Handout Tipps
Zu fast jeder Präsentation gehört die Erstellung eines Handouts. | Andrea Picquadio / Pexels
Autor

29. Dez 2021

Lina Krauß

Prüfungstipps

Handout erstellen: Darauf kommt es an!

Handout erstellen: so geht's

Zu vielen Präsentationen wird ein Handout für die Zuhörenden ausgeteilt. Damit es einen Mehrwert für deine Mitschüler /-innen oder Kommilitonen /-innen bietet, solltest du einige Dinge beachten. Außerdem kannst du ein Handout nicht nur für andere erstellen. Es kann auch für dich in der Vorbereitung der Präsentation hilfreich sein. Wie das gelingt, erfährst du hier.

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Austeilen
  3. Formalien
  4. Aufbau
  5. Layout
  6. Tipps
  7. Weitere Fragen
  8. Überblick

Definition: Was ist ein Handout?

Ein Handout ist, wie der Name schon verrät, ein Zettel, der "ausgehändigt" wird. Es ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte einer Präsentation. Diese Zusammenfassung kann das Gesagte unterstützen. Zunächst erstellst du das Handout für die Zuhörenden. Sie können so hinterher noch mal das Wichtigste nachlesen und müssen während der Präsentation nicht alles mitschreiben. Dann können sie konzentrierter dem Vortrag folgen.

Außerdem kann das Handout auch für den/die Präsentierende /-n hilfreich sein. Durch das Erstellen des Handouts arbeitest du die Kernpunkte der Präsentation heraus und kannst dich daran während des Präsentierens orientieren. 

Handout austeilen

Das Handout wird entweder vor oder nach der Präsentation ausgeteilt. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Wenn du das Handout vor der Präsentation austeilst, können die Zuhörenden sich an der Gliederung orientieren und sich gegebenenfalls schon Notizen am Rand machen. Der Nachteil ist, dass sie nicht so aufmerksam zuhören, weil die wichtigsten Informationen schon auf dem Handout gegeben sind. Du solltest dir vorher immer gut überlegen, wann es sinnvoll ist, das Handout zu verteilen.

Formalien: Das sollte auf jedes Handout drauf

Der genaue Inhalt eines Handouts ist immer ein bisschen unterschiedlich, je nachdem, was von dem/der Lehrer /-in oder Dozent /-in gefordert wird. Ein paar Informationen, die Formalien, sollten aber auf jedem Handout oben in der Kopfzeile stehen:

  • Schule, Hochschule oder Universität
  • Datum
  • Fach oder Studiengang und Modul
  • Name und Vorname des/der Präsentierende /-n
  • Name des/der Lehrers /-in oder Dozenten /-in

Das Datum steht dabei meistens in der rechten oberen Ecke, die anderen Angaben auf der linken Seite untereinander. Damit das Ganze schön formatiert ist, gibt es einen Tipp: Lege eine Tabelle mit zwei Spalten an. Das Datum kommt in die rechte Spalte. Die anderen Angaben in die Zeilen der linken Spalte. Dann kannst du die Linien der Tabelle unsichtbar machen und deine Kopfzeile ist einheitlich formatiert.


Handout Tipps und Tricks


Aufbau eines Handouts

Wie oben schon beschrieben, kommt es beim Aufbau des Handouts immer darauf an, was von der Lehrperson gefordert wird. Damit die Zuhörenden aber den Inhalt des Handouts mit der Präsentation verbinden können, bietet es sich an, die Gliederung der Präsentation mit auf das Handout zu übernehmen.

Gliederung

Natürlich kannst du an den Anfang deines Handouts einfach eine nummerierte Liste mit den Abschnitten deiner Präsentation packen. Die schönere Variante ist, dass du in deiner Präsentation immer wieder Zwischenüberschriften einbindest, die du in derselben Reihenfolge auf dein Handout übernimmst. So entsteht eine direkte Verbindung zwischen dem Handout und der Präsentation. 

Wenn die Zuhörenden das Handout vor der Präsentation bekommen, können sie immer direkt nachvollziehen, welche Abschnitte auf dem Handout gerade relevant sind. 

Teilüberschriften mit Inhalt

Nur die Teilüberschriften reichen natürlich nicht aus. Du musst das Ganze mit Inhalt füllen. Da das Handout nur die wichtigsten Punkte der Präsentation zusammenfasst, solltest du dich auf folgende Inhalte beschränken:

  • Kernbegriffe mit ihren Definitionen, wichtige Daten und wichtige Namen
  • wichtige Argumente
  • wichtige Erkenntnisse
  • Statistiken, Diagramme, Infografiken

Fazit

Um noch einmal die wichtigste Botschaft deiner Präsentation zusammenzufassen, kannst du an das Ende des Handouts noch ein Fazit schreiben. Dann müssen deine Mitschüler /-innen oder Kommilitonen /-innen nicht lange danach suchen.

Literaturverzeichnis

Es ist wichtig, zu belegen, woher du die Informationen auf dem Handout hast. Achte deshalb darauf, alle Quellen anzugeben, die du verwendet hast. Welche Zitierweise du verwenden sollst, fragst du am besten deine /-n Lehrer /-in oder deine /-n Dozent /-in, denn es gibt verschiedene Möglichkeiten zu zitieren.

Layout eines Handouts

Meistens ist ein Handout in den Schriftarten Times New Roman oder Arial geschrieben. Bei Times New Roman wird Schriftgröße 12 und bei Arial Schriftgröße 11 verwendet. Der Zeilenabstand soll meistens 1,5 sein. Ein Handout in der Schule sollte nicht mehr als zwei DIN A4 Seiten haben. Damit es auch schön handlich ist, bedrucke immer Vorder- und Rückseite eines Blattes. In der Uni bei längeren Präsentationen kann ein Handout auch schon mal drei oder vier DIN A4 Seiten haben.

Tipps: Darauf solltest du achten

Damit das Handout auch wirklich hilfreich ist, solltest du einige Dinge beim Erstellen des Handouts beachten. Hier findest du die wichtigsten Tipps:

Stichpunkte

Benutze Stichpunkte, wenn es nicht anders gefordert wird. Achte dabei aber darauf, dass deine Mitschüler /-innen oder Kommilitonen /-innen trotzdem verstehen, was gemeint ist. Es bringt nichts, wenn sie das Handout bekommen und nicht klar ist, was mit den Stichpunkten gemeint ist. Versetze dich immer in die Lage der Zuhörenden: 

  • Was ist für sie wichtig?
  • Wie können sie etwas am besten verstehen?

Übersichtlichkeit

Gestalte dein Handout schön übersichtlich und packe nicht zu viele Infos drauf. Die Gliederung mit den Teilüberschriften kann dir dabei helfen. Außerdem ist es gut, wenn du am Rand Platz lässt. Dann können die Zuhörenden sich dort Notizen machen.

Dazu ist auch wichtig, dass du nicht einfach deine Präsentationsfolien übernimmst. Die Gefahr ist zu groß, dass du dann Informationen mit hinzunimmst, die auf dem Handout überflüssig sind, oder ohne das Gesagte der Präsentation nicht verstanden werden.

Keine neuen Infos

Das Handout ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Definitionen, Daten, Namen und Erkenntnisse. Manchmal fehlt dir auf einer Folie der Platz, um eine Information noch mit aufzunehmen. Vermeide es, diese Information dann ohne Erklärung mit auf das Handout zu nehmen. Ergänze Details lieber mündlich in der Präsentation.

Bilder, Diagramme, Infografiken

Manchmal ist es schön, Inhalte nicht nur durch Sätze zu erklären, sondern mit Bildern, Diagrammen und Infografiken. Das kann einen Inhalt unterstützen oder sogar besser erklären. Achte darauf, dass die Grafik oder das Diagramm sich von selbst erklären und alle nötigen Angaben gemacht sind.

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Weitere Fragen

Was steht alles in einem Handout?

Neben den Formalien werden in einem Handout die wichtigsten Definitionen, Daten und Namen zusammengefasst. Außerdem gehören wichtige Argumente und Erkenntnisse zum Inhalt.

Wie ist ein Handout aufgebaut?

Es gibt keine strengen Regeln für den Aufbau eines Handouts. Am besten orientierst du dich beim Inhalt am Ablauf deiner Präsentation. Zusätzlich solltest du die Formalie oben in die Kopfzeile schreiben. Du kannst mit einem Fazit enden. Zum Schluss solltest du noch die verwendeten Quellen angeben.

Wie viele Seiten sollte ein Handout haben?

Ein Handout sollte am besten eine Seite lang sein. Je nach Länge der Präsentation können es aber auch zwei bis maximal vier Seiten sein.

Überblick: alles Infos zum Handout

  • Ein Handout fasst die wichtigsten Inhalte einer Präsentation zusammen.
  • Das Handout wird an die Zuhörenden ausgeteilt und dient ihnen zur Nachbereitung.
  • Ein Handout sollte sich an der Gliederung der Präsentation orientieren.
  • Stichpunkte, Bilder, Diagramme und Infografiken sollten auch ohne Erklärung verständlich sein.
  • Ein Handout sollte übersichtlich und nicht zu voll sein.

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