Wissenschaftlich Publizieren
Sorgfalt und eine gute Organisation sind wichtig | Foto: Thinkstock/mavoimages

News

10.06.2016

Open Access

Open Access: Wissen für alle!?

Wie der offene Zugang zu Literatur...

Die Literaturrecherche für deine Hausarbeit könnte sich in nächster Zeit deutlich vereinfachen: Dank Open Access soll uns bald der ungehinderte Zugang zu allen erdenklich ... mehr »

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15. Aug 2016

Gastbeitrag

Promotion

Wissenschaftlich Publizieren leicht gemacht

Mit diesen vier Tipps klappt es leichter!

1. Sei als Autor bereits in einem Verlag gelistet

Die Teilnahme an einer Tagung im Themenfeld der eigenen Arbeit bietet beispielsweise die Chance, einen Tagungsbericht über eine Arbeitsgruppe oder ein Plenarreferat zu schreiben. Die Veröffentlichung kann mit der Tagungsleitung oder mit den dort präsenten Fachverlagen vereinbart werden. Ein Empfehlungsschreiben des Betreuers fördert zudem den Erfolg. Schon bist du im Verlag kein/e gänzlich Unbekannte/r mehr.

Sicher sind wissenschaftliche Beiträge über Open Access rasch zu platzieren. Allerdings sind die Kosten vom publizierenden Autor zu tragen. Außerdem sind sie nur im Falle der Veröffentlichung in einem Open-Access-Journal auch qualitativ gelistet.

2. Halte dich an die Konventionen für das Verfassen

Dazu gehört neben dem Verzeichnen, Gliedern, Verweisen und Bibliografieren auch die verständliche Textgestaltung. Eingereichte Artikel mit umständlichen Formulierungen wie "Mit angesagter Professionalität gilt es die ganzheitlichen UPSs outzusourcen, um den Mehrwert der strategischen Parameter anzustoßen" werden schnell beiseitegelegt.

Besser sind eine angemessene Kürze und ein einfaches, eindeutiges Vokabular. Komplizierte Ausdrücke am besten nur dort einsetzen, wo einfache nicht zutreffen. Dann wird dir auch nicht unterstellt, eine inhaltliche Armut überdecken zu wollen.

3. Kalkulier die hohe Ablehnungsquote etablierter Verlage ein

Die Chance, um mit dem Verlag im Gespräch zu bleiben, vergrößert sich mit dem Vorabsenden eines Applikationsabstracts. Im Umfang von ca. 150 Wörtern werden kurz und prägnant der Titel, der Anlass zur Untersuchung, die Frage- bzw. Problemstellung, das methodische Vorgehen, die vorgelegten Ergebnisse und die Implikationen dargestellt.

Auch wenn der Beitrag mit erheblichen Auflagen angenommen oder gar abgelehnt wird, solltest du nicht vorschnell aufgeben. Schau dir Klaus von Klitzing an: Sein Artikel über die Entdeckung des Quanten-Hall-Effekts wurde von der Zeitschrift "Physical Review Letters" zurückgewiesen, weil den Gutachtern der gewählte Titel nicht interessant genug erschien und sie darin nicht die Bedeutung der Entdeckung erkannten. Mit einem bessern Titel klappte es dann im zweiten Anlauf, was in der Folge zum Nobelpreis führte.

4. Wissenschaftlich Publizieren: Eine überzeugende Argumentation ist wichtig

Deine Begründungen für die aufgestellten Behauptungen müssen immer sachlich richtig und für den Leser bedeutsam sein. Die Überzeugungskraft leidet beispielsweise immer dann, wenn die Gültigkeit eines erkannten Zusammenhangs nicht angegeben wird: "Je weniger Kunden sich beschweren, desto zufriedener sind sie. Deshalb ist die Anzahl von Beschwerden ein Indikator für Kundenzufriedenheit." Hier wird davon ausgegangen, dass ein Zusammenhang besteht und das eine die Ursache für das andere ist. Aber ohne Angabe des Gültigkeitsumfangs kann keine belastbare Verallgemeinerung getroffen werden.

Grobe Fehler treten auch immer dann auf, wenn aus dem alleinigen Zusammentreffen zweier Ereignisse eine Ursache-Wirkungs-Beziehung postuliert wird: "Je höher der Brandschaden, desto größer die Anzahl der eingesetzten Feuerwehrleute." Erst wenn ausgeschlossen werden kann, dass der Zusammenhang zwischen dem Brandschaden und der Anzahl der Feuerwehrleute nicht durch einen dritten Faktor bedingt wird, ist das eine Ursache für das andere. Im Beispiel offenbart sich eine Scheinkorrelation, denn die Ursache für beide Ereignisse ist die Größe des Feuers.


Publizieren - aber wie? Das Buchcover zur Veröffentlichung aus dem expert VerlagBuch-Tipp

Weitere Problemlösungen rund um dieses Thema findest du im Ratgeber "Publizieren – aber wie?" unseres Gastautors Prof. Dr. Günter Lehmann (expert Verlag).

 

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