Party-Organisation
"Ein bisschen Glitzer Glitzer": der Party-Tipp von Deichkind | Foto:Thinkstock/Dragan Radojevic

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Ann-Christin Kieter

Freizeit

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Tipps und Tricks für eine coole Party

Wie viele Gäste lade ich ein?

Wie viele Leute kannst du bedenkenlos einladen, ohne dass die Hütte aus allen Nähten platzt? Yvonne Joosten hat zahlreiche Party-Sachbücher geschrieben und kennt eine hilfreiche Formel: "Ein Gast pro Quadratmeter ergibt die optimale Teilnehmerzahl."

Wichtig dabei: "Nur 'freie' Quadratmeter zählen. Die Fläche der Schränke, Tische und anderen Möbel sowie des Badezimmers muss man abziehen." Trotzdem kannst du großzügiger planen: "Erfahrungsgemäß sagen bis zu einem Drittel der Gäste ab."

Pärchen-Problematik

Bei der Gästeliste kommt es jedoch nicht nur auf die Quantität an. Die goldene Regel von Christoph Köchy, Geschäftsführer der Eventfabrik UNICUM Live lautet: "Am besten deutlich mehr Frauen als Männer einladen. Wenn genug Mädels da sind, kommen die Jungs von allein."

Auch bei dem Verhältnis von Singles zu Pärchen solltet du vorsichtig sein: "Bitte nicht zu viele Pärchen einladen, sonst ist ein Stimmungsabfall vorprogrammiert", erklärt Köchy, der das Sponsoring für bundesweite Uni-Partys organisiert.

Apropos Pärchen: Was tun bei zerstrittenen Paaren im Freundeskreis? Moritz Freiherr Knigge, Nachfahre des berühmten Benimmexperten, erklärt: "Ich sollte immer auf mein Gefühl hören. Wenn ich davon ausgehe, dass die beiden sich auf der Party streiten, sollte ich nur einen der beiden einladen oder sogar keinen." Außerdem empfiehlt Knigge: "Partner immer mit einladen und das auch ganz bewusst in die Einladung schreiben. Dann gibt es keine Irritationen. Eine Ausnahme: Man hat sehr wenig Platz und kennt den Partner des Eingeladenen überhaupt nicht."


Party Organisation Tipps


Was ist mit Essen & Trinken?

Normalerweise gilt auf WG-Partys das "Bring your own"-Motto. Trotzdem sollten Gastgeber für ein paar Basics sorgen. Laut Christian Henning von Henning's Catering in Köln sieht eine Einkaufsliste für zehn Personen folgendermaßen aus:

  • 1 Kiste Bier (24 Flaschen à 0,3 l)
  • 1 Kasten Softdrinks
  • 1 Kasten Wasser
  • 3 Dosen Erdnüsse
  • 3 Tüten Chips

Die alkoholfreie Getränke-Alternative

Damit die Fahrer sich nicht nur mit langweiligen Softdrinks begnügen müssen, ist eine alkoholfreie Bowle ideal. Der Deutsche Cocktailmeister 2012, Markus Kern, schlägt einen Mix aus 200 ml Pfirsichsirup und jeweils einem Liter Bananen-, Pfirsich- und Grapefruitsaft vor. Aufgefüllt wird das Ganze mit zwei Liter Ginger Ale. Zum Aufpeppen einfach noch Bananen- und Orangenscheiben hinzufügen. Und wenn es doch mehr prickeln soll: Stellt eine Flasche Rum daneben.

Und was ist, wenn kein Platz mehr im Kühlschrank ist?

Bierkästen sind in einer Badewanne mit eiskaltem Wasser gut aufgehoben. Ein besonders "heißer" Tipp für einzelne Flaschen kommt von TV-Koch und Caterer Ole Plogstedt ("Rote-Gourmet-Fraktion"): "Eiswürfel in einen Sektkühler werfen und dann Salz unter das Eis heben. Der physikalische Effekt: Kurzzeitig gerät das Eis auf null Grad und die Getränke kühlen etwas schneller ab."

Das Buffet

Gefüllte Tomaten mit Nuss-Joghurt-CremeWas das Essen angeht, sollte ein einfacher Kartoffelsalat, der mit Essig, Öl und Gemüsebrühe statt Mayo angemacht wird, nicht fehlen. Da keine Milch oder sonstige tierische Produkte vorkommen, werden wirklich alle satt: Vegetarier, Veganer und Allergiker. Als Finger-Food und Hingucker auf dem Buffet empfiehlt Vegan-Koch Attila Hildmann "Gefüllte Tomaten mit Nuss-Joghurt-Creme":

Zutaten für 2 Portionen

  • 6 Rispentomaten (mittelgroß, farbig)
  • 70 g Cashewkerne
  • 150 g Sojajoghurt (Bioladen)
  • 25 g getrocknete Tomaten ohne Öl
  • 1 EL gehackte Oreganoblätter
  • 1 EL gehackte Basilikumblätter
  • Meersalz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

Dauer: ca. 25 Minuten

Von den Rispentomateneinen Deckel abschneiden. Tomaten mit einem Teelöffel vorsichtig aushöhlen - das Fruchtfleisch anderweitig verwenden. Cashewkerne im Mixer fein mahlen  und mit Sojajoghurt mischen. Getrocknete Tomaten fein hacken. Getrocknete Tomaten, gehackte Oregano- und Basilikumblätter mit der Joghurt-Nuss-Mischung verrühren und mit Meersalz und Pfeffer abschmecken. Die Tomaten damit füllen. (Entnommen aus: Attila Hildmann, "Vegan for Fun. Junge vegetarische Küche" aus dem Becker Joest Volk Verlag.)

Am besten stellt du das Buffet an zwei verschiedenen Stellen in der Wohnung auf: "So wird aus der Steh-Party eine ständig bewegte Geh-Party", erklärt Ratgeber-Autorin Yvonne Joosten.

Welche Musik soll ich spielen und wie laut darf ich aufdrehen?

Helge Meyer und Kilian Wrobel sind eigentlich Architekten, veranstalten aber regelmäßig "Wohnzimmerkonzerte". Daher wissen sie: "Glatte, harte und kalte Wände sorgen für eine schlechte Akustik. Der Ton entsteht, er fliegt an die Wand und an die Decke und kommt zeitverzögert wieder zurück. Es hallt und das klingt furchtbar". Lautsprecher in Wandnähe und Teppiche helfen bei der Verbesserung des Klangs. Und: "Ist die Wohnung noch oder schon unmöbliert – wegen eines Auszugs oder Einzugs – sollte man Wände und Fenster mit Stoffbahnen abhängen. "

Bei so viel gutem Sound solltet du aufpassen, keinen Ärger mit den Nachbarn zu bekommen. "Grundsätzlich ist es nicht verboten, in der Wohnung zu feiern. Es gibt auch keine Regelung, die die Häufigkeit von zulässigen Partys festlegt", erklärt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund e. V. Ein Freifahrtschein ist das allerdings nicht.

Wenn du zuhause feiern wollt, ist eine Rücksichtnahme auf andere Bewohner Pflicht. Dazu gehört auch das Einhalten der sogenannten Nachtruhe ab 22 Uhr. "Was nicht heißt, dass bis zu diesem Zeitpunkt lautstark gefeiert werden kann", gibt Ulrich Ropertz zu bedenken. Nachtruhe bedeutet konkret: "Keine Lärmbeeinträchtigung für die Nachbarn. Feiern nur noch innerhalb der Wohnung, nicht mehr auf dem Balkon, allenfalls mit leiser Hintergrundmusik bei geschlossenen Fenstern und Türen."

So erreicht du auch die berühmt-berüchtigte Zimmerlautstärke, für die es keinen festgelegten Richtwert gibt. Auf Nummer sicher geht du, indem du deine Nachbarn einfach einlädst, oder zumindest rechtzeitig informierst, dass es lauter werden könnte.

Do-it-yourself-Tricks

Hochkant gestellte Bierkisten mit einem Kissen darauf ergeben prima Sitzgelegenheiten. Wenn du bei deinen Gästen Eindruck schinden willst, versuch mal, Bierflaschen mit einem Blatt Papier zu öffnen. "FakeChecker" Matthias Fiedler, der für die ProSieben-Sendung "Galileo" Internet-Videos auf ihren Wahrheitsgehalt testet, weiß wie es geht: "Ein DIN-A4-Blatt der Länge nach zu einem Streifen falten, dann mittig umknicken. So hast du einen festen Keil, mit dem sich die Flasche ganz leicht aufhebeln lässt." Dahinter steckt das selbe Hebel-Prinzip wie beim Öffnen mit einem Feuerzeug oder einer zweiten Flasche.

Und zu guter Letzt das Problem der mangelnden Schälchen für Knabbersachen. Hier hat Bloggerin Anika Schmidt (misszuckerguss.blogspot.com) eine stylische Lösung: Schallplatten-Schalen.

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