Persönlichkeitstest Auto
Für viele ist der Autokauf eine sehr emotionale Entscheidung | Foto: Thinkstock/lorenzoantonucci

Studentenrabatte

12.04.2016

Studentenrabatt Auto

Studentenrabatte: Kategorie Auto

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23. Sep 2016

Marc Wiegand

Studibuzz

Test: Dieses Auto passt zu dir!

City-Flitzer oder Rennwagen? Der wissenschaftliche Test der Uni Bochum weiß es.

Qual der Wahl

Ein schnittiger Golf? Ein solider Ford? Oder doch direkt eine mondpreisige Marke mit extravagantem Esprit? Wer in einen neuen Wagen investieren möchte, hat die Qual der Wahl. Denn sich für eine der vielen Automarken zu entscheiden, ist nicht immer einfach. Helfen kann dabei ein spezieller Online-Test von Wissenschaftlern der Ruhr-Uni Bochum (RUB). Anhand der persönlichen Vorlieben und Einstellungen eines Autofahrers wählt er wissenschaftlich fundiert die fünf Marken mit der größten Übereinstimmung aus.

"Alles fing kurz nach dem Jahrtausendwechsel mit einer Diplomarbeit an, die den Zusammenhang zwischen der Persönlichkeitsstruktur und der Automarken-Wahl untersucht hat", blickt Dr. Rüdiger Hossiep, Leiter des Projektteams Testentwicklung an der RUB, zurück. "Es gibt dort definitiv eine Korrelation, also haben wir weiter geforscht und mit der Zeit sind das ganze Projekt immer größer und die Ergebnisse immer präziser geworden."  

Fünfstellige Teilnehmerzahl

Heute steht FAHR (der Fragebogen zur automobilen Handlungsregulation) auf einer beachtlichen Datenbasis: Zahlen und Informationen des Kraftfahrt-Bundesamts und der Auto-Community Motor Talk sowie Daten der mittlerweile fünfstelligen Teilnehmerzahl haben die Wissenschaftler zusammengeführt. Die Ergebnisse des Online-Tests sind laut Hossiep dementsprechend stabil und plausibel.

Wie FAHR konkret funktioniert? Wer wissen möchte, welche Automarken zu ihm passen, füllt den umfassenden Fragebogen aus. Im nächsten Schritt wird ein individuelles Profil erstellt: Welche Bedeutung hat das Image eines Autos? Wie wichtig sind Funktionalitäten? Wie hoch ist das persönliche Sicherheitsbedürfnis? Außerdem zeigt der detaillierte Auswertungsbogen auf, welche fünf Automarken am besten und welche am wenigsten zum jeweiligen Teilnehmer passen.

Hohe Trefferquote

"In etwa 90 bis 95 Prozent der Fälle können wir eine zutreffende Aussage tätigen und klare Orientierungshilfe geben. Nur bei denjenigen, die außergewöhnliche Vorlieben haben und daher sehr spezielle Marken favorisieren, gibt es noch Schwankungen. Die dazugehörige Datenbasis ist einfach immer noch zu klein", so Hossiep und verweist exemplarisch auf Exoten wie etwa den typischen Maserati-Fahrer.

Mit FAHR haben er und sein Team Neuland betreten. Denn niemand sonst wendet die Methoden der der Attitüden- und Persönlichkeitsforschung in dieser Weise auf die Zielgruppe Autofahrer an. Das ist ein Stück weit verwunderlich, da das Auto das teuerste Konsumgut überhaupt ist und allein in Deutschland etwa 40 Millionen Exemplare über die Straßen kreuzen. Erkenntnisse der Bochumer Wissenschaftler scheinen aber auch die großen Hersteller bislang nur am Rande zu interessieren.


Auto Test Professor Hossiep


Irrationales Verhalten

"Die Psychologie spielt in diesem Bereich eine tragende Rolle. Vieles ist etwas irrational und hat nicht nur mit Sachargumenten zu tun", skizziert Hossiep derweil das besondere Kaufverhalten im Automobil-Sektor. "Dem Verbraucher fehlt grundsätzlich einfach die Kompetenz, die Qualität von von zwei Marken exakt zu unterscheiden. Also ist das Image maßgeblich für sein Kaufverhalten und das wird natürlich vorrangig von psychologischen Faktoren dominiert."

So werde etwa auch die Autowerbung seiner Ansicht nach vorrangig für die so genannten Nachentscheidungskonflikte gemacht: über die Reklame will sich der Verbraucher seine Kaufentscheidung nachträglich verifizieren lassen. Hossiep: "Er braucht die Bestätigung: ‚Ich habe mich richtig entschieden‘."

Dominanter Eindruck

Um die irrationalen Präferenzen der Autokäufer zu veranschaulichen, greift Hossiep die derzeit so beliebten SUVs auf: "Das sind doch total überdimensionierte Wagen, mit denen man in keine normale Parklücke kommt und die im Stadtverkehr eigentlich niemand gebrauchen kann. Dennoch erzielen sie beachtliche Absatzzahlen", so der Psychologe und versucht sich zugleich an der Ursachenforschung: "Durch ihr Design machen die Fahrzeuge einen dominanten Eindruck und man fühlt sich dort besonders beschützt, weil dies auch immer wieder durch die Werbung transportiert wird."

Mit Hilfe derartiger Erkenntnisse und der permanent ansteigenden Datenbasis ist Hossiep mit seinem Team neuerdings in der Lage, dem FAHR-Teilnehmer neben der passenden Marke eine Auswahl an passenden Modelle  zuzuweisen. Er bekommt zwölf Modelle genannt, die eine hohe Übereinstimmung  zu seinem Profil aufweisen. Gleichzeitig weist der Test auch sechs Modelle aus, die der Teilnehmer keinesfalls wählen sollte. Hossiep dazu: "Wir feilen ständig an den Algorithmen und können dementsprechend immer weiterführende Aussagen machen."


Berufseinsteiger aufgepasst

"Junge Absolventen dürfen nicht unterschätzen, was ein Auto signalisiert", warnt Psychologe Hossiep und erklärt: "Ich kenne viele Personaler, die den Bewerber zum Auto bringen, um ein Blick auf das Fahrzeug zu werfen: Hat er es bis obenhin zugemüllt? Hat er vernünftig eingeparkt? Davon versuchen sie Rückschlüsse auf seinen Charakter und seine Arbeitsmoral zu ziehen."

Auch mit dem Thema Dienstwagen würden viele Berufseinsteieger konfrontiert. "Unternehmen setzen es bewusst als Incentive ein. Dabei gibt es aber strenge Regeln. Denn natürlich darf ich keinen schickeren Wagen als mein direkter Vorgesetzte fahren."


Mach den Test!

Du willst jetzt wissen, welches Auto zu dir passt? Mehr Informationen zum Test und den kostenfreien Fragebogen findest du unter www.testentwicklung.de

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