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21. Jun 2016

Entertainment

UNICUM hört: Yeah Yeah Yeahs "Mosquito"

Das Warten hat ein Ende: Am 12. April erscheint das vierte Album der New Yorker

Weniger Punkrock, mehr Melodie

"Wir haben das Album geschrieben, als wir alle ein wenig down waren", so Sängerin und Frontfrau Karen O., die zuletzt mit dem Soundtrack zum Film "Wo die wilden Kerle wohnen" von sich reden ließ.  Nicht, dass das jetzt bedeuten würde, dass "Mosquito" ein depressives Emo-Longplayer wäre. Karen O. nennt es eher ein "Yeah Yeah Yeahs"–Soulalbum.

Gefühl steckt definitiv in jedem Ton – davon abgesehen, ist für jeden was dabei. Alte Yeah Yeah Yeahs-Fans werden sich über den Titeltrack "Mosquito" freuen, auf dem Karen wie früher mit ihrer Stimme experimentiert und das titelgebende Insekt nachahmt, genauso wie das rasante "Area 52", indem es um eine Entführung durch Aliens geht. Auf der anderen Seite sind da Songs wie das romantische "Always", das Karens Verlobung thematisiert oder "Subway", eine Hymne über die Heimatstadt des Trios, die mit zarten und leisen Tönen eine Gänsehaut auf dem Rücken zaubern. Da wäre auch "Buried Alive", auf dem Special Guest Dr. Octagon rappt wird. Und "Despair": Ein Aufmunterungssong, so Karen, der der Band auch selbst über einiges hinweggeholfen hat.

Das Album ist relativ schlicht produziert. Eine einfache Drum-Maschine, ein Keyboard, Karens Stimme, oft durch Nachhall verzerrt,  Gitarre und Punkt.  Wozu das Ganze auch verkomplizieren, ihren neuen Stil und Charakter, der sich konsequent durch das ganze Album zieht,  haben die Yeah Yeah Yeahs auch so gefunden. Ein bisschen weniger Punkrock, dafür umso mehr Melodie.

Ein Schmankerl hat es für die Fans bereits gegeben: Die drei Yeahs hatten das Album inklusive einer Albumbesprechung schon vorab zum Streamen online gestellt. Ab dem 12. April kann es dann auch im Handel erworben werden.

Fazit: Klasse Album. Schon das Debütalbum "Fever to tell" wurde von der New York Times zum besten Album des Jahres 2003 gekürt. "Mosquito" hat definitiv ähnliche Chancen für 2013! Bei alten Yeah Yeah Yeahs-Fans wird sich das Lager allerdings etwas teilen – wie früher klingen die Drei nur teilweise.

Yeah Yeah Yeahs

Mosquito

Universal Music

VÖ: 12. April 2013

Für Fans von: The Kills, Arcade Fire, Tegan & Sarah

Anspieltipps: "Sacrilege", "Slave", "Always"

www.yeahyeahyeahs.com

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