirklich diese kapitalfreundliche FDP? Ist das Geld nicht schon ungerecht genug verteilt? Ist sie nicht nur einfach Mehrheitsbeschaffer für die CDU? Die Lobbypolitiker der FDP setzten sich früher oder später mit ihrer in der Politik geschaffenen Kontakte in die Wirtschaft ab. War das nicht eine schöne Zeit? 4 Jahre ohne die FDP-Karrieristen und deren kapitalistenfreundliches, neoliberales Gefasel im Bundestag und in den Medien? Politiker und Lobby Daniel Bahr (FDP): Ex-Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) wechselte als Generalbevollmächtigter zur Allianz Private Krankenversicherung. Philipp Rösler (FDP) EX-Wirtschaftsminister - Geschäftsführer und Vorstandsmitglied des Weltwirtschaftsforums in der Schweiz. Eckart von Klaeden (CDU) war zuletzt Staatsminister im Kanzleramt. Dann wechselte er an die Spitze der Daimler-Hauptstadt-Repräsentanz. Matthias Wissmann (CDU): Am 1. Juli 2007 wurde der Ex-Verkehrsminister Präsident des mächtigen Verbandes der Deutschen Autoindustrie (VDA). Birgit Fischer war bis 2005 SPD-Gesundheitsministerin in NRW, später Barmer-Chefin. Seit 2011 ist sie Chefin des Verbands forschender Arzneimittelhersteller. Lothar Späth (CDU), einst baden-württembergischer Ministerpräsident, musste 1991 wegen der "Segeltörn"-Affäre zurücktreten, machte ein halbes Jahr später aber schon als Geschäftsführer bei der Jenoptik GmbH in Jena fest. Im Mai 2005 wurde er Chef der US-Investmentbank Merrill Lynch in Deutschland. Usw. Wenn Sie sich diese oder ähnliche Fragen nicht stellen, wählen Sie ruhig, was Sie schon immer gewählt haben – Ihre tollen Volksparteien! Es wird sich nichts ändern, weiter so... Wenn sie möchten, dass sich was ändert dürfen Sie eigentlich keine der sogenannten etablierten Parteien bzw. „Volksparteien“ wählen. Geben Sie einer kleinen oder neueren Partei Ihre Stimme. Nur durch diesen Druck reagieren auch die etablierten Parteien, denn sie haben Angst vor Machtverlust. Sie haben nur jetzt bei der Bundestagswahl die Macht zu protestieren. Dann tun Sie es auch! Schauen Sie sich auch die Wahlprogramme der Parteien an, die noch nie im Bundestag vertreten waren. Sie werden viele interessante und vernünftige Vorschläge und Forderungen finden. Lassen Sie sich nicht einreden, dass irgend eine Partei nicht wählbar sei. Wenn Parteien nicht wählbar wären, stünden sie nicht auf dem Wahlzettel. Mit Ausnahme der NPD sind alle Parteien sehr wohl „wählbar“. Mit nationalsozialistischem Gedankengut darf man sich nicht gemein machen. Wir sollten aus der Vergangenheit gelernt haben. Link zu denWahlprogrammen aller Parteien: http://www.bundestagswahl-bw.de/parteien_btwahl2017.html#c31771