vegane kleidung
Vegan oder nicht? Beim Klamotten-Kauf muss man genau hinschauen! | Foto: Priscilla du Preez
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16. Apr 2018

Sandra Ruppel

Zündstoff

Vegane Kleidung: Worauf du als Einsteiger achten solltest!

Auf die Plätze, vegan, los!

In Deutschland leben laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Skopos aktuell etwa 1,3 Millionen Menschen vegan. Die Nachfrage nach veganen Produkten steigt – Zahlen des Instituts Mintel zeigen beispielsweise, dass 2016 in keinem anderen europäischen Land so viele vegane Waren eingeführt wurden, wie bei uns. Das wiederum bedeutet glücklicherweise auch, dass es ständig ein bisschen einfacher wird, nicht nur bei Lebensmitteln, sondern auch bei Klamotten auf tierische Erzeugnisse zu verzichten. Aber wo setzt man überhaupt an? Und welche Materialien sind wirklich vegan?

Wann ist Kleidung vegan?

Damit ein Kleidungsstück als vegan bezeichnet werden kann, dürfen – wie bei Lebensmitteln auch – keine tierischen Produkte enthalten sein. Allerdings ist das nicht immer so offensichtlich zu erkennen, wie etwa bei den Schuhen aus Leder, dem Pulli aus Wolle, der Bluse aus Seide oder der Jacke mit Pelz. Deshalb, so empfiehlt der Nachhaltigkeits-Ratgeber Utopia.de, lohnt sich ein zweiter Blick auf die Details: Obwohl beispielsweise Jeans meist aus Baumwolle bestehen und damit aus pflanzlichen Materialien, ist oft hinten am Bund ein Lederpatch mit dem Markennamen angebracht – also: nicht vegan.

Auch das Material, aus dem Knöpfe an Kleidern, Hemden oder Blusen bestehen, ist wichtig: Sind die Knöpfe aus Perlmutt oder Horn? Dann ist das gesamte Teil nicht vegan. Richtig tricky wird es, wenn die wasserabweisende Schicht auf der Outdoor-Jacke aus Bienenwachs besteht oder der Klebstoff, mit denen Schuhe verleimt sind, tierische Stoffe enthält.

Wie erkennt man vegane Kleidung?

Ein wichtiger erster Schritt ist es also, genau aufs Etikett zu schauen. Falls nicht eindeutig zu erkennen ist, welche Materialien im Einzelnen verwendet wurden, ist es laut dem Vegan-Portal VEBU.de eine gute Idee, direkt im Handel oder sogar beim Hersteller nachzufragen. Auch das von der Tierschutzorganisation PETA vergebene Siegel "PETA-Approved Vegan" kann Orientierung bieten.


Welche alternativen Materialien gibt es? Das zeigt dir unsere Infografik!

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Bedeutet vegan auch nachhaltig und fair?

Nicht zwangsläufig bedeutet die Bezeichnung "vegan" bei Kleidung, dass das Material auch nachhaltig ist. So ist etwa Polyester an sich zwar ein veganes Material, das auch in der Herstellung günstig ist. Allerdings besteht es aus Erdöl und ist deshalb weder nachhaltig noch umweltfreundlich, noch biologisch abbaubar.

Das Ratgeber-Portal Utopia.de weist darauf hin, dass Recyclingpolyester eine Alternative sein kann: Es wird wieder eingeschmolzen und für neue Kleidung genutzt.

Sei fair zu dir selbst!

Vegan leben, auf den ökologischen Fußabdruck achten, die Umwelt schonen, faire Produktion unterstützten – vor allem am Anfang ist es eine ganz schöne Herausforderung, alles richtig zu machen. Daher: Entspann dich! In kleinen Schritten geht es auch voran.


Online-Shops, die vegane Kleidung anbieten:

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Deine Meinung:

Veröffentlicht am 17. Apr 2018 um 07:58 Uhr von Keith
Am besten vegane Kleidung nur von Firmen kaufen die ausschließlich vegane Produkte herstellen.