Durch gründliche Planung wird dein Auslandsaufenthalt ein Erfolg
Mit diesen Tipps wird dein Auslandsaufenthalt ein Erfolg! Foto: StockSnap/pixabay
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18. Okt 2020

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Auslandssemester

Tipps und Tricks für die Planung Deines Auslandssemesters

Tipp 1: Rechtzeitig beginnen

Die Erfahrung vieler Kommilitonen vor Dir zeigt, dass es eine gute Idee ist, mindestens ein Jahr im Voraus die Weichen für das Auslandssemester zu stellen. Denn die Liste der zu erledigenden Punkte bis zum Abflug oder zur Abfahrt ist lang. Darüber hinaus gibt es einige Dinge, die du vielleicht anstoßen könntest, aber letztendlich nicht in der Hand hast. Das gilt zum Beispiel für ein Visum, das je nach Land bis zu acht Wochen dauern kann. Also unbedingt dafür einen Zeitpuffer einplanen.

Tipp 2: Die Bewerbung

Eine gute Bewerbung braucht Zeit. Du solltet dich zudem unbedingt für mehrere Auslandsunis gleichzeitig bewerben, falls es bei einer nicht klappt. Die Bewerbungen sollten etwa ein Jahr vor dem geplanten Auslandssemester herausgehen. Dann bleibt noch ausreichend Zeit für alle anderen Vorbereitungen. Das Abschicken der Bewerbung ist sozusagen auch der Startschuss für die Planung.

Tipp 3: Das Visum

Planst du dein Auslandssemester in der EU ist das natürlich kein Thema. In vielen Ländern außerhalb des Schengen-Raumes ist ein Studentenvisum dagegen Pflicht. Das Visum sollte auf jeden Fall zwei bis drei Monate im Voraus beantragt werden. Sollte es mit einer Wunsch-Uni nicht klappen, kannst du dich dann noch für ein anderes Land entscheiden und einen Visums-Antrag stellen.
Von Land zu Land variieren die Bearbeitungszeiträume zum Teil beträchtlich, deshalb lieber zu früh als zu spät beantragen, sonst scheitert das lang ersehnte Auslandssemester womöglich an so einer Formalie.

Recherchiere ausreichend bevor du loslegst

Tipp 4: Flüge buchen

Besonders wer ein schmales Budget hat, sollte sich früh nach passenden Flügen umschauen. Das geht natürlich erst, wenn die Zusage der Uni da ist, und du den genauen Zeitraum kennst. Denn es ist ja heute fast schon eine Binsenweisheit: Je früher du bucht, desto preiswerter das Ticket. Und das gilt schon lange nicht mehr nur für Billigflieger wie Ryanair oder Easyjet. Ähnliches gilt im Übrigen auch für Bahntickets. Zudem ist die Auswahl an verfügbaren Flügen einfach viel größer. Von Last-Minute-Flügen ist eher abzuraten, das ist einfach zu riskant, wenn dann doch kein passender Flug mehr greifbar ist. Wichtig ist aber auch, dass die Airline viel Freigepäck zulässt. Denn du bist ja etwas länger weg, deshalb wird der Koffer schwer. Besser noch sind natürlich zwei Gepäckstücke, die im Ticketpreis dabei sind.

Corona: Flugrecht bei Verspätungen und Flugstreichungen

In Zeiten der Corona-Pandemie kommt es oft sehr kurzfristig zu ungeplanten Flugstreichungen oder Einreisestopps wegen hoher Infektionszahlen. Passiert Dir das, gibt es häufig Probleme mit der Erstattung des Ticketpreises. Es dauert oft ewig, bis du von der Airline dein Geld zurückbekommst, in manchen Fällen steht Dir sogar eine Entschädigung zu. In beiden Fällen helfen die Experten.

Wie bekomme ich meine Entschädigung, wenn mein Flug sich verspätet?

Bei Flugrecht-Portalen kannst Du direkt Deine Ticketdaten eingeben und erfährst innerhalb weniger Minuten, ob Du Anspruch auf eine Ticketkostenerstattung oder Entschädigung hast. Falls ja, kannst Du diese beauftragen und Dein Geld zurückzufordern. Im Erfolgsfall geht eine Provision in Höhe von 14 bis 28 Prozent bei Ticketerstattung oder 20 bis 30 Prozent bei Entschädigung an die Sofortentschädiger. Andernfalls ist der Service für Dich kostenlos.

Wie lange kann ich Ansprüche bei Verspätungen geltend machen?

Fluggäste haben bis zu 3 Jahre rückwirkend ein Recht auf Entschädigung.

Tipp 5: Checkliste Gesundheit

In manchen Ländern sind ansteckende Krankheiten häufiger als im gut versorgten Deutschland, zum Beispiel Hepatitis. Deshalb vorher über nötige und sinnvolle Impfungen informieren und dann einen Arzttermin buchen. Wer regelmäßig auf Medikamente angewiesen ist, sollte auch daran denken und im Zweifel einen Vorrat mitnehmen. Denn nicht alles ist auch im Ausland problemlos zu bekommen.

Tipp 6: Die Wohnfrage

Gerade in großen deutschen Städten sind die Mietpreise enorm. In einer Stadt wie München sind schnell 500 Euro monatlich für ein WG-Zimmer zu zahlen. Eine gute Option, nicht zwei Mieten während des Auslandssemesters zahlen zu müssen, ist es deshalb das Zimmer unterzuvermieten. Dafür gibt es an der Uni und im Internet passende Plattformen. Gerade in den begehrten Studentenstädten Deutschlands ist die Nachfrage nach Zimmern groß. Denn dort gibt es natürlich auch viele Studenten, die ein Auslandssemester bei uns machen wollen.
Auch dein WG-Zimmer an der Auslandsuni kannst du über die gängigen Portale im Internet finden. Eine gute Recherchequelle ist häufig zudem das Studentensekretariat der eigenen Uni.

Tipp 7: Das Auslandsbudget

Wenn du rechtzeitig mit der Planung startet, kannst Du bis zum Abflug schon etwas Geld bei Seite legen, sofern deine Finanzen das hergeben. Mit den angesparten Euros macht das Auslandssemester dann deutlich mehr Spaß, weil du dann auch mal was essen gehen kannst oder ein kleines touristisches Programm drin ist.
Helfen kann auch ein Auslands-Stipendium oder Auslands-BAFÖG.

Tipp 8: Über Sprache und Gepflogenheiten des Gastlandes informieren

Klar kommt man mit Englisch fast überall durch. Besser und sympathischer ist es aber, zumindest ein paar Brocken der Landessprache zu beherrschen. Es macht also Sinn, schon vorher zu trainieren. Vor Ort kannst du deinen Wortschatz dann noch erweitern.

Tipp 9: Erfahrungsaustausch mit Rückkehrern

Ob Facebook, Instagram oder das Internet - es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, sich schon weit vorher mit Leuten auszutauschen, die diese Erfahrung schon hinter sich haben. So kommst du als Rookie komplett kostenfrei an wertvolle Insidertipps.

Tipp 10: Versicherung

Ein lästiger, aber dennoch sehr wichtiger Aspekt der Vorbereitung. Im Vorfeld unbedingt klären, ob die Krankenversicherung oder auch Unfallversicherung den Auslandsaufenthalt abdeckt. Im Zweifel bei der Versicherung anrufen und notfalls eine Zusatzversicherung abschließen. Die gibt es meist recht preiswert für einen begrenzten Zeitraum.

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