kuriose Uni-Fakten
Es gibt nichts, was es an der Uni nicht gibt! | Foto: Thinkstock/Rawpixel Ltd

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Studentenstädte

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03. Aug 2015

Simon Sperl

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Unnützes Wissen: Kuriose Fakten rund ums Studium

Rekordverdächtiges, Amüsantes und Außergewöhnliches aus dem Uni-Alltag

Rekorde an der Uni

  • Nie zuvor waren in Deutschland mehr Studenten eingeschrieben als im Wintersemester 2014/15: Etwa 2,7 Millionen Studenten sind laut Angaben des Statistischen Bundesamtes immatrikuliert. 3,1 Prozent oder 81.500 Studenten mehr als im Wintersemester zuvor.
     
  • 2.882 Minderjährige studieren an deutschen Universitäten. Das ist für die Unis gar nicht so unproblematisch. Denn kurioserweise dürften sie ohne das Einverständnis ihrer Eltern nicht einmal einen Bibliotheksausweis erstellen oder an universitären Exkursionen teilnehmen.
     
  • Die Bibliothek der Berliner Humboldt-Universität zählt mit ihren drei bis vier Millionen Bänden zu den größten in Deutschland. Mindestens viermal so viele Medien (16,6 Millionen) stehen in den Regalen der Uni-Bibliothek von Harvard. Diese gilt als weltweit am besten ausgestatte Uni-Bib.

Außergewöhnliche Fakten über Studierende

  • In Berlin lebt Deutschlands jüngster (Schüler-)Student. Der zwölfjährige Deutsch-Türke Mert Açıkel geht nicht nur zur Schule, sondern belegt bereits Kurse an zwei Universitäten. Doch der Ehrgeiz geht noch weiter - Açıkel will bei Stephen Hawking an der Cambridge Universität Astrophysik studieren.
     
  • Der jüngste Vollzeitstudent Deutschlands wird ab dem Wintersemester 2015/16 der 14-jährige Conrad Lempert sein. Im Oktober startet am Potsdamer Hasso-Plattner-Institut ein Informatik-Studium. Auch sonst verlief seine "Bildungskarriere" rasant: Mit 5 Jahren wurde er eingeschult, übersprang drei Schulklassen und bestand 2015 sein Abitur mit 1,2.
     
  • Der weltweit jüngste Student kam aus Hongkong und war bei Beginn des Studiums im Jahr 2007 gerade einmal 9 Jahre alt. March Tian Boedihardjo beendete 2011 sein Mathematik-Studium mit dem Bachelor.
     
  • Deutschlands ältester Student heißt Eugen Knebel. Der 88-Jährige ist an der Universität Tübingen für den Bachelor in den Fächern Philosophie und Slawistik immatrikuliert. Nach mittlerweile 13 Semestern Studium (Stand: Oktober 2014) fehlen ihm nur noch zwei Arbeiten bis zum Abschluss.
     
  • Doch es geht noch älter: Im Jahr 2012 erhielt der 97-Jährige Australier Allan Stewart seinen Mastertitel im Fach "Klinische Studien". Seitdem gilt er als ältester Uni-Absolvent der Welt.
     
  • 1937 bereits hatte Ingeborg Rapoport ihre Doktorarbeit an der Hamburger Uni eingereicht, doch erst im Jahr 2015 legte sie mündliche Prüfung ab – mit 77 Jahren Abstand. Denn erst hatten ihr die Nazis diese verweigert, weil sie Halbjüdin war. Nun ist sie 102 Jahre alt und endlich im Besitz ihres Doktortitels.
     
  • Rosemarie Achenbach promoviert an der Uni Siegen. An sich vielleicht nichts Besonderes, allerdings ist sie stolze 90 Jahre alt. Noch dazu lautet das Thema ihrer Doktorarbeit "Die Philosophie des Todes". Darin setzt sich Achenbach mit Theorien zum Tod berühmter Philosophen wie Heidegger oder Beauvoir auseinander.

Rekordverdächtige Abschlussarbeiten

  • Die wohl kürzeste Doktorarbeit reichte eine Studentin an der Universität in Münster ein. Die Dissertation "Naturmedizin gegen Impotenz im mittelalterlichen Persien" kam auf ganze drei Seiten Text plus einer Tabelle und Abbildung. Allerdings ist der zugestandene Doktortitel umstritten, auch weil der Doktorvater mit mehreren Plagiatsfällen am Lehrstuhl in Verbindung gebracht wurde.
     
  • Ins Guiness-Buch der Rekorde schaffte es der Historiker Joachim Schuhmacher mit der 2.200 Seiten umfassenden und somit längsten Promotion der Welt. Und das ist nur die gekürzte Fassung. Ursprünglich hatte die an der Uni Konstanz eingereichte Arbeit über die Entwicklung des Segelsportes sogar einen Umfang von 2.654 Seiten.
     
  • Kurios können auch die Themen von Abschlussarbeiten sein. So erlangte Barbara Hendricks, die aktuelle Bundesumweltministerin ihren Doktortitel mit der Arbeit "Die Margarineindustrie am unteren Niederrhein im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert" an der Universität Bonn.
     
  • Doch es geht noch schräger. Carina Schierz beendete ihr Soziologie-Studium mit der Diplomarbeit "Die Simpsons, Springfield und die USA. Was wirklich hinter der der gelben Kleinstadt steckt". Schierz verglich die fiktiven Darstellungen von Wohnlage, Kinderzahl, Durchschnittsalter und Fettleibigkeit innerhalb der Serie mit Statistiken des realen Amerikas. Dabei entdeckte sie zahlreiche Gemeinsamkeiten zwischen Springfield und existierenden amerikanischen Städten.

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