Craft Beer Rezept
Bier selber zu brauen ist aufwendig, aber gar nicht mal so schwer | Foto: Thinkstock/Leszek Czerwonk

Studentenfutter

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29. Sep 2015

Christina Scholten

Studentenfutter

Bier selber brauen: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Dein eigenes Craft Beer

Was ist Craft Beer überhaupt?

Craft Beer ist das Gegenteil vom Massenbier. Erfunden wurde es in den USA, als Reaktion auf das immer gleichschmeckende Bier der Großbrauereien, erzählt Sylvia Kopp, Leiterin der Berlin Beer Academy und Botschafterin für amerikanisches Craft Bier in Europa. "Craft Bier ist verbunden mit Vielfalt, es sind individuelle Getränke."

Brauer wechseln Inhaltsstoffe aus oder experimentieren mit dem Brauprozess. Die Geschmacksbandbreiten reichen da von sauer bis rauchig, herb bis leicht - hohe Braukunst also. Und weil jeder sich gern um sein eigenes Bier kümmert, haben wir für dich eine kurze Einführung in die DIY-Brauerei zusammengestellt.


Bier selber brauen: Die Vorbereitung

Was du (mindestens) brauchst:

  • großen Kochtopf
  • Thermometer
  • Gargefäß (beispielsweise einen großen Kunststoff -Eimer mit Ablass-Hahn) oder Läuterbottich
  • leere Bierflaschen
  • Braupaddel
  • Gärröhrchen
  • Zutaten je nach Rezept

All das bekommst du entweder im Fachhandel oder im Internet.


Rezept für dein Craft Beer*:

  • 5 kg Pale-Ale-Malz
  • 1 kg Karamellmalz, Farbe: 20 ECB
  • 30 g Hallertauer Perle
  • 70 g Cascade
  • 40 g Simcie
  • 5 kg Glukose
  • Hefe: California Ale Yeast

* Urheber: Fritz Wülfing von der Brauerei Ale-Mania.


Maischen: Das Lösen der Enzyme

Der Anfang allen Bieres liegt in der Vermischung des geschroteten Malzes mit dem Wasser, das du auf 76 bis 78 Grad aufheizt. Dann kommt die "Maltoserast": Hierfür wird das Bier langsam auf 68 Grad runtergekühlt und eine Stunde lang auf der Temperatur gehalten.

Anschließend kommt das "Abmaischen": Sud kurz auf 78 Grad erhitzen. Danach schüttest du alles in den Läuterbottich. Dafür kannst du einen Plastikeimer mit Ablassverschluss nutzen und darüber ein "Läuterblech" setzen. Damit wird die "Maische", also das gequollene Malz, abgefangen.

Abläutern: Ein Prozess

Wenn du den Sud von deinem Kochtopf in den "Läuterbottich" geschüttet hast, kocht darin neues Wasser auf 78 Grad auf. Dann lässt du den Sud im Bottich ab und fängst es mit einem neuen Behälter auf. Wenn es durchgelaufen ist, schüttest du nach und nach das aufgekochte Wasser hinzu, bis der Sud aus dem Läuterbottich klar herauskommt.

Gut gewürzt ist halb gebraut

Den abgefangenen Sud, der auch "Vorderwürze" genannt wird, zurück in den leeren Kochtopf. Hopfen "Hallertauer Perle" hinzugeben und mindestens eine Stunde lange auf exakt 100 Grad kochen.

Eine halbe Stunde vor Ende der Kochzeit gibst du zum ersten Mal etwas von der Sorte "Cascade" hinein, nach 15 Minuten noch einmal - genauso wie am Ende der Kochzeit. Zu diesen Zeiten kommt auch die Sorte "Sincoe" hinzu.

Der Sud muss jetzt noch einmal richtig gefiltert werden. Dafür ihn wieder in den Ablauf-Bottich schütten und mit dem Braupaddel kräftig durchrühren. Danach hälst du ein sauberes Haushaltstuch unter den Ablaufhahn und lässt laufen. Es darf nach dem Tuch nur klarer Sud kommen, sobald es dunkel wird, sofort ausstellen.

Die letzten Schritte

Nun musst du warten, denn dein Bier muss auf 20 Grad heruntergekühlt werden. Dann gibst du die vorbereitete Hefe auf den Sud und mischst gut durch. Anschließend steckst du das oben mit Wasser gefüllte Gärröhrchen hinein. Diese "Hauptgärung" dauert fünf bis sieben Tage.

Danach erfolgt das Lagern: Optimal wäre es, dein Ale 14 Tage in einem Fass reifen zu lassen. Falls du keins hast, füll das Bier in die gut gereinigten Flaschen und schütte 5 g Glukose pro Liter hinzu, damit die Kohlensäure ins Bier kommt! Nach den zwei Wochen kannst du dich endlich vom Gelingen deiner Bier-Kunst überraschen lassen.


InfoAchtung: Die Rechtslage beim Bierbrauen

  • Jeder Brauvorgang muss drei Tage vorher beim örtlichen Zoll (via Mail) angemeldet werden.
  • 200 Liter pro Person im Jahr sind steuerfrei.

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