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25. Mär 2019

UNICUM-Team

Wohnen

7 Tipps für die frustfreie Wohnungssuche

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Mittlerweile gibt es 2,87 Millionen Studentinnen und Studenten in Deutschland* – Tendenz steigend. Mit der wachsenden Zahl wird auch der Wohnraum in den Hochschulstädten immer knapper. Und was knapp ist, ist bekanntlich teuer: In München kostet ein WG-Zimmer im Schnitt bereits 657 Euro im Monat*. Gemäß der Faustregel, dass die Ausgaben für Miete und Wohnen maximal ein Drittel des monatlichen Einkommens ausmachen sollten, müsstest du in München neben dem Studium in Vollzeit arbeiten, um dir das leisten zu können.

Lass nicht den Mietspiegel entscheiden, an welcher Hochschule du studierst.

In Köln hingegen kostet ein WG-Zimmer nur 409 Euro im Monat*. Solltest du dich also lieber im Schatten des Doms immatrikulieren als in Sichtweite der Alpen? Damit nicht der Mietspiegel entscheidet, an welcher Hochschule du studierst, sondern weiterhin deine Interessen und Fähigkeiten im Vordergrund stehen, kannst du einige Tipps beachten, um doch noch eine bezahlbare Wohnung in deiner Traumstadt zu finden.

1. Ziehe alle Register bei der Suche.

Bewirb dich beim Studentenwerk auf einen Wohnheimplatz, hör dich gleichzeitig im Bekanntenkreis um und platziere deine Wohnungssuche in Gesprächen mit deinen Kommilitonen. Suche nicht nur am Schwarzen Brett, auf WG-Plattformen oder in Immobilienportalen, sondern stelle selbst ein Wohnungsgesuch ein. Starte einen Aufruf mit deiner Wohnungssuche bei Instagram, Facebook und Co. Eine kreative Social-Media-Bewerbung macht vielleicht eine WG mit einem freien Zimmer auf dich aufmerksam.

2. Nutze alternative Online-Plattformen.

Informiere dich nicht nur auf Portalen, auf denen hauptsächlich gewerbliche Vermieter inserieren. Oftmals sind Wohnungen von privat günstiger und schneller zu haben. Private Vermieter nutzen gern Portale mit lokalem Bezug wie eBay Kleinanzeigen. Auch Personen, die Nachmieter für ihre Wohnungen suchen, stellen ihre Anzeige auf Kleinanzeigen-Plattformen ein. Bei eBay Kleinanzeigen gibt es eine eigene Immobilienkategorie, in der du nach „Auf Zeit & WG“ oder „Mietwohnungen“ filtern kannst. Und auch hier gilt: Gib selbst ein Gesuch auf, um deine Chancen auf eine passende Wohnung zu erhöhen.

3. Gute Vorbereitung ist die halbe Miete.

Wenn du einen Termin für eine Wohnungsbesichtigung oder ein WG-Casting ergattern konntest, solltest du dich gut darauf vorbereiten. Es erhöht deine Chancen ungemein, wenn du bei der Wohnungsbesichtigung bereits alle wichtigen Unterlagen dabei hast: Kopien deiner Einkommensnachweise der letzten drei Monate und gegebenenfalls des BAföG-Bescheides, deine Mieterselbstauskunft sowie eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung deines letzten Vermieters, sofern du vorher bereits eine eigene Wohnung hattest. Weitere Tipps zu wichtigen Unterlagen, die ein Vermieter von dir verlangen kann, findest du hier.

4. Bring deine Persönlichkeit ein.

„Self-Marketing“ hilft auch bei der Wohnungssuche. Gerade bei Massenbesichtigungen ist es wichtig, dass du im Gedächtnis des Vermieters bleibst. Suche das Gespräch, werde dabei aber nicht aufdringlich. Stelle Fragen zur Geschichte der Wohnung oder dem Hintergrund der WG-Bewohner. Verhalte dich so, wie du dir das bei einem perfekten Mieter oder Mitbewohner vorstellst. Extra-Tipp für WG-Castings: Überzeuge mit etwas, von dem alle Bewohner einen Nutzen haben, z. B. deinem Kochtalent oder der neuen Kaffeemaschine, die du einbringen wirst (wie du eine gewinnen kannst, zeigen wir dir hier).

5. Ein Nebenjob und eine Elternbürgschaft verschaffen dir einen Vorteil.

Selbst wenn du den BAföG-Höchstsatz beziehst, reicht die monatliche Förderung in den wenigsten deutschen Hochschulstädten zur Deckung deiner Lebenshaltungskosten aus. Das wissen auch Vermieter. Um die Chancen auf einen Mietvertrag zu erhöhen, solltest du deshalb weitere Einkommensquellen haben. Vermieter wollen kein Risiko für Mietausfälle eingehen. Deshalb wollen sie Sicherheiten für deine Zahlungsfähigkeit, beispielsweise ein regelmäßiges Gehalt, das du durch einen festen Nebenjob beziehst. Zusätzlich ist eine Elternbürgschaft von Vorteil. Damit bescheinigen deine Eltern, dass sie im Bedarfsfall finanziell für dich einspringen.

6. Miete nichts, was du nicht selbst besichtigt hast.

Leider gibt es auch dubiose Vermieter, die die Notlage von Studierenden ausnutzen und beispielsweise Mietkaution und Miete schon vor der Vertragsunterzeichnung kassieren wollen. Andere verlangen Geld für die Wohnungsbesichtigung oder gaukeln einen Auslandsaufenthalt vor, weshalb eine Besichtigung der Wohnung vor Mietvertragsunterzeichnung nicht möglich ist. Lass dich auf so etwas nicht ein. Unterschreibe keinen Mietvertrag für eine Wohnung, die du nicht selbst besichtigt hast, und bezahle nichts, bevor du keinen vom Vermieter unterzeichneten Mietvertrag in der Hand hältst.

Und der letzte Tipp: Lieber einen Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Auch wenn die erste Wohnung nur ein kleines, dunkles WG-Zimmer am Stadtrand ist, bist du hier erst einmal untergebracht. Von dort aus kannst du in Ruhe nach deiner Traumwohnung suchen.

*Quelle: Statista 2019

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Deine Meinung:

Veröffentlicht am 04. Apr 2019 um 09:45 Uhr von Tine
Selten so einen knackigen, informativen und hilfreichen Artikel gelesen! Danke, liebes Unicum-Team!