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25. Sep 2013

Barbara Kotzulla

Archiv

Studienfinanzierung: Zwei Drittel aller Studenten sind nach dem Studium verschuldet

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Das Ergebnis einer Umfrage zum Thema Studienverschuldung zum Wintersemester 2013/14

Jedem zweiten Studenten bereiten die Schulden Sorgen

Ohne die Eltern, BAföG oder ein Stipendium geht nichts: Laut der aktuellen Studie können nur 16 Prozent der befragten Studenten ihr Studium allein über Nebenjobs und Ersparnisse finanzieren. 69 Prozent gaben dabei an, dass ohne die Unterstützung aus dem Elternhaus gar keine Uni-Laufbahn möglich gewesen wäre.

Doch auch bei den Eltern können sich Schulden ansammeln, ebenso beim BAföG-Amt oder bei Bankinstituten: Nur 37 Prozent der Studierenden beenden ihr Studium ohne einen Schuldenberg. Dabei kommt es bei der Höhe der Schulden auch auf die Fachrichtung an. So müssen etwa Medizinabsolventen durchschnittlich 16.667 Euro zurückzahlen, Geisteswissenschaftler rund 9.918 Euro, Wirtschaftswissenschaftler "nur" etwa 6.518 Euro. Im Vergleich starten dann aber Mediziner mit einem erwarteten Netto-Monatseinkommen von ca. 3.500 Euro ins erste Berufsjahr, während Geisteswissenschaftler mit durchschnittlich mit rund 1.500 Euro starten. Kein Wunder also, dass jedem zweiten Studenten die Schulden Sorgen bereiten und sie für jeden dritten den Karrierestart erschweren. Ein Viertel der Befragten sind sich sicher, dass sie erst etwa vier bis fünf Jahre nach ihrem Abschluss die Schulden abbezahlt haben. 

Trotz des finanziellen Miss-Standes: Gute Aufstiegsmöglichkeiten sind Studenten für ihren zukünftigen Job genauso wichtig wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ebenfalls über 70 Prozent wünschen sich eine Anstellung, die Spaß macht und genug Zeit für Freizeit lässt. Und 65 Prozent der Umfrage-Teilnehmer freuen sich darauf, nach dem Uni-Abschluss luxuriöser leben zu können.

Alle Umfrage-Ergebnisse sind unter www.deals.com einsehbar.

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