Stipendium für das Studium
Mehr als nur Kohle: Auch die idelle Stipendienförderung ist Gold wert | Foto: Thinkstock/maurusone
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09. Nov 2014

Robert Adamik

Geld & Finanzen

Stipendium für das Studium

Finanzielle Unterstützung für Studierende

1. Wer bekommt Stipendien?

Salopp gesagt: Die besten Chancen haben diejenigen, die sich für ein Stipendium bewerben! Immerhin sind etwa ein Drittel aller Bewerbungen erfolgreich. Die Entscheidung hängt von den jeweiligen Kriterien der Stipendiengeber ab. Oftmals spielen hier tatsächlich die Studienleistungen eine ganz wesentliche Rolle; dies gilt insbesondere für die Begabtenförderungswerke.

Darüber hinaus können aber weitere Aspekte ausschlaggebend sein, wie zum Beispiel bürgerschaftliches Engagement oder studienfach- oder studienortbezogene Kriterien. Einen Bezug zum Stipendiengeber zu haben, kann ebenfalls nicht schaden. Auch bei speziellen Stipendien, die beispielsweise ausschließlich für ausländische Studierende, Frauen, Alleinerziehende oder Menschen mit Behinderung gedacht sind, gilt wieder: Wer's nicht zumindest versucht, ist selbst schuld!

2. Wer entscheidet über die Förderung?

In aller Regel ist das Sache des Stipendiengebers. Beim Deutschlandstipendium entscheidet zum Beispiel die jeweilige Hochschule über die Vergabe. Einen Rechtsanspruch auf ein Stipendium hat man grundsätzlich nicht – daher kann es auch nicht eingeklagt werden. Theoretisch lassen sich Stipendien auch kombinieren. In der Praxis dürfen die Stipendiengeber allerdings darauf bestehen, dass man nur Stipendiat bei ihnen ist.

Darüber hinaus kann ein Stipendium an weitere Forderungen geknüpft sein, die gegebenenfalls überprüft werden und mitunter zum Wegfall des Stipendiums führen können.

3. Wie bewerbe ich mich für ein Stipendium?

Wie genau eine Bewerbung auszusehen hat, legen die Stipendiengeber individuell fest. Eines lässt sich aber immer sagen: Gib dir Mühe! Schließlich musst du einen potenziellen Stipendiengeber davon überzeugen, dass er dich anstelle anderer fördert und dass sich seine Investition lohnt. Also, leg dieselbe Gründlichkeit an den Tag wie bei einer späteren Bewerbung um einen Arbeitsplatz. Wie hier kann es zumindest nicht schaden, sich mehrfach zu bewerben.

Falls eine Bewerbung erfolglos bleibt, besteht zumindest noch die Chance, dass eine andere klappt. Schummeln ist natürlich tabu! Wer bewusst falsche Angaben macht, um Zahlungen zu erhalten, betrügt schlichtweg und macht sich strafbar.

4. Was bekomme ich?

"Das Schöne an einem Stipendium ist, dass das Geld nicht zurückgezahlt werden muss – es handelt sich also quasi um ein Geschenk. Die Höhe des Betrags kann variieren. Beim sogenannten Deutschlandstipendium der Bundesregierung gibt's monatlich 300 Euro. Das ist auch der Betrag, den BAföG-Bezieher bekommen dürfen, ohne dass dieses Geld angerechnet wird. Fällt die Stipendiensumme höher aus, reduziert sich das BAföG entsprechend. Bei Stipendien handelt es sich zwar letztlich auch um Einkünfte, doch nach § 3 Nr. 44 EStG sind die meisten Stipendien für Studierende von der Steuer befreit. Allerdings spricht nicht nur die 'Finanzspritze' für ein Stipendium. Auch der Stellenwert einer ideellen Förderung darf nicht unterschätzt werden.


Unser UNICUM Experte:

Achim Meyer auf der Heyde (62), Generalsekretär des deutschen Studentenwerks.


InfoHilfestellung für die Stipendien-Suche

  • Bei der Suche nach dem richtigen Stipendium hilft www.mystipendium.de. Wer hier ein individuelles Profil erstellt, bekommt passende Stipendien aus einer Datenbank mit über 1200 Einträgen vorgeschlagen und seine Erfolgsaussichten ausgerechnet.
  • Einen guten Überblick über das Stipendienangebot verschafft auch die Internetseite www.stipendienlotse.de des Bundesbildungsministeriums.

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