Handlettering
Mit Handlettering kannst du Karten und Poster ganz individuell gestalten. | Foto: Hints&Kunst
Autorenbild

25. Dez 2017

Gastbeitrag

Freizeit

Handlettering: Das sind die wichtigsten Tipps und Tricks

Beim Handlettering sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt!

Ob aufwendig gestaltete Postkarten, individuelle Poster oder einfach die Geburtstagskarte für Oma – mit Handlettering kannst du Papercrafts deine ganz persönliche Note verleihen. Bis man aus einzelnen Buchstaben schöne Schriftzüge zaubern kann, muss es gar nicht so lange dauern. Mit diesen sechs Schritten kannst du schon bald drauflos lettern:

1. Hab Geduld mit dir.

Es ist sehr wichtig, Geduld mit dir zu haben. Die einzelnen Buchstaben zu üben, fühlt sich am Anfang an, als würde man wieder in der ersten Klasse sitzen und schreiben lernen. Und so ist es gewissermaßen auch, denn viele Schreibgewohnheiten, die wir uns über die Jahre angeeignet haben, müssen wir ablegen, damit uns die neuen Buchstaben so gelingen, wie wir es gerne hätten.

2. Nimm dir Zeit.

Besonders zu Beginn kann ein einzelner Buchstabe schon mal eine halbe Minute Zeit brauchen, bis er schwarz auf weiß geschrieben steht. Um deine Hand an die neuen Bewegungsabläufe zu gewöhnen, musst du dich gut konzentrieren und das geht besser, wenn du dir Zeit lässt.  Also plane doch mal einen gemütlichen Sonntagnachmittag ein, um mit Stift und Papier bei guter Musik Buchstabe für Buchstabe das Alphabet neu zu lernen.


Über die Autorin

Katharina Till Handlettering

Katharina ist 24 Jahre alt und studiert Werbung und Marktkommunikation an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Anfang 2017 hat sie Hints&Kunst gegründet und den Online-Shop für Papeterie eröffnet. Mit viel Liebe und Leidenschaft gestaltet sie Schriften und entwirft Designs aus denen dann Postkarten, Poster und andere Papeterie-Produkte werden. Außerdem gibt sie Handlettering-Workshops und veranstaltet ArtNights in Stuttgart, um Menschen mit in die Welt der schönen Buchstaben zu nehmen.

Mehr von Katharina gibt’s auf Instagram und Facebook unter Hints&Kunst!


3. Die richtigen Stifte

Inzwischen gibt es super viele Stifte auf dem deutschen Markt, die sich zum Handlettering eignen. Besonders den so genannten Brush Pens gebührt an dieser Stelle große Aufmerksamkeit. Mein liebster Brush Pen ist von der Marke Tombow (z. B. der Dual Brush Pen). Es gibt ihn in vielen verschiedenen Farben und man kann mit ihnen tolle Effekte kreieren. Zum Beispiel lassen sich die Farben miteinander mischen, sodass sich beim Schreiben ein Blending-Effekt ergibt. Da die Stifte eine Wasserbasis haben, lassen sich mit ihnen auch aquarellierte Hintergründe erstellen. Auch der Brush Pen von Edding ist super geeignet für die ersten Schritte im Brushlettering. Die Pinselspitze ist etwas schmaler und lässt sich dadurch gut kontrollieren. Für etwas kleinere Schriften ist er also super geeignet!
Für ganz feine und kleine Beschriftungen ist der Fudenosuke von Tombow mein absoluter Favorit! Kein Stift begeistert mich mehr, denn trotz seiner relativ harten Spitze bleibt er flexibel und verzeiht so manches Zittern bei den ersten Übungen.

4. Das richtige Papier

Die große Regel beim Lettern mit Brush Pens ist: Das Papier muss glatt sein. Von der Marke Clairefontaine gibt es zum Beispiel Kopierpapier, das sich super eignet. Je rauer die Papieroberfläche, desto schneller franzt die Stiftspitze aus und dann macht das lettern keinen Spaß mehr. Wenn du dir nicht sicher bist, mach den Streicheltest – verglichen zu herkömmlichem Kopierpapier sollte die Oberfläche auf jeden Fall glatter sein.


Handlettering Tipps


5. Die richtige Technik

Die Technik fängt bei der richtigen Stifthaltung an. Versuche, den Stift ungefähr im 45-Grad-Winkel aufs Papier zu bringen. Viele von uns haben die Angewohnheit, den Stift zu steil zu halten. Beim Handlettering ist dann das Problem, dass du auch mit Druck die Abwärtsstriche nicht breit hinbekommst. Wenn der Stift dann richtig in der Hand liegt gilt: Aufstriche macht man mit wenig Druck, bei Abwärtsstrichen verbreitert man durch erhöhten Druck die Strichstärke. An dieser Stelle wird wieder Punkt 2 relevant: Denn nur wenn du deinem Gehirn die Zeit gibst, bei jedem Richtungswechsel umzudenken, bekommst du das mit den wechselnden Strichstärken gut hin.

6. Abgucken erlaubt!

Anders als in der Schule, ist beim Lettern Abgucken erlaubt. Ich habe zum Üben auch oft Designs abgemalt, die mir gut gefallen haben. Auch das Abpausen kann dir helfen, die Verbindungen zwischen den Buchstaben und die Größenunterschiede besser zu verinnerlichen. Frag deine Freunde nach ihren Lieblingssprüchen oder suche nach schönen Zitaten, die du lettern kannst.

Katharinas Buchtipps zum Thema Handlettering

Mein Favorit ist das Buch "Handlettering Watercolor" von May&Berry. Auch verschiedene Bücher von Frau Annika kann ich dir ans Herz legen. Im Buch "Handlettering Alphabete" von Frau Hölle findest du auch super viele Anleitungen und Vorlagen für kreative Projekte.

Teile deine ersten Lettering-Schritte unter dem Hashtag #unicumletters – wir sind auf die Ergebnisse gespannt!

Artikel-Bewertung:

3.01 von 5 Sternen bei 150 Bewertungen.

Deine Meinung:

Veröffentlicht am 02. Jan 2018 um 18:17 Uhr von Marina895
Super coole Tipps - Dankeschön!!